1. Startseite
  2. Panorama

Turin: Riesiger Kran stürzt auf Straße und tötet drei Menschen - „Wie ein Erdbeben“

Erstellt:

Von: Jonas Raab

Kommentare

In Turin ist ein Kran auf eine vielbefahrene Straße gestürzt. Drei Menschen starben.
In Turin ist ein Kran auf eine vielbefahrene Straße gestürzt. Drei Menschen starben. © ZUMA Wire/Imago

Im Zentrum der norditalienischen Stadt Turin ist ein Baukran umgestürzt und hat drei Bauarbeiter erschlagen. Es ist nicht das erste Kran-Unglück in dieser Woche.

Turin – Ein umgestürzter Baukran hat drei Menschen erschlagen. Das Unglück ereignete sich am Samstag (18. Dezember) im norditalienischen Turin. Bei den Toten handelt es sich um drei Bauarbeiter. Nur zwei Tage zuvor ereignete sich in Regensburg* ein ähnlicher Unfall.

Laut Nachrichtenagentur AFP, die sich auf italienische Meldungen beruft, waren die Bauarbeiter in Turin gerade dabei, den Kran aufzubauen, als dieser umstürzte. Zwei kamen demnach vor Ort ums Leben, der dritte auf dem Weg ins Krankenhaus. „Ich bin schockiert. Ich habe die Arbeiter mit dem Kran stürzen sehen. Es gab nichts, was ich tun konnte“, sagte der Inhaber eines Cafés unweit des Unglücksorts dem Südtiroler Nachrichtenportal stol.it.

Turin: Kran kracht auf Straße - drei Tote und mindestens zwei Verletzte

AFP berichtet von zwei verletzten Passanten. Den Berichten zufolge handelte es sich um einen Menschen auf der Straße und einen weiteren in einem Auto. Der Cafébetreiber eilte allerdings nach eigenen Angaben auch einer Frau zur Hilfe, die von einem Trümmerstück verletzt worden war.

Auf Fotos, die die Feuerwehr im Onlinedienst Twitter veröffentlichte, war zu sehen, dass der Kran zwischen zwei sechsstöckigen Gebäuden auf eine Straße gestürzt war. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa zitierte einen Arbeiter, wonach das Unglück noch weitaus mehr Opfer hätte verursachen können. „Gestern war eine Schlange vor der Postfiliale hier und ein paar Meter weiter ist eine Bushaltestelle“, sagte der Arbeiter. „Das hätte ein Blutbad werden können.“

Schock in Turin: Umgestürzter Kran tötet drei Menschen - Gründe noch unklar

Das Unglück ereignete sich laut stol.it unweit des bekannten Turiner Kongresszentrums Lingotto. Dort sollte der Kran wegen Arbeiten am Dach eines Gebäudes aufgestellt werden und stürzte aus bisher ungeklärten Gründen auf die stark befahrene Straße. Vermutet wird laut dem Bericht, dass die Basis des Krans eingebrochen sei. „Der Kran schwankte, als hätte es einen Windstoß gegeben, aber es kann nicht nur Wind gewesen sein, dann stürzte er“, zitiert das Nachrichtenportal einen Zeugen.

Der Schock in der Hauptstadt der Region Piemont im Norden Italiens* ist groß. Bewohner und Passanten berichten bei stol.it von einem lauten Dröhnen wie bei einem Erdbeben. Tatsächlich hat es am Samstag ein Erdbeben in Norditalien gegeben. Es sorgte im rund 150 Kilometer entfernten Mailand für Aufregung, richtete aber offenbar keine größeren Schäden an. Das Beben, dessen Stärke vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie auf 4,4 geschätzt wurde, war in der gesamten Lombardei zu spüren. In Mailand rannten laut AFP einige Menschen aufgeregt auf die Straße. Bei der Feuerwehr gingen nach deren Angaben aber keine Hilferufe wegen der Erschütterungen ein. Ein Zusammenhang mit dem Kran-Einsturz lässt sich aktuell nicht herstellen.

Unglück in Turin: Nur zwei Tage vorher verletzt ein umstürzender Kran in Regensburg zwei Menschen schwer

Erst am Donnerstag hatte sich in Bayern ein ganz ähnlicher Unfall ereignet*. Als in Neutraubling in der Nähe von Regensburg* ein tonnenschwerer Baukran abgebaut werden sollte, stürzte er auf das Dach eines sich im Bau befindlichen Hallenbads und verletzte zwei Bauarbeiter schwer. (jo/AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare