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Ist Cannabis eine harmlose Droge?

Kontra Cannabis

Unterschätztes Risiko

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Kiffen ist vieles, eines aber ganz bestimmt nicht: harmlos. Oft bleibt es eben nicht bei sporadischem Konsum.

Halb so schlimm. Alles völlig unbedenklich. Kein Problem und vor allem keine Gefahr für die Gesundheit.

Schon mit der kontroversen Debatte über die Legalisierung von Cannabis nach kanadischem Vorbild sind völlig falsche Botschaften verbunden: geradezu fahrlässig verharmlosende Botschaften. Sie könnten auch jene dazu verleiten, es einfach mal zu probieren, die es sonst womöglich nicht getan hätten. Wäre der Joint plötzlich legal, werden doch eher mehr als weniger dazu greifen. Eine Mentalität des „Warum nicht?“ würde sich einstellen.

Kiffen ist vieles, eines aber ganz bestimmt nicht: harmlos. Oft bleibt es eben nicht bei sporadischem Konsum. Cannabis wird häufig zum regelmäßigen Begleiter im Alltag. Lang anhaltender Konsum kann jedoch verheerende Folgen nach sich ziehen. Wer mit Ärzten und Therapeuten in Deutschlands Psychiatrien spricht, kann sich einen Eindruck davon machen, wie gravierend sie sind.

Sie reichen von Antriebslosigkeit über Emotionsverlust bis hin zu schweren Psychosen. Und es geht längst nicht mehr um Einzelfälle, sondern um ein stark zunehmendes Phänomen. Was noch hinzukommt: Hasch und Cannabis von heute sind deutlich stärker als noch vor Jahrzehnten und damit auch deutlich gefährlicher.

Wer bereits Cannabis als Jugendlicher regelmäßig konsumiert, hat im Alter von 38 Jahren einen deutlich niedrigeren Intelligenzquotienten, haben neuseeländische Forscher herausgefunden. Alles halb so schlimm? Mitnichten.

Gerade für Jugendliche ist Gras eine erhebliche Gefahr und darüber hinaus für alle, die zu Psychosen neigen. Nur leider wird in der Liberalisierungsdebatte über diese Risiken viel zu leichtfertig hinweggegangen. Dabei ist der Schutz der Gesundheit auch eine staatliche Aufgabe. Deshalb: Nein zu einer bedingungslosen Cannabis-Freigabe.

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