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Reich verzierte Säulen unter funktionaler Bürohausdecke: Die Budapest-Moschee ist die größte Moschee Ungarns.

Budapest

Ungarn, ein Dickicht islamfeindlicher Vorurteile

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Ungarns Regierung macht Stimmung gegen Muslime und Migranten. Doch selbst in Budapest sind der Islam und seine Anhänger nur schwer zu finden.

An einem eisengrauen Budapester Samstag beginnt Anna Lénárds nächste Suche. Bitterkalter Wind zieht über den Gardonyi Platz im hügeligen Buda-Teil, der Winter hat die Stadt im Griff – und Anna Lénárd zieht ihr Tuch enger über den Kopf. Hinter ihr Straßen voller Autos, neben ihr Jugendstilfassaden, vor ihr 18 Köpfe – alle starren in ihre Richtung. Lénárds Gefolgschaft.

Nur wenige Gehminuten entfernt, hängt wuchtig die maigrüne Freiheitsbrücke über der Donau, thront die weltberühmte Gellert-Therme am Hang des gleichnamigen Berges. Doch von den Wahrzeichen der Stadt möchte niemand etwas wissen. Lénárds Gruppe will stattdessen „der größten Gefahr Ungarns“, dem „Grund für den Untergang Europas“ ins Auge sehen: dem Islam.

Mehr scheint nicht übriggeblieben zu sein vom Ansehen der zweitgrößten Weltreligion mit rund 1,8 Milliarden Anhängern. Zumindest, wenn man Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Órban und anderen Rechtspopulisten in Europa zuhört. Für die Órbans dieser Welt erscheinen Muslime vor allem als Krieger im Kampf der Kulturen, Islam gegen Christentum, Endzeitstimmung pur.

Doch in Budapest muss man den Islam entweder suchen – oder Anna Lénárd fragen. Denn die 47-jährige kennt die Hinterhöfe und Ausfallstraßen, wo Muslime leben, arbeiten und beten. Einmal im Monat heften sich bis zu 25 Mutige an Lénárds Fersen, wie Detektive auf den Spuren des vermeintlichen Feindes. Sie folgen der „Muslim Walking Tour“ – nicht mehr als eine Stadtführung, doch in Ungarn einzigartig.

Seitdem 2015 Tausende Flüchtlinge aus Syrien, Irak oder Afghanistan am Budapester Keleti-Bahnhof strandeten, schürt die ungarische Regierung unter Ministerpräsident Órban Stimmung gegen Migranten und den Islam. Órban glaubt, „dass eine hohe Zahl an Muslimen notwendigerweise zu Parallelgesellschaften führt“ und sieht Ungarn bedroht von „muslimischen Invasoren“. Parteitage unter dem Motto „Lasst uns Ungarn beschützen“, Wahlplakate mit Fotos von Migranten und großen „Stopp“-Zeichen darüber, dazu Órban-Interviews im staatlichen Kossuth Radio: „In Westeuropa müssen sich die jungen Leute darauf einstellen, in die Minderheit zu geraten angesichts muslimischer Zuwanderung.“ 

Órban gewann die Parlamentswahlen im vergangenen April. Fast 50 Prozent der Ungarn stimmten für ihre alte Regierung. Außer in Budapest, wo einige Stadtteile an die Ungarische Sozialistische Partei gingen, wählte die Mehrheit Órbans Partei. Laut einer Umfrage des US-Amerikanischen Forschungsinstituts PEW aus dem Jahr 2016 haben über 75 Prozent der Ungarn eine negative Sicht auf Muslime und glauben, dass Flüchtlinge die Wahrscheinlichkeit von Terroranschlägen in ihrem Land erhöhen. Das sind über 25 Prozent mehr als im Durchschnitt der Europäischen Union.

