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Das Konterfei des türkischen Präsidenten ziert eine Smartphone-Hülle. Erdogan will künftig auf den Messenger-Dienst WhatsApp verzichten.
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Das Konterfei des türkischen Präsidenten ziert eine Smartphone-Hülle. Erdogan will künftig auf den Messenger-Dienst WhatsApp verzichten.

Türkei

Nach kontroversem Datenschutz-Update: Erdogan verzichtet auf Whatsapp 

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird den Messenger-Dienst WhatsApp nicht mehr verwenden. Grund dafür ist ein umstrittenes Update.

  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kehrt dem Messenger-Dienst WhatsApp den Rücken.
  • Der Grund: eine umstrittene Änderung der Datenschutzrichtlinie.
  • Die Türkei will künftig auf einen landesinternen Messenger zurückgreifen.

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird künftig auf den Messenger WhatsApp verzichten, nachdem der Dienst seine Datenschutzrichtlinie geändert hat. Darüber berichtet das Nachrichtenportal Al Jazeera unter Berufung auf den Pressedienst der Türkei

Türkei: Recep Tayyip Erdogan kehrt WhatsApp den Rücken

Künftig soll der Präsident der Türkei statt WhatsApp die aus der Türkei stammende App „BiP“, die zum Mobilfunkanbieter Turkcell gehört, nutzen. Künftig sollen auch Journalisten ihre Informationen ausschließlich über diesen Anbieter beziehen können. Zahlreiche Türken schlossen sich Erdogan nach der Veröffentlichung des neuen WhatsApp-Updates an, viele twitterten den Hashtag #DeletingWhatsapp. 

Das WhatsApp-Update ist kontrovers und umstritten. Der Messenger-Dienst zwingt seine Nutzer dazu, die neuen Datenschutzrichtlinien zu akzeptieren. In dem Update heißt es: „WhatsApp aktualisiert seine Nutzungsbedingungen und seine Datenschutzrichtlinie. Wesentliche Updates sind unter anderem mehr Informationen zu Folgendem: WhatsApp Service und wie wir deine Daten verarbeiten“. Darüber hinaus heißt es: „Wie Unternehmen mit von Facebook gehosteten Services ihre WhatsApp Chats speichern und verwalten können.“ Wer dem Update nicht zustimmt, wird den Messenger-Dienst ab dem 08. Februar 2021 nicht mehr nutzen können. 

Neues WhatsApp-Update: Türkei setzt auf eigenen Nachrichtendienst

Das Update soll laut „Spiegel“ in erster Linie dazu dienen, dass WhatsApp und andere Facebook-Dienste Informationen miteinander austauschen können, um die Sicherheit und Integrität der Facebook-Produkte zu gewährleisten. Dazu heißt es: „Keine der Informationen, die WhatsApp auf dieser Grundlage weitergibt, dürfen für die eigenen Zwecke der Facebook-Unternehmen verwendet werden.“ Damit dürfen die Daten aus WhatsApp nicht zur Verbesserung des Anzeigesystems genutzt werden. 

Ali Taha Koc, Chef des türkischen „Presidental Digital Transformation Office“ unter Recep Tayyip Erdogan, kritisierte die neuen Datenschutzrichtlinien scharf. „Wir müssen unsere Daten mit lokaler und nationaler Software schützen und sie nach unseren Bedürfnissen entwickeln. Lassen Sie uns nicht vergessen, dass die Daten der Türkei in der Türkei dank lokaler und nationaler Lösungen bleiben werden“. (Marvin Ziegele)

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