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Anfeindungen in Deutschland steigen – Faeser mit dringendem Appell im Ukraine-Krieg

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Von: Fee Halberstadt

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Behörden zeichnen seit Beginn des Ukraine-Kriegs anti-russischen Anfeindungen auf. Die Polizei hat die Fälle sehr genau im Blick, erklärt Innenministerin Nancy Faeser. (Symbolfoto)
Behörden zeichnen seit Beginn des Ukraine-Kriegs anti-russischen Anfeindungen auf. Die Polizei hat die Fälle sehr genau im Blick, erklärt Innenministerin Nancy Faeser. (Symbolfoto) © Philipp von Ditfurth/dpa

Deutsche Behörden zeichnen seit Kriegsbeginn anti-russische und anti-ukrainische Straftaten auf. Nun nennt Nancy Faeser erste Details.

Osnabrück – Seit dem Beginn des Krieges zwischen der Ukraine und Russland sehen sich auch in Deutschland immer mehr Menschen aus beiden Staaten Anfeindungen ausgesetzt. Zwischen Ende Februar und Anfang April verzeichneten die Behörden 308 anti-russische Straftaten, wie Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (04.04.2022) erklärte.

„Wir erinnern immer daran: Das ist Putins verbrecherischer Angriffskrieg. Es ist nicht der Krieg der Menschen mit russischen Wurzeln, die hier bei uns in Deutschland wohnen.“ Auch Ukrainerinnen und Ukrainer werden immer häufiger angegriffen: 109 anti-ukrainische Straftaten wurden registriert, davon 13 Gewalttaten. Sie warnt die Bevölkerung vor Folgen des Ukraine-Kriegs: „Dieser Konflikt darf nicht in unsere Gesellschaft hineingetragen werden.“

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Die Bandbreite der Taten reiche von Sachbeschädigungen über Beleidigungen und Bedrohungen bis hin zu Körperverletzungen. Vergleichszahlen gibt es nicht. Vor dem Ukraine-Konflikt wurden diese Straftaten nicht erfasst, das begann erst danach. Faeser betonte, dass die Polizei die Fälle sehr genau im Blick habe und jeden Menschen in Deutschland gleichermaßen schütze.

Gleichzeitig ruft Faeser die Menschen in Deutschland dazu auf, nicht wegen der Ukraine-Krise etwa Mehl in großen Mengen zu kaufen. In Supermärkten sind während des Ukraine-Kriegs einige Lebensmittel wieder heiß begehrt. „Für diese sogenannten Hamsterkäufe gibt es überhaupt keinen Grund“, sagt sie. „Erst durch Hamsterkäufe kommt es zu Versorgungsengpässen, die vorher nicht da waren.“ (fh mit AFP/epd)

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