„Jeder in Ungarn reagiert sehr emotional auf das Thema“, sagt Anna Lénárd. „In Wahrheit ist der Islam hier fast unsichtbar.“ Lénárd will zeigen, dass es ein muslimisches Leben in Budapest gibt, will aufklären, wie die Realität hinter den Moscheetüren aussieht. Eine informelle Erziehungstour, unabhängig von den Einflüssen der Staatsmedien, so nennt sie ihre Aufgabe. Und hofft darauf, dass die Teilnehmer ihre Erfahrungen weitererzählen.

Bereits am Gardonyi-Platz, dem zentral gelegenen Startpunkt der Tour, zeigt Lénárd alte Verbindungen zwischen Budapest und dem Islam: Die Gedenktafel für Laszlo Almásy. Der ungarische Graf und Offizier war als Saharaforscher in Ägypten und der libyschen Wüste, vor allem aber ist er bekannt, weil sein Lebensweg den kanadischen Autor Michael Ondaatje zu seinem weltbekannten Roman „Der englische Patient“ inspirierte. Oder die Statue des Schriftstellers Géza Gárdonyi, dessen Hauptwerk in der Zeit der türkischen Besatzung Ungarns im 16. Jahrhundert spielt. Der eine ein Nationalheld, der den ungarischen Widerstand gegen die muslimischen Osmanen heroisiert, der andere ein Erzähler über das frühe 20. Jahrhundert, als Orient und Islam Inspiration und Sehnsuchtsort für Künstler, Abenteurer und Intellektuelle waren.

Die Gruppe zieht weiter, über die Straße hin zu einem trostlosen, asphaltierten Hinterhof. Vorbei an parkenden Autos, steigen sie die schmalen Stufen einer verwitterten Steintreppe hinauf. Ein einfaches, dunkelgrünes Schild mit weißer Schrift verrät das erste Ziel der Muslim Tour: die Masjid Dar-As-Salam.

Die Moschee des Friedens ist eine der ältesten Moscheen in Budapest: Eröffnung 1996. Noch 22 Jahre später ist die Moschee im Hinterhof nicht mehr als ein Gebetsraum mit Platz für Hundert Betende. Sie ist ausgelegt mit rotem, weichem Teppich und durch eine eingezogene zweite Holzempore unterteilt in Gebetsplätze für Männer und Frauen. Muezzin Abdul Bashir und seine Frau begrüßen mit Tee und Datteln, nachdem die Teilnehmer ihre Schuhe ausgezogen haben.

Durch hohe Altbaufenster dringt nur schwaches Tageslicht in den Raum, im vorderen Bereich hüpfen Kleinkinder über den Teppich, auf dem vor der Wand mit einer digitalen Gebetszeituhr drei Männer knien. Das Gesicht Richtung Mekka, bereiten sie sich auf ihr Gebet vor. Dahinter in einem Stuhlkreis und etwas schüchtern, Lénárds Gruppe. Fragen werden keine gestellt. Man sitzt. Kaut eine Dattel. Hört zu. Es gibt Basiswissen: Wie beten Muslime? Wie ist eine Moschee aufgebaut? Was sind die fünf Säulen des Islam? – Für Muezzin Bashir, stilecht in grauem Kaftan, und Alwani Samer, den Büroleiter der Moschee, ganz weltlich in dunkler Hose und hellblauem Hemd, ist Lénárd mittlerweile mehr als eine gute Bekannte. Seit drei Jahren gibt es die Muslim Walking Tour, seit drei Jahren liegt die Moschee auf ihrer Route. „Anna kam in unsere Moschee und fragte, ob wir eine Etappe auf der Tour sein wollen“, sagt Samer. „Für uns ist dies ein guter Weg, um unsere Religion vorzustellen und zu zeigen, was wir machen.“ Andere Öffentlichkeitsarbeit der Muslime gibt es in Budapest so gut wie nicht, ein „Tag der offenen Moschee“ wie in Deutschland am 3. Oktober ist hier unbekannt.

