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Für die Ukraine: Pink Floyd nimmt nach fast 30 Jahren neuen Song auf

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Von: Sophia Lother

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Der Ukraine-Krieg veranlasst die Rocklegenden der Band Pink Floyd zu einem ungewöhnlichen Comeback.

Kiew – Nach fast 30 Jahren ist es nun so weit: Die legendäre Rockband Pink Floyd nimmt noch einmal einen Song auf. Dazu inspiriert hat sie nicht etwa ein Jubiläum, sondern der Ukraine-Konflikt*.

Gemeinsam nahm die Band einen Solidaritätssong auf. In dem am Freitag (08.04.2022) erschienenen Titel „Hey Hey Rise Up“ hat jedoch nicht nur die Band selbst mitgearbeitet.

Pink Floyd: Neuer Song „Hey Hey Rise Up!“ als Solidaritätsbekundung mit der Ukraine

Denn auch der Gesang des ukrainischen Sängers Andrij Chlywnjuk der Band Boombox ist mit eingeflossen. Der 42-Jährige hatte das Lied der „Roten Schneeballbeere“ bereits am vierten Kriegstag vor der Kiewer Sophienkathedrale mit dem Sturmgewehr in der Hand geschmettert. Ein Video der Einlage ging schnell viral. Das Lied stammt aus der Zeit des Ersten Weltkrieg, als Freiwillige aus der Ukraine* auf der Seite Österreich-Ungarns gegen Russland kämpften.

Dieses undatierte von Pink Floyd herausgegebene Foto zeigt das Titelbild des Stücks «Hey Hey Rise Up», das zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine veröffentlicht wurde.
Dieses undatierte von Pink Floyd herausgegebene Foto zeigt das Titelbild des Stücks „Hey Hey Rise Up“, das zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine veröffentlicht wurde. © picture alliance/dpa/PA Media | Pink Floyd

Aktuell befindet sich der Künstler in einem Krankenhaus in Kiew*, nachdem er von einem Granatsplitter verletzt wurde. Dieser Vorfall veranlasste nicht nur Pink Floyd zu ihrem Song, sondern sorgte auch für die Veröffentlichung eines weiteren Covers im Ukraine-Krieg.*

Der dreijährige Leon musste mit seiner Familie aus Kiew fliehen. Sein Vater filmte ihn dabei, wie er den Song des Künstlers Chlywnjuk nachamte. Als er dann von der Verletzung des Sängers erfuhr, veröffentlichte der das Video seines Sohnes, um ihn mit der Aufnahme zu unterstützen. Das veröffentlichte Video wurde ein Hit. Mittlerweile wird es auch im Einheitsfernsehen verwendet, und das ganze Land kann nun Zeilen lauschen wie „Und wir muntern unsere glorreiche Ukraine - hej, hej - auf!“. (slo/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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