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Experte warnt: Atomkrieg mit Russland rückt „viel näher“

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Von: Moritz Serif

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John Bolton
Ehemaliger Sicherheitsberater des früheren US-Präsidenten Donald Trump: John Bolton. (Archivfoto) © Patrick Semansky/AP/dpa/picture alliance

John Bolton, Ex-Sicherheitsberater USA unter Donald Trump, glaubt, dass ein Nuklearkrieg mit Russland näher gerückt sei als je zuvor. 

Washington D.C. – John Bolton, Ex-Sicherheitsberater der USA, sagte bei WABC Radio, dass ein Atomkrieg mit Russland „viel näher“ als je zuvor gerückt sei. Bolton habe immer geglaubt, dass Wladimir Putin keine Nuklearwaffen einsetzen werde, außer die Ukrainer überqueren die russische Grenze.

„Putin könnte die Atomwaffe einsetzen, um seine Position zuhause zu stärken“, so Bolton. Russlands Präsident sei in viel größeren Schwierigkeiten als zu Beginn des Ukraine-Krieges. „Wir müssen uns überlegen, wie wir das ausnutzen könnten“, ergänzte der Ex-Sicherheitsberater.

Ukraine-Krieg: Putin und Russland werden Krieg nicht aufgeben

Er glaube jedoch nicht, dass Russland den Krieg aufgebe. „Das wäre ein Signal der Schwäche mit politischen Auswirkungen“, sagte Bolton. „Gerade, wenn man denkt, dass das russische Militär nicht schlechter abschneiden kann, überraschen Sie uns und schneiden schlechter als je zuvor ab“, so der Ex-Sicherheitsberater. Dass sich die Lage beruhigt, ist indes nicht absehbar. Höchstens beim Gaskrieg könnte Putin eine Niederlage nach aktuellem Stand drohen.

UN-Generalsekretär António Guterres sieht nach einem Gespräch mit Russlands Präsident Putin momentan keine Hoffnung auf baldige Friedensverhandlungen zwischen Moskau und Kiew. „Es wäre naiv zu glauben, dass wir der Möglichkeit eines Friedensabkommens nahe sind“, sagte Guterres in New York. Zwar seien die Vereinten Nationen bereit, in jeglicher Hinsicht an einer diplomatischen Lösung zu arbeiten, die Chancen dafür seien gegenwärtig aber „minimal“.

Scholz telefonierte im Ukraine-Krieg mit Russlands Putin

Einen Tag vorher hatte auch Kanzler Scholz nach längerer Pause wieder mit dem Kremlchef telefoniert. Er erkenne aber keine Änderung in dessen Haltung zum Krieg gegen die Ukraine, sagte Scholz am Mittwoch. „Leider kann ich Ihnen nicht sagen, dass dort jetzt die Einsicht gewachsen ist, dass das ein Fehler war, diesen Krieg zu beginnen.“

Es sei trotzdem richtig, miteinander zu sprechen und Putin die eigene Sicht der Dinge darzulegen. Scholz sagte, er sei überzeugt, dass Russland sich aus der Ukraine zurückziehen müsse. Dazu hatte Scholz den russischen Präsidenten auch aufgefordert. Putin lehnte das jedoch kategorisch ab. (mse/dpa)

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