Islam offiziell in Ungarn als Religion anerkannt

Die Hinterhofmoschee ist klein und familiär, Bashir und Samer leben seit über dreißig Jahren in Budapest. Sie sprechen fließend ungarisch und haben ergraute Rauschebärte und einen wachen Blick. Während Muezzin Bashir das Gebet vorbereitet, erzählt Samer aus der Zeit, als Ungarn noch kommunistisch war und der junge Samer nicht als verdächtiger Moslem galt, sondern aus Syrien mit einem Stipendium in der Tasche und voller Idealismus in den befreundeten Bruderstaat Ungarn kam. Der Kontakt zu den Kommilitonen war schnell hergestellt und für den Aufbau einer neuen sozialistischen Zukunft spielte die Religion in den 1970er und Anfang der 1980er, als viele Studenten aus Syrien und Afghanistan nach Ungarn kamen, keine Rolle. 1988, kurz vor Ende des Regimes wurde der Islam sogar offiziell in Ungarn als Religion anerkannt.

Student zu sein war für Samer kein Problem. Praktizierender Muslim zu sein schon eher: „Als ich nach Budapest kam, gab es hier nicht einmal eine Moschee“, sagt Samer. „Um überhaupt beten zu können, mietete ich mit ein paar muslimischen Kommilitonen einen Raum neben unseren Schlafsälen in der Uni. Für zwei Stunden, jeden Freitag.“

Vielleicht Hundert Muslime gab es zu diesen Zeiten, fast alle Studenten, sagt Samer. Viele kehrten zurück in ihre Heimat, Samer blieb und heiratete, nahm 1996 sogar die ungarische Staatsbürgerschaft an. Er meint: „Wenn Einwanderer ungarisch sprechen und lange genug hier leben, gibt es überhaupt keine Probleme.“ Dennoch gab es nach 2015, als rechte Parteien Ungarns erst von einer Flüchtlingskrise und dann von einer Muslimkrise sprachen, einige „Chaoten“ wie Samer sie nennt, die „Muslime raus“ auf die Mauern der Moschee sprühten. Samer winkt ab: „Die Staatspolizei kümmerte sich gleich und fragte, ob es noch weitere Probleme gäbe.“ Gab es nicht. Die Propaganda der Regierung verletze ihn, auch wenn er innerlich darüber lachen muss. „Ich weiß, dass die Politiker auf unsere Kosten Stimmung schüren. Weil sie an der Macht bleiben wollen. Und wir Muslime zu wenige sind, um uns wehren zu können.“

Jahrzehntelang lebten Muslime in Ungarn „unter dem Radar“, wie Lénárd sagt. Es gab einfach zu wenige – nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung in dieser überwiegend römisch-katholischen Nation. Nach Schätzungen der MME, einer von zwei muslimischen Dachorganisationen im Land, leben heute 40 000 Muslime im Land. Doch dass es überhaupt so etwas wie eine muslimische Gemeinde gibt, wissen die wenigsten Ungarn.

Im kommunistischen Ungarn gab es kein Schulfach für Religion, und nach der Revolution 1989 hatten die Ungarn mit den Problemen des Umbruchs zu kämpfen. Islam und Muslime kamen allenfalls als Auslandsnachrichten in die Wohnzimmer. Trotzdem zeigte bereits 2010 eine Studie der Friedrich Ebert Stiftung, dass bis zu 70 Prozent der befragten Ungarn den Aussagen „Der Islam ist eine Religion der Intoleranz“ oder „Es gibt zu viele Muslime in Ungarn“ zustimmten.

