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Tief „Bernd“

Nach Unwetter 1.300 Menschen vermisst - Warum es so viele sind

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Nach dem Unwetter in NRW und Rheinland-Pfalz geht die Suche nach Vermissten weiter. Es gibt Zweifel an der Zahl 1300.

Trier / Düsseldorf - Das Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat Leid und Zerstörung hinterlassen. Auch wenn sich das Wetter beruhigt hat, steigen an vielen Orten die Wasserstände, auch stürzen weitere Häuser unter der Last der Wassermassen ein. Es ist noch nicht abzusehen, wie viele Menschen tatsächlich durch das Tief „Bernd“ gestorben sind. Rettungskräfte suchen fieberhaft unter den Trümmern und in den überschwemmten Gebieten nach Vermissten.

Wie hoch die Zahl der Vermissten ist, ist unklar. Aus Sicht der Polizei würden in Rheinland-Pfalz knapp unter 100 Menschen vermisst, wie der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) im Deutschlandfunk sagte. Angaben zu insgesamt 1300 Vermissten mache er sich hingegen nicht zu eigen.

Unwetter in NRW und Rheinland-Pfalz: Unklar ist die Vermisstenzahl

Der Kreis Ahrweiler hatte am Donnerstag (15.07.2021) noch von 1300 Vermissten im Kreisgebiet gesprochen. Dies erklärte eine Sprecherin damit, dass das Mobilfunknetz durch Tief „Bernd“ teilweise lahmgelegt sei. Daher gebe es keinen Handy-Empfang, und viele seien möglicherweise einfach nicht erreichbar. „Wir hoffen, dass sich das klärt“, sagte die Sprecherin.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nannte die Lage in den Hochwassergebieten „Horror“. Überall gehe jetzt das Wasser zurück, daher würden nun viele Vermisste gefunden, die bei der Katastrophe ertrunken seien. „Und da könnte man eigentlich nur noch weinen. Das ist ein Horror. Das ist alles ganz, ganz schlimm, wenn Existenzen berührt sind. Wenn Häuser kaputt sind, wenn Straßen aussehen, wie wir das gesehen haben - aber dass Menschen sterben bei dieser Katastrophe, das ist wirklich ganz furchtbar“, sagte Dreyer.

Ein Auto liegt auf einem unterspülten Bahngleis, nachdem die Urft über die Ufer getreten war. Die Hochwasserlage in Teilen von Nordrhein-Westfalen ist weiterhin sehr angespannt.

Auch sie bestätigt, dass es zur Vermisstenzahl nach dem Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz derzeit „ganz unterschiedliche Zahlen“ gebe. „Wir können die auch im Moment nicht wirklich verifizieren, weil wir natürlich wirklich hoffen und beten, dass viele davon einfach Menschen sind, die aufgrund der permanenten Störung des Mobilfunks, der Nichterreichbarkeit der Menschen, dass das einfach dadurch verursacht ist.“

Erftstadt: Tote und Vermisste nach Häusereinsturz

Menschen werden auch im nordrhein-westfälischen Erftstadt vermisst. Auch gäbe es vor Ort Tote nach dem Einsturz mehrerer Häuser. Wie viele Menschen vermisst werden, konnte die Sprecherin der Bezirksregierung noch nicht sagen. Die Situation sei unübersichtlich. (ktho mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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