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Kampf um Kiew: Russlands Armee nähert sich – Klitschko spricht von „Festung“

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Von: Tobias Utz

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Ukraine-Krieg
Die Feuerwehr löscht den Brand in einem bombardierten Gebäude in Kiew. (Archivfoto) © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Der Kampf um Kiew könnte den Krieg entscheiden: Beide Seiten bereiten sich in der Ukraine vor. Russlands Streitkräfte kommen der Hauptstadt näher.

+++ 17.00 Uhr: Laut Angaben des Bürgermeisters der ukrainischen Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko, ist rund die Hälfte der Bevölkerung bereits geflohen. Kiew sei dennoch „eine Festung“, betonte Klitschko. Laut jüngsten Schätzungen befinden sich derzeit noch circa zwei Millionen Menschen in Kiew. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent.

Derweil kommt Russlands Militär der Hauptstadt immer näher (s. Erstmeldung).

+++ 10.00 Uhr: Das ukrainische Innenministerium koordiniert die Waffenausgabe an die Bevölkerung. In zahlreichen Städten des Landes stoßen die Verteilaktionen auf reges Interesse, insbesondere in der Hauptstadt Kiew. Einem neuen Gesetz zufolge sollen ausgegebene Waffen und Munitionsvorräte spätestens zehn Tage nach dem Ende des derzeit geltenden Kriegsrechts wieder abgegeben werden. 

Update vom Donnerstag, 10.03.2022, 08.00 Uhr: Russlands Armee hat in der Nacht auf Donnerstag die „offensive Operation“ zur Einkesselung der Hauptstadt Kiew fortgesetzt. Das berichtet der ukrainische Generalstab im Lagebericht am Morgen. Mittlerweile befinden sich die russischen Streitkräfte kurz vor der Hauptstadt. Am Mittwochabend erreichten sie beispielsweise die Stadt Browary, welche sich rund 20 Kilometer entfernt befindet. Das geht aus Angaben von Reporterinnen und Reportern der Nachrichtenagentur AFP hervor. Entgegen zahlreicher Berichte, dass ein Militärkonvoi Russlands auf dem Weg nach Kiew in den vergangenen Tagen lahmte, hat sich die Situation damit deutlich verschärft. Die ukrainischen Streitkräfte bereiten sich derweil weiter in Kiew auf schwere Gefechte vor. Präsident Wolodymyr Selenskyj* betonte am Mittwoch abermals in einer Videobotschaft, dass er in der Hauptstadt bleiben und Widerstand leisten werde.

Ukraine-Krieg
Ein Panzer der ukrainischen Armee am Dienstag, 8. März, nahe Kiew. © Aris Messinis/AFP

Erstmeldung vom Mittwoch, 09.03.2022, 15.30 Uhr: Kiew – Die ukrainische Hauptstadt Kiew* gilt seit Beginn des Ukraine-Konflikts* Ende Februar als strategisch wichtigster Knotenpunkt. Russland* verstärkt die Truppenpräsenz stetig, ein nahender Militärkonvoi macht – nach zwischenzeitlichen Problemen – offenbar Fortschritte. Die ukrainische Armee versammelt sich derweil, um Kiew zu verteidigen.

Beide Kriegsparteien setzen dabei neben heimischen auf ausländische Streitkräfte. Außenminister Dmytro Kuleba erklärte zuletzt, dass rund 20.000 ausländische Freiwillige eingereist seien, um sich den ukrainischen Streitkräften anzuschließen. Russland rekrutiert hingegen Soldaten aus Syrien. Davor warnte jüngst das US-Verteidigungsministerium. Teil davon sind offenbar Söldner der „Gruppe Wagner“. Das berichteten unter anderem die Washington Post und die New York Times.

Ukraine-Krieg: „Gruppe Wagner“ kollaboriert mit tschetschenischen Söldnern

Dabei handelt es sich um eine private Gruppierung, benannt nach dem Kodenamen ihres Kommandeurs Dmitri Utkins. Der ehemalige Soldat Utkin war bis zum Jahr 2013 für den russischen Nachrichtendienst tätig. Anschließend gründete er privatorganisierte Sicherheitsunternehmen, welche unter anderem für Syriens Diktator al-Assad kämpften.* Zuletzt war auch aus Burkina Faso, wo es einen Militärputsch gab, zu vernehmen, dass die neuen Machthaber Kontakt zur russischen Söldergruppe pflegen.*

Die „Gruppe Wagner“ soll laut Informationen des Verteidigungsministeriums der Ukraine* am Mittwoch (09.03.2022) nahe Kiew ankommen. Ein Sturm auf die Hauptstadt werde vorbereitet, heißt es im Dokument, das dem Nachrichtenportal Focus Online vorliegt. Demnach ist eine Allianz mit einer tschetschenischen Eliteeinheit, welche jüngst Attentate auf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj ausübte, geplant.

(tu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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