Órbans Botschaft wirke, sagt Lénárd. Längst gelte die Gleichung Migrant gleich Muslim gleich Terrorist. „In Ungarn kam die Bedrohung immer von außen“, sagt sie. „Sei es vor Jahrhunderten die Osmanen, später die Österreicher, dann die Deutschen oder Russen.“ Jetzt seien es die Muslime. „Wer bei uns in der Politik Erfolg haben will, muss sich als Retter der Heimat präsentieren. Das hat Órban gemacht.“ Seitdem glauben viele Ungarn, dass ihr Land geschützt werden muss vor den Muslimen. Samer berichtet von seinem Nachbarn, der ihn nach fünfzehn Jahren des problemlosen Miteinanders fragte, ob er auch ein Anhänger des IS sei. Lénárd kennt ungarische Muslime, die damals ihre Ausweise griffbereit auf den Tisch legten, um sofort ausreisen zu können, falls die Stimmung weiter kippe.

Dennoch – in Budapest sei das Leben als Muslim unproblematisch, sagt Lénárd. Denn die Großstadt ist durch Millionen Touristen im Jahr an fremde Kulturen und Besucher gewöhnt. Auf dem Land hingegen, dort wo die Bewohner so gut wie nie einen Zuwanderer oder Muslim treffen, fürchte man sich vor dem Islam. Lénárd kennt die Berichte von heruntergerissenen Kopftüchern und Steinwürfen.

Erste Moscheebesuch ihres Lebens

Rozalia Dombay, mit Mitte Dreißig deutlich jünger als die übrigen Teilnehmer, ist Juristin, außerdem Hobbytänzerin und hat, wie sie sagt, deshalb Freunde von Ungarn bis Rajasthan. Multi-Kulti sei in Ungarn zwar unbekannt, aber „Ungarn sind offener, als viele Leute in Europa denken“. Sie spricht von den Anschuldigungen des EU-Parlaments gegen Ungarn, der angeblichen Verletzung europäischer Werte und fehlenden Rechten für Migranten. „Wir Ungarn wissen einfach wenig über den Islam“, sagt die Budapesterin. „Auch wegen des alten Schulsystems. Die Lücken im Wissen füllt dann die Propaganda.“ Ob im Fernsehen oder in der Zeitung, über Muslime werde nur noch negativ berichtet, sagt sie. Besonders die staatliche Medienanstalt MTVA, aber auch Internetseiten wie Origo, übernähmen unkontrolliert die Meinung der Regierung und berichteten von Millionen gefährlicher Flüchtlinge, die nur darauf warteten, nach Ungarn zu kommen. Sie selbst sei nicht religiös, auch Politik interessierte sie kaum. Dennoch hole sie sich Nachrichten mittlerweile lieber von ausländischen Internetseiten. Aber viele Ungarn sprechen keine Fremdsprache. Ihnen bleiben nur die ungarischen Staatsmedien. Und deren politische Botschaften sind eindeutig.

Genau in dieses Dickicht islamfeindlicher Vorurteile will Lénárds Tour eine Schneise schlagen. Ihre Klientel ist weltläufig und offen für andere Kulturen. Doch keinesfalls unkritisch. Ermutigt vom ersten Moscheebesuch ihres Lebens, werden die Fragen an Lénárd drängender: Was ist mit den Frauenrechten? Wieso dürfen Muslime mehrere Frauen heiraten? Müssen Frauen sich verschleiern? Anna Lénárd kennt diese Fragen. Und weiß die Antworten. Weil sie die Tour leitet. Und weil sie selbst Muslima geworden ist. „Eine logische Weiterentwicklung“, sagt sie, „als würde ich mir nach dem iPhone 5 das nächste Modell besorgen.“

Lénárd versucht, ihren Glauben von der Tour zu trennen, will neutral erscheinen. Was aber bei der Muslim Walking Tour unmöglich ist. Ihr Update im Glauben ist in Wahrheit das Ergebnis einer langen Suche, die direkt nach der Herbstrevolution 1989 begann und nicht unbedingt mit dem Islam zu Ende sein muss.

