Stärke 6,6 bis 7

Tsunami nach Erdbeben im Mittelmeer: Zahl der Toten in Türkei und Griechenland steigt

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Ein Erdbeben hat die Türkei und Griechenland getroffen. Mindestens 14 Menschen sind getötet worden.

  • Ein Erdbeben der Stärk 6,6 bis 7 hat die Ägäis vor der türkischen und griechischen Küste erschüttert.
  • Städte in der Türkei und Griechenland wurden von Flutwellen getroffen.
  • Die Zahl der Toten liegt nach aktuellem Stand bei 14.

+++ 18.36 Uhr: Nach dem Erdbeben in der Ägäis ist die Zahl der Todesopfer erneut gestiegen. Der Katastrophenschutz der Türkei meldete zwölf Tote. In Griechenland sind auf der Insel Samos zwei Menschen ums Leben gekommen. Laut Angaben der türkischen Behörden wurden mindestens 419 Personen verletzt. In Griechenland werden laut Medienberichten acht Personen in einem Krankenhaus versorgt. Laut Auswärtigem Amt gibt es bislang keine Hinweise, dass unter den Toten und Verletzten Deutsche sein könnten.

Das Erdbeben hatte nach Angaben der nationalen türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Die zuständige US-Behörde USGS gab die Stärke mit 7 an. Das Zentrum des Bebens habe in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir, rund 16 Kilometer nördlich der griechischen Insel Samos gelegen, berichteten türkische und griechische Medien. Die Europäische Union und die Nato haben Hilfe für die betroffenen Regionen in der Türkei und Griechenland zugesagt.

Tsunami nach Erdbeben im Mittelmeer - Tote in Türkei und Griechenland

+++ 16.49 Uhr: Die Zahl der Todesopfer des Erdbebens in der Ägäis steigt weiter. So wurden aus der Türkei inzwischen sechs Tote gemeldet, 202 Menschen sind nach aktuellen Erkenntnissen verletzt worden. In Griechenland sind zwei Jugendliche ums Leben gekommen. Sie starben, als in der Kleinstadt Vathy in einer engen Gasse Hauswände einstürzten.

Bilder aus der Provinz Izmir in der Türkei zeigen ein eingestürztes Gebäude nach einem Erdbeben. Die Zahl der Toten und Verletzten steigt.

Flutwelle trifft Türkei und Griechenland nach Erdbeben

+++ 16.01 Uhr: Nach dem Erdbeben in der Ägäis steigt die Zahl der befürchteten Opfer weiter. Laut dem türkischen Fernsehsender TRT sollen rund 150 Menschen in der Türkei verletzt worden sein. Die Zahl der Toten liegt vorerst weiterhin bei vier. 70 Menschen sollen bereits aus Trümmern geborgen worden sein.

Auf der Insel Samos, die zu Griechenland gehört, hat es in der Stadt Vathy einen Tsunami gegeben, der die Uferpromenade überschwemmte und Autos fortspülte. Dort sollen mindestens acht Menschen in Krankenhäusern behandelt werden.

Erdbeben in Athen und Istanbul wahrnehmbar

Eine Flut hat auch die Stadt Seferihisar in der Türkei getroffen. Bilder in sozialen Netzwerken zeigen Wassermassen, die durch Gassen fluten. Nach Informationen des Deutschen Geofroschungszentrums (GFZ) lag die Höhe der Welle infolge des Erdbebens bei 1,5 Metern. Der türkische Sender TRT berichtet außerdem über mehrere Nachbeben mit einer Stärke von mehr als 4.

Das Beben soll bis in die türkische Metropole Istanbul in rund 390 Kilometern Entfernung ebenso zu spüren gewesen sein, wie in der griechischen Hauptstadt Athen. Athen liegt vom Epizentrum rund 270 Kilometer entfernt.

EU kündigt Hilfe nach Erdbeben für Griechenland und Türkei an

+++ 15.31 Uhr: Nach dem Erdbeben in der Ägäis, das unter anderem die Türkei und Griechenland betroffen hat, sind erste Zahlen zu Opfern bekannt geworden. Nach türkischen Medienberichten sollen mindestens vier Menschen gestorben und 120 verletzt worden sein.

Die EU hat den betroffenen Staaten in der Zwischenzeit Hilfe angeboten. EU-Ratspräsident Charles Michel schrieb auf Twitter: „Die EU hält sich bereit, Unterstützung zu leisten.“ Er sei in Gedanken bei allen Betroffenen des Bebens.

Update, 30.10.2020, 15:15 Uhr: Nach neuen Erkenntnissen dauerte das Erdbeben in der Türkei um die 30 Sekunden, ein sehr langer Zeitraum für ein derartiges Ereignis. Außerdem soll das Beben einen Tsunami ausgelöst haben, der die Kleinstadt Vathy auf der griechischen Insel Samos traf.

Auf Samos wurden nach offiziellen Angaben bislang vier Menschen von dem Erdbeben und dem Tsunami verletzt. Etliche Gebäude sollen eingestürzt sein. Im türkischen Territorium sollen mindestens sechs Gebäude eingestürzt sein. Das schrieb der türkische Innenminister Süleyman Syolu auf Twitter. Über verletzte oder getötete Menschen sei bislang aber nichts bekannt. In türkischen Medien wird aber bereits von mehreren verschütteten Menschen berichtet.

Erstmeldung: Izmir – Ein Erbeben der Stärke 6,6 hat am Freitag gegen 14.51 Uhr Ortszeit (12.51 Uhr deutscher Zeit) den Westen der Türkei erschüttert. Das Epizentrum befand sich nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu in der Ägäis vor der Stadt Seferihisar in der türkischen Provinz Izmir.

Auch in Griechenland und auf der Insel Samos soll es Erschütterungen gegeben haben. Auf der Insel sollen Gebäude eingestürzt sein. Bilder des türkischen Nachrichtensenders TRT zeigen ebenfalls eingestürzte Gebäude in der Türkei. Bisher gibt es noch keine genauen Angaben über weitere Schäden oder Verletzte.

Wir berichten fortlaufend über die Ereignisse nach dem schweren Erdbeben in der Türkei. Nähere Informationen in Kürze.

Rubriklistenbild: © Ismail Gokmen/dpa

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