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Wetterlage

Unwetter in Bayern: Donau mit mehr als sieben Meter Hochwasser

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  • Anna Charlotte Groos
    Anna Charlotte Groos
  • Tobias Utz
    Tobias Utz
  • Mirko Schmid
  • Sophia Lother
    Sophia Lother

Nach dem Hochwasser im Südosten Bayerns ist die Flutgefahr vorerst gebannt. Die Lage soll sich laut der Prognose im Laufe des Tages weiter entspannen.

+++ 10.30 Uhr: Das Hochwasser in Passau geht weiter zurück. „Es fließt langsam ab“, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle am Dienstag. Am Wochenende waren nach den heftigen Unwettern die Pegelstände der Donau angestiegen. Die Uferpromanade und tiefer liegende Parkplätze waren überflutet worden, einzelne Keller liefen voll Wasser.

Es sei aber bei weitem nicht so schlimm gekommen wie angekündigt, sagte der Sprecher. Auch beim Notruf sei es inzwischen ruhiger geworden. Der Pegelstand der Donau lag am Morgen nach Angaben des Hochwasserdienstes bei rund 7,20 Meter. Laut der Prognose sollte sich die Lage im Laufe des Tages weiter entspannen.

Die Bundesstraße 20 ist kurz vor der Ortschaft Berchtesgaden zur Hälfte von der Ramsauer Ache weggerissen worden.

Update vom Dienstag, 20.07.2021, 6.30 Uhr: Im Berchtesgadener Land in Bayern ist seit Mitternacht der Katastrophenfall wegen des Hochwassers aufgehoben. Die Pegel sinken, es sei Entspannung in Sicht, teilte das Landratsamt mit. Nun laufen in der beliebten Urlaubsregion die Aufräumarbeiten.

Unwetter in Bayern: Luftwaffe mit Hubschraubern im Einsatz

+++ 20.04 Uhr: Nach der Unwetterkatastrophe in Deutschland setzt die Luftwaffe der Bundeswehr jetzt auch Hubschrauber der Spezialkräfte zur Unterstützung in Bayern ein. Die Maschine vom Typ H145M fliege Hilfsgüter wie Wasser und medizinische Ausrüstung in die zerstörten Dörfer, sagte ein Luftwaffensprecher am Montag (19.07.2021) der Deutschen Presse-Agentur. Am Montag waren rund 100 Soldat:innen in Bayern im Einsatz.

Insgesamt waren am Montag mehr als 1000 Soldat:innen im Hilfseinsatz, neben Bayern auch etwa 550 in Nordrhein-Westfalen und 300 in Rheinland-Pfalz.

Ein Soldat entlädt Kisten mit Trinkwasser aus einem Hubschrauber der Spezialkräfte vom Typ H145M. Neben Rheinlandpfalz und Nordrhein-Westfalen sind die Soldat:innen auch in Bayern im Einsatz.

Unwetter in Bayern: Passauer Feuerwehr rettet Schlauchbootfahrer aus Hochwasser

+++ 11.35 Uhr:  Beim Donau-Hochwasser sind in der Nähe von Passau in einer dramatischen Rettungsaktion zwei Schlauchbootfahrer gerettet worden. Die Männer seien am Vorabend mit ihren Booten abgetrieben und gekentert, sagte ein Sprecher der Wasserpolizei am Montagmorgen. Laut Feuerwehr konnten sich die Männer an Treibholz festklammern.

Es hatte sich am Ufer der unbewohnten Donau-Insel Soldatenau verfangen, die schon zu Österreich gehört. Die Feuerwehr sei wegen des Hochwassers in der Nähe gewesen und habe die beiden mit einem Boot rechtzeitig retten können. Die Aktion der Schlauchbootfahrer sei keine gute Idee gewesen, so ein Polizeisprecher. „Das ist lebensgefährlich.“

Unwetter in Bayern: Dramatisches Hochwasser in Passau bleibt aus

Unterdessen hat sich die Lage in Passau etwas entspannt. Am Montagmorgen lag der Wasserstand der Donau in Passau bei 8,19 Metern und damit unterhalb der höchsten Hochwasserwarnstufe von 8,50 Metern. Auch der Inn bereitet derzeit keine Sorgen. Einzelne Bereiche der Stadt wurden zwar überschwemmt. Von katastrophalen Zuständen sei man aber zum Glück noch entfernt, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Die Feuerwehr rechnet damit, dass am Abend oder spätestens am Dienstag die Aufräumarbeiten beginnen können.

Auch im besonders stark von Unwettern getroffenen Berchtesgadener Land konnten die Menschen aufatmen. „Die Nacht verlief ruhig“, hieß es bei der Feuerwehr. Die Helfer seien mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Anlass zur Hoffnung geben auch die Wetteraussichten. Bis auf einzelne kurze Schauer soll es in den kommenden Tagen trocken bleiben. Unwetter seien derzeit nicht in Sicht, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Die Lage in den Hochwassergebieten im Süden und Osten Bayerns hat sich etwas entspannt.