Die junge Anna Lénárd trat gleich nach dem Fall des Kommunismus in die katholische Kirche ein, verließ sie aber nach einigen Jahren wieder: „Zu viele Dogmen.“ Dann sollten irdische Dinge Antworten liefern: Lénárd studiert Bildhauerei, tauchte ein in die Kunstszene von Budapest. Für das Studium brauchte sie einen Nebenjob und half Freunden bei Stadtführungen. „Wir organisierten soziale Touren – auf den Spuren von Obdachlosen oder von Roma und Sinti in Budapest.“

Anfang 2015 stieß Lénárd auf den Islam. „Ich suchte einfach neue Ziele für unsere Tour.“ Dann zog es Lénárd auch aus anderen Gründen in die Moschee: „Der Islam erschien mir wie die Weiterentwicklung des Christentums. Weniger Dogmen, reiner, intellektuell anziehender.“ Sie konvertierte 2015, wenige Monate vor dem Eintreffen der Flüchtlinge am Budapester Bahnhof. „Vorher interessierte sich nicht einmal meine Familie für meine Konversion. Danach wurden viele Freunde und Angehörige skeptisch und ich fühlte mich plötzlich als Teil einer Minderheit. IS-Terroristen im Irak und Syrien bestimmten plötzlich das Bild der gesamten Religion.“

Auch drei Jahre später ist das Image des Islam noch immer schlecht. Lénárd leugnet dies nicht. Ihre Einwände, auch im Süden Italiens oder auf bayerischen Dörfern trügen Frauen ein Kopftuch, wenn sie ihr Haus verlassen, oder dass nicht der Koran, sondern die Kultur der einzelnen muslimischen Länder das Kopftuch fordert oder ablehnt, überzeugen die selbstbewussten Budapesterinnen nicht wirklich. Lénárd führt sie also zu den nächsten Etappen der Tour, bevor sie an der neuen, großen Budapester Moschee an einer Ausfallstraße, weitab von den anderen Sehenswürdigkeit der Stadt, enden wird – ein umgebautes, zweigeschossiges Bürogebäude wie ein Symbol für den Platz der Muslime in Ungarn: Es gibt sie. Aber am Rande. Vorher stakt die Gruppe über schmale Bürgersteige in abgelegenen Seitenstraßen, vorbei an Döner Läden, die „Halal“-Aufkleber im Fenster haben, als Zeichen für die Zubereitung der Speisen nach islamischem Recht. Dann stoppen sie am „Szir Center“, einem der insgesamt fünf Läden für arabische Lebensmittel in Budapest.

Flüchtlinge sind gleich weitergezogen

Inhaber Mohammed Choman sitzt hinter dem Verkaufstresen, umhüllt vom Rauch aus seiner Wasserpfeife, drei Angestellte verkaufen von Nüssen über Gewürzen bis hin zu Fleisch nahezu alles, was der Orient an Essbarem kennt. Seit zwanzig Jahren führt Choman den Shop, noch immer fährt er zwei- bis dreimal in der Woche nach Feierabend knapp 100 Kilometer in seine eigene Schlachterei, um eigenhändig Lämmer und Ziegen nach den muslimischen Regeln zu schlachten. In Budapest habe er dafür keine geeigneten Räume gefunden.

Die Teilnehmer der Tour kaufen Baklava, das in Zuckersirup eingelegte Gebäck, und Ziegenkäse. Choman schätzt, dass auch dank der Tour mittlerweile die meisten seiner Kunden Budapester seien und nur einige von ihnen Muslime. Verändert habe sich die muslimische Gemeinde nach 2015 in Budapest kaum, sagt Choman. „Die meisten Flüchtlinge sind gleich weitergezogen, nach Deutschland oder Österreich oder wo sie Freunde und Verwandte haben.“ Sorgen oder Angst davor, dass die Stimmung gegen Muslime endgültig kippe, habe er nicht. Dafür nennt er einen einfachen Grund. Einer seiner Kunden, der regelmäßig halalgeschlachtete Lammkoteletts bei ihm kaufe, sei nämlich niemand geringeres als Viktor Órban. Und wer bei Choman einkaufe, könne ja nicht wirklich etwas gegen Muslime haben.

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