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Ulkige Übung

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Von: Andreas Sieler

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Der Löwe verbreitete nicht allzu viel Schrecken.
Der Löwe verbreitete nicht allzu viel Schrecken. © Tennoji Zoo/dpa

Ein japanischer Zoo bietet seinen Gästen eine kleine Horror-Show.

Ein echtes Horrorszenario: Ein Erdbeben erschüttert einen vollen Zoo, woraufhin ein mächtiger Löwe aus dem Gehege ausbüxt. Der gediegene Zoobesuch wird für die Gäste im Handumdrehen zum Albtraum. Wie sich ein solches Szenario in den Griff bekommen lässt, haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tennoji Zoos im japanischen Osaka nun in einer Katastrophenübung geprobt, vor den neugierigen Augen der Zoobesucher:innen und dem Vernehmen nach mit schauspielerisch oscarreifen Darbietungen: So begab sich ein Zoo-Mitarbeiter in einen ulkigen Strampelanzug mit Löwenkopf, spielte das wildgewordene Raubtier und machte sich über einen Tierpfleger her. Mit Helmen, Schilden, Stangen und Netzen bewaffnet eilten dessen Kolleg:innen samt Feuerwehr herbei um die Großkatze zu bändigen. „Für die Besucher mag dies amüsant ausgesehen haben, aber für uns war das eine ernste Übung“, sagte ein Zoosprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Letztlich gelang es dem Team, den dem Bericht zufolge nicht arg bedrohlich wirkenden Löwen in die Enge zu treiben, ein Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr simulierte den Schuss – das Tierchen ging theatralisch in die Knie und streckte alsbald alle Viere von sich. Zuletzt wurde der Kollege im Strampler im Netz abtransportiert – Ende der Vorstellung, alle gerettet! Auch wenn der Ernstfall wohl kaum so amüsant über die Bühne gehen dürfte. Andreas Sieler

Mehr Informationen finden Sie unter www.fr-online.de

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