Unwetter in Bayern: Aufräumarbeiten beginnen – doch neue Gewitter drohen

+++ 8.00 Uhr: Die Hochwasser-Lage in Bayern verbessert sich am Montagmorgen (19.07.2021). Zwar verharrten die Wasserpegelstände einiger Flüsse, wie der Donau oder dem Inn (s. Update von 6.30 Uhr), auf einem hohen Niveau. Jedoch rechnen die lokalen Behörden nicht mit weiteren Unwettern sowie Starkregenfällen. In Passau sollen am Montag bereits die ersten Aufräumarbeiten beginnen. Wie die örtliche Feuerwehr mitteilt, wolle man gegen Nachmittag die ersten Straßen räumen.

Auch im Berchtesgadener Land, einer Region Bayerns, die ebenfalls stark von den Unwettern betroffen war, beruhigt sich die Lage. „Die Nacht verlief ruhig“, teilte die Feuerwehr am Montagmorgen mit. Der Deutsche Wetterdienst rechnet in den kommenden Tagen zwar mit weiteren Schauern, jedoch nicht mit Unwettern. Vereinzelte Gewitter seien weiterhin möglich. Relativ trockene Luft sorge jedoch für eine Entspannung der Lage, so der DWD.

Die Unwetter-Katastrophe hat auch in Bayern für übertretende Flüsse gesorgt.

+++ 6.30 Uhr: In Bayern ist die Hochwasserlage im Süden und Osten des Bundeslandes weiterhin angespannt, spitzte sich aber in der Nacht zu Montag nicht weiter zu. In Passau stiegen die Pegel noch bis in die Nacht, verharrten dann aber auf hohem Niveau.

Tagsüber sind in Bayern vereinzelte Gewitter nicht ausgeschlossen. Insgesamt stehe Deutschland in den nächsten Tagen mit recht trockener Luft jedoch ein relativ ruhiger Witterungsabschnitt bevor.

Bayern, Berchtesgaden: Ein Baumstamm wird bei Unwetter und Hochwasser in Bayern im Berchtesgadener Land aus dem Wasser geholt.

Hochwasser in Bayern: Pegel der Donau in Neuburg in Oberbayern steigt an

+++ 22.25 Uhr: In Bayern scheint sich die Unwetter-Lage vorerst wieder etwas zu beruhigen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht in seinem Warnlagebericht davon aus, dass der seit Samstag anhaltende Starkregen in der Nacht zum Montag (19.07.2021) auch im Berchtesgadener Land abklingt. Doch im Tagesverlauf des Montags könne es gerade im Osten von Bayern wieder zu Schauern und Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter innerhalb von kurzer Zeit kommen.

Indes berichtet der Donaukurier, dass auch der Pegel der Donau in Neuburg in Oberbayern ansteigt. Inzwischen sei die Meldestufe zwei und ein Pegel von 4,19 Metern erreicht.

Unwetter in Bayern: Starkregen für betroffene Region vorhergesagt

+++ 16.40 Uhr: Im Süden und Osten Bayerns bleibt die Hochwasserlage weiter angespannt. In den betroffenen Regionen sei lokal mit weiterem Starkregen zu rechnen, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Extreme Sturzfluten seien nicht ausgeschlossen. Besonders in Passau sollten die Wasserstände laut DWD weiter steigen, die maximalen Werte würden für die Nacht erwartet.

Wegen des Hochwassers hatte der Landkreis Berchtesgadener Land den Katastrophenfall ausgerufen.

+++ 16.15 Uhr: Bei seinem Besuch im von Hochwasser betroffenen Gebiet in Bayern kündigte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) eine Soforthilfe von mehr als 300 Millionen Euro für die Opfer der Flutkatastrophe an. Jetzt müsse sofort geholfen werden, das sei eine nationale Aufgabe, sagte Scholz in Schönau am Königssee. Beim Wiederaufbau gehe es um Milliarden. Das könne keine Gemeinde, kein Land allein stemmen. Scholz mahnte, die Wirtschaft müsse so angepackt werden, dass sie klimaneutral gelingen könne - hier und in der ganzen Welt. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte ebenfalls Hilfe an. In den letzten Tagen habe Deutschland einen unglaublichen Weckruf der Natur erlebt, sagte er. „Das Klima verändert sich und das hat Folgen. Starkwetterereignisse nehmen zu.“ Er kündigte für die kommende Woche eine Regierungserklärung zum Thema Klimaschutz an.

Hochwasser im Berchtesgadener Land: Söder und Scholz kündigen Hilfe an

+++ 15.28 Uhr: Im Hochwassergebiet in Südostbayern sind gleich mehrere hochrangige Politiker eingetroffen: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) wurden nach Angaben eines Sprechers zunächst in Berchtesgaden von Landrat und Einsatzleiter über die aktuelle Situation informiert. Anschließend wollten sie sich auch in Schönau am Königssee ein Bild von der Lage machen. Insbesondere der Landkreis Berchtesgadener Land wird seit der Nacht schwer von Hochwasser getroffen. Zwei Menschen starben, mehr als 100 Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat nach starkem Regen wegen Hochwassers den Katastrophenfall ausgerufen.

