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Ermittler der Polizei sammeln Beweise an der Synagoge in Ulm.
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Ermittler der Polizei sammeln Beweise an der Synagoge in Ulm.

Antisemitismus

Brandanschlag auf Synagoge in Ulm – Kretschmann verurteilt „niederträchtigen Anschlag“

  • Sophia Lother
    vonSophia Lother
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Auf eine Synagoge in Ulm soll ein Brandanschlag verübt worden sein, berichtet die Polizei. Ein Rabbiner spricht von einem gezielten Anschlag.

+++ 14.02 Uhr: Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hat sich ebenfalls zu dem Brandanschlag geäußert: „Ich verurteile den niederträchtigen Anschlag auf die Synagoge Ulm in aller Entschiedenheit“, erklärt er in einer Pressemitteilung und fügt hinzu: „Er zeigt das heimtückische Gesicht des Antisemitismus, dem wir klar und deutlich entgegentreten“. Nach den Anschlägen von Halle habe man im Land die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, betont er.

Auch Innenminister Thomas Strobl meldete sich zu Wort und unterstrich: „Brandsätze gegen Synagogen zu werfen ist widerwärtig. Wer versucht eine Synagoge anzuzünden, den wird die volle Härte des Rechtsstaates treffen.“ In Ulm seien die Schutzmaßnahmen hochgefahren worden, erklärt das Staatsministerium. Des Weiteren würde die Gefährdungsbewertung für jüdische Einrichtungen in Baden-Württemberg geprüft, damit je nach Lage erforderliche Schutzmaßnahmen getroffen werden könnten.

Ulm: Brandanschlag auf Synagoge – Rabbiner spricht von geplanter Tat

Update von Samstag, 05.06.2021, 13.01 Uhr: Nachdem die Polizei über einen Brandanschlag auf die Synagoge in Ulm berichtet hatte, sind die Ermittlungen nun in vollem Gang. Die Polizei sucht mithilfe einer Beschreibung eines Zeugen nach dem mutmaßlichen Täter. Gegenüber der Augsburger Allgemeinen geht der Ulmer Rabbiner Shneur Trebnik von einem gezielten Anschlag und einer geplanten Tat aus. Gegen 8 Uhr soll sich der Vorfall ereignet haben. Trebnik verschaffte sich vor Ort selbst ein Bild der Situation, will sich aber aufgrund des heutigen jüdischen Schabbat-Ruhetags nicht weiter äußern. Trotz des Vorfalls solle der heutige Gottesdienst auch weiterhin stattfinden.

Der Antisemitismusbeauftragte von Baden-Württemberg, Michael Blume, hat den Brandanschlag gegen die Synagoge in Ulm verurteilt und steht bereits mit der Polizei und der jüdischen Gemeinde in Verbindung, heißt es in einem Tweet. Er werde aus Solidarität am Schabbat-Gottesdienst in der Synagoge zu Gast sein, erklärt er weiter. Außerdem wird auf dem Twitter-Account des Antisemitismusbeauftragten vermeldet: „Nach unseren Informationen planen Bürger:innen, Kirchen & demokratische Parteien sich um 18:45 - 19:15 Uhr in #Solidarität gg. #Antisemitismus vor der Synagoge #Ulm zu versammeln.“

Brandanschlag auf Synagoge in Ulm – Hintergründe noch unklar

Erstmeldung von Samstag, 05.06.2021: Ulm - Ein Unbekannter soll einen Brandanschlag auf die Synagoge in Ulm verübt haben. Ein Zeuge hatte am Samstagmorgen (05.06.2021) einen Mann beobachtet, der aus einer Flasche eine Flüssigkeit an der Fassade der Synagoge ausleerte und anzündete, wie die Polizei mitteilte.

Da der Zeuge sofort die Feuerwehr verständigte, wurde das Feuer schnell gelöscht und es entstand laut Polizei nur geringer Schaden an der Fassade und einer Glasscheibe. An einer Seite des Gebäudes der jüdischen Gemeinde war ein dunkler Rußfleck zu sehen. Zu den Ermittlungen wegen versuchter Brandstiftung wurde der Staatsschutz hinzugezogen. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, hieß es von der Polizei. Die Höhe des Schadens und der Hintergrund der Tat waren zunächst noch unklar. (slo mit dpa) Die FR berichtet weiter

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