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Die Kandidatin Lena Meyer-Landrut gewinnt das Finale der Castingshow für den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest in Köln.
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Die Kandidatin Lena Meyer-Landrut gewinnt das Finale der Castingshow für den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest in Köln.

Lena Meyer-Landrut

Ulknudel für Oslo

Das wird noch lustig: Mit Lena Meyer-Landrut vertritt eine Sängerin Deutschland beim europäischen Song Contest in Oslo, die nur mäßig singen kann, aber die Lacher auf ihrer Seite hat. Von Thomas Wolff

Von Thomas Wolff

Das wird noch lustig: Mit Lena Meyer-Landrut vertritt eine Sängerin Deutschland beim europäischen Song Contest in Oslo, die nur mäßig singen kann, aber die Lacher auf ihrer Seite hat. "Spaß und Zufriedenheit sind das Allerwichtigste", hatte sie zuvor im Interview erklärt; Hauptsache, sie könne ihre eigene Lebensfreude an andere weitergeben.

Das kann sie nun vor einem Publikum von geschätzten 120 Millionen Fernsehzuschauern: Mit dem Titel "Satellite" wird die 18-Jährige Abiturientin aus Hannover am 29. Mai gegen Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa antreten - fraglich, ob der Charme des leicht verrückten Kükens ausreichen wird, dort zu bestehen. Als Favoritin war die dunkelhaarige Sängerin mit der Kieksstimme ins Rennen gegangen. Immer wieder hatte sie die Jury während des Wettbewerbs mit ihrer Musikauswahl überrascht: Auf eher spröde Singer-Songwriter-Nummern von Adele und Jason Mraz folgte die Pop-Swing-Nummer "Love Cats" von The Cure, zu der sie etwas ulkig auf der Bühne herumwackelte, bei anspruchsvolleren Passagen in Sprechgesang verfiel. Egal: Lena Meyer-Landrut galt bereits ab der allerersten Runde als sehr spezielle Marke. "Du bist ein Chamäleon, eine Gazelle, eine Nachtigall, ein Wolpertinger", hatte Stefan Raab während des Wettbewerbs gestaunt. "Die verrückte Nudel in der Gang" sah Juror König Boris in ihr. Und Marius Müller-Westernhagen sagte voraus: "Die Menschen werden dich lieben."

Während der zweistündigen Show in der ARD bestätigte Lena Meyer-Landrut gestern Abend ihr Image: Jodelnd, trällernd, gurrend tänzelte sie sich durch "Satellite", eine recht harm- und belanglose Popnummer zum entspannten Mitwippen, lächelte dabei über alle schiefen Töne hinweg. Raab lobte vor allem die theatralen Qualitäten ihres Vortrags und abermals ihre Spielfreude - "die springt bei dir einfach über." Jurorin Stefanie Kloß, Sängerin von Silbermond, würde sich "gern ein Stück von dieser Leichtigkeit abschneiden". Da half es der ausgeschiedenen Hessin Jennifer Braun auch nichts, dass sich noch am Tag des Finales Ralph Siegel, die graue Eminenz des Wettbewerbs, zu Wort gemeldet hatte. "Jennifer hat die bessere Stimme", hatte er erklärt; "sie hat schon viel Bühnenerfahrung und macht das sehr professionell."

In der Tat lieferte die 18-jährige, die unter anderem im FR-Wettbewerb "Hessen rockt" aufgefallen war, wieder eine beeindruckende Gesangsleistung ab, zog alle Register ihrer mal druckvollen, mal einfühlsamen Soulstimme. "Am Ende des Tages", hatte Raab vorher gesagt, "ist es eine Frage des Geschmacks" - nur noch in Nuancen unterscheide sich die Qualität. Jennifer Braun besaß nicht die, auf die es ankam.

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