+++ 10.00 Uhr: Rund 130 Menschen mussten wegen des Hochwassers im Berchtesgadener Land aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden. Darunter seien 80 Menschen aus einer Siedlung in Schönau am Königssee, die angesichts von „geologischen Problemen“ weggebracht wurden, sagte Landrat Bernhard Kern am Sonntag in Bad Reichenhall. Was genau damit gemeint war, sagte Kern nicht. Unklar war, ob die Siedlung länger gesperrt werden muss oder ob die Sperrung bald wieder aufgehoben werden kann. Der Bahnverkehr zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden sei eingestellt, so Kern. Auch Straßen seien „extremst in Mitleidenschaft gezogen“ worden.
 

Katastrophenfall im Berchtesgadener Land – Mindestens ein Mensch stirbt in den Fluten

+++ 8.00 Uhr: Der heftige Regen hat in den Allgäuer Alpen nahe Oberstdorf in einem Tal zu einem bedrohlichen Anschwellen eines Baches geführt. Im Stillachtal habe sich durch querliegendes Holz das Wasser gefährlich angestaut, sagte der Kommandant der Oberstdorfer Feuerwehr, Peter Vogler, in der Nacht zum Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Sollte sich diese natürlichen Sperre plötzlich lösen, könne es eine Flutwelle in Richtung Oberstdorf geben.
 

Katastrophenfall in Berchtesgadener Land – Ein Mensch stirbt in den Fluten

Update vom Sonntag, 18.07.2021, 6.50 Uhr: Die Unwetterkatastrophe in Deutschland hat sich auf den oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land ausgedehnt. Dort wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Bislang kam mindestens ein Mensch durch die von massiven Regenfällen ausgelösten Fluten ums Leben. Auch in der Region Sächsische Schweiz in Sachsen kam es zu starken Überschwemmungen. 

Im Berchtesgadener Land wurden nach Angaben des Landratsamts rund 65 Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht. Straßen und Keller wurden überflutet. In dem Ort Marktschellenberg war den Angaben zufolge der Ortsteil Scheffau von der Außenwelt abgeschnitten.

Der Pegel der Berchtesgadener Ache hatte am Samstagabend (17.07.2021) den historischen Höchststand von 3,15 Meter erreicht. Die Behörden befürchteten, dass sich die Lage noch weiter verschärfen könnte.

Auch in der Sächsischen Schweiz wurden mehrere Orte von starkem Hochwasser heimgesucht. Die Verwaltung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge warnte vor einer „erheblichen Gefahrensituation“ in Neustadt, Sebnitz, Bad Schandau, Reinhardtsdorf, Schöna und Gohrisch. Einzelne Ortsteile waren nicht mehr erreichbar.
 

Katastrophenfall in Oberbayern ausgerufen – Steigende Pegel durch Unwetter

Berchtesgaden - Nach der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz spitzt sich die Lage nun auch in Bayern zu. In Oberbayern wurde nun der Katastrophenfall ausgerufen. Wie die Passauische Neue Presse zusammenfasst, droht die Berchtesgadener Ache über die Ufer zu treten. In einer Meldung vom Landratsamt rate man Bewohnerinnen und Bewohnern davon ab, sich an Uferbereiche zu begeben.

Außerdem sollen Keller gemieden werden. Ein Sprecher der Polizei Oberbayern sagte gegenüber der Zeitung: „Es geht drunter und drüber“. Keller würden volllaufen und Straßen überschwemmt. Derzeit würden sich die Einsätze auf Berchtesgaden und Bischofswiesen in Oberbayern konzentrieren.

Unwetter: Berchtesgaden und Bischofswiesen melden bedenkliche Pegelstände

In den Gemeinden Berchtesgaden und Bischofswiesen im Südosten Bayerns stiegen die Pegelstände des Flusses Ache stark an, nachdem sich weitere Wassermassen aus den Bergen in die Täler vorgearbeitet hatten. Einzelne Häuser wurden bereits geräumt, Grund dafür seien abrutschende Hänge, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) meldet. Weiter heißt es, der Landkreis koordiniere ab sofort den Einsatz vor Ort.

Ein Polizeisprecher in Rosenheim sprach von „ständigen Notrufen“, welche eingingen. Sämtliche Feuerwehren im Landkreis Berchtesgadener Land seien gefordert. „Die Lage ist unübersichtlich“, so der Sprecher. „Es regnet stark.“ Bundesstraßen seien überflutet oder wegen Murenabgängen gesperrt worden. (Sophia Lother, Mirko Schmid, Tobias Utz, Anna Charlotte Groos mit AFP/dpa)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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