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Ukraine-Krieg: Elon Musk soll russische Teslas abschalten

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Von: Sandra Kathe

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Der Chef von Tesla und SpaceX Elon Musk zählt auch im Ukraine-Krieg als einer einflussreichsten Männer der Welt – und sendet gemischte Signale.
Der Chef von Tesla und SpaceX Elon Musk zählt auch im Ukraine-Krieg als einer einflussreichsten Männer der Welt – und sendet gemischte Signale. (Archivfoto) © Jim Watson/AFP

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine haben zahlreiche Twitter-Nutzer Konsequenzen gefordert. Musk unterstützt die Ukraine zunächst auf anderen Wegen.

San Francisco – Mehr und mehr Unternehmen aus Europa und den USA* reagieren auf den russischen Angriff auf die Ukraine und stellen Dienstleistungen und Exporte in Russland* ein. Im Falle des Elektroauto-Herstellers Tesla fordern derzeit einige Twitter-Nutzer, sogar noch einen Schritt weiter zu gehen.

Etliche von ihnen riefen in den letzten Tagen Tesla-Chef Elon Musk* auf dem Kurznachrichtendienst dazu auf, alle Teslas in Russland als Reaktion auf den Kriegsbeginn zu deaktivieren. Das berichtete etwa die britische Zeitung The Independent. Ein User der Plattform forderte etwa: „Bitte alle Teslas in Russland abschalten und deaktivieren. Es ist widerlich was Russland gerade macht und Putin muss gestoppt werden“. Ein anderer schlug vor, die Maßnahme gleich auf ein weiteres Nachbarland mit auszuweiten: „...vielleicht ist es Zeit alle Teslas in Russland und Belarus abzuschalten“.

SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk hilft der Ukraine – aber nicht bedingungslos

Eine Reaktion von Tesla oder Elon Musk gab es dazu bislang weder auf Twitter noch in Stellungnahmen gegenüber anderen Medien. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Forderung in die Tat umsetzen ließe, ist jedoch gering.

So hat sich Musk zwar mehrfach als Unterstützer der Ukraine* zu Wort gemeldet und sowohl mit Tesla als auch seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX* Möglichkeiten gefunden, das Land in seiner Verteidigung gegen Russland zu unterstützen. Gleichzeitig machte Musk jedoch auch klar, dass die Parteilichkeit seiner Firmen Grenzen hat.

Elon Musk sagt Ukraine Unterstützung durch SpaceX-Satellitensystem zu

Zuletzt reagierte Musk etwa auf die Forderungen einiger Länder, das SpaceX-Satellitennetzwerk Starlink* für russische Medien abzustellen mit einer Absage. „Das werden wir nur tun, wenn wir mit Waffengewalt dazu gezwungen werden“, sagte der Unternehmer dazu auf Twitter und erklärte: „Es tut mir Leid, dass ich ein Absolutist für freie Meinungsäußerung bin“.

Unterstützung für die Ukraine leisten SpaceX und Tesla aktuell dennoch. So sorgen die Starlink-Satelliten Medienberichten zufolge derzeit in der Ukraine dafür, dass die Kommunikationsinfrastuktur trotz des Krieges und zerstörter Technik am Boden weiterhin möglich ist. In einigen Gebieten der Ukraine seien die Starlink-Satelliten derzeit die letzte Möglichkeit, Informationen zu empfangen.

Energiekrise durch Russland-Konflikt: Musk fordert Rückschritte in Sachen Klimaschutz

Auch Tesla unterstützt die Menschen in der Ukraine mit einer, wenn auch eher symbolischen Geste. Den Fahrerinnen und Fahrer der rund 30.000 zugelassenen E-Autos in der Ukraine gewährt das US-Unternehmen kostenlosen Zugriff auf die so genannten Supercharger Ladepunkte des Herstellers in den Grenzregionen in Polen, Ungarn und der Slovakei. In den letzten Wochen haben Berichten zufolge bereits über 1,5 Millionen Menschen das Land verlassen.

Unterdessen fordert Musk ebenfalls aufgrund des Ukraine-Konflikts* gerade lautstark eine Lösung für das Energieproblem, das ein durch die Sanktionen zu erwartender Bruch zwischen Russland und dem Westen nach sich zöge. In den USA setzt sich Musk aktuell für die Stärkung der Öl- und Gas-Produktion ein, was ihm vor allem bei Fans der Republikanischen Partei* Applaus einbringt. In Europa sei es an der Zeit, den Betrieb abgeschalteter Atomkraftwerke zu verlängern. (ska) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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