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Hessen schickt Hilfe

Katastrophale Waldbrände in Griechenland und in der Türkei: Hilfe aus Hessen unterwegs

  • Nail Akkoyun
    VonNail Akkoyun
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In der Türkei und in Griechenland kämpft man mit aller Mühe gegen das Feuer. Während die Rettungskräfte überlastet sind, schickt Deutschland Hilfe – auch aus Hessen.

Athen/Antalya – In Griechenland und in der Türkei wütet weiterhin das Feuer. Nach einem Bericht des griechischen Staatssenders ERT sind nach ersten Schätzungen 60.000 Hektar bei den Feuern in Griechenland verbrannt worden, vor allem auf der Halbinsel Peloponnes und der Insel Euböa wüten die Brände unkontrolliert weiter. Einen einzigen kleinen Lichtblick bietet derzeit die griechische Hauptstadt: Im Norden von Athen konnten die Brände am Samstag (07.08.2021) teilweise eingedämmt werden, die Situation sei „etwas besser“, erklärte Nikos Peppas, Vize-Gouverneur der Region Attika dem Fernsehsender Skai.

„Die vergangene Nacht war wirklich die Hölle, ein Alptraum. Wir haben gewaltige Anstrengungen unternommen, damit das Feuer nicht auf bewohntes Gebiet übergreift“, sagte Peppas über das Feuer von Freitagnacht (06.08.2021). Auf der Insel Euböa brachte die Küstenwache Hunderte Menschen mit Booten in Sicherheit. Fanis Spanos, Gouverneur der Region Mittelgriechenland, appellierte indes auf Facebook: „Wir wollen endlich eine ernsthafte Anzahl von Löschflugzeugen, die wir seit dem ersten Tag fordern! Und mehr Löschzüge!“ Man benötige dringend Hilfe, sonst würde sich das Feuer „wirklich überall ausbreiten“.

Feuer in Griechenland und in der Türkei: Erdoğan bezichtigt Opposition des „Lügenterrors“

In der Türkei waren die Feuer Ende Juli in zahlreichen Provinzen ausgebrochen. Zehntausende Menschen mussten wie schon in Griechenland in Sicherheit gebracht werden, große Flächen an Wald und Feldern sowie Dörfer sind seitdem den Flammen zum Opfer gefallen. Doch auch wenn sich die Lage im Süden der Türkei inzwischen teilweise beruhigt hat, wächst die Wut auf die Regierung. Schon zu Beginn der Brände wurde immer wieder Kritik am türkischen Krisenmanagement laut.

LandTürkei
HauptstadtAnkara
Bevölkerungca. 82 Millionen (2019)

Dass die Brände in der Türkei zum Teil gelöscht werden konnten, ist auch den Einsatzkräften und den Bewohnern der betroffenen Regionen zu verdanken. Einem Bericht von rp-online.de zufolge, befänden sich diese seit über einer Woche im Dauereinsatz. Zunehmenden seien deshalb Freiwillige aus anderen Landesteilen auf den Weg in die türkischen Krisengebiete. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Afad unterstützen Tausende Türken freiwillig den Kampf gegen das Feuer.

In der Türkei und in Griechenland wird weiter gegen das Feuer gekämpft. Während die Rettungskräfte überlastet sind, schickt Deutschland Hilfe – auch aus Hessen.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan tat die Kritik der oppositionellen CHP in einem Fernsehinterview ab und bezichtigte die Sozialdemokraten des „Lügenterrors“. Viele der Bürgermeister in den betroffenen Regionen, die sich kritisch gegenüber der Regierung äußerten, werden von der CHP gestellt. Die Verantwortung für das schlechte Krisenmanagement liege daher nicht bei der Regierung, so Erdoğan.

Kampf gegen das Feuer: Lage beruhigt sich in der Türkei – Europa schickt Hilfe nach Griechenland

Während sich die Lage in der Türkei langsam stabilisiert, wächst derweil die internationale Hilfe zur Bekämpfung der katastrophalen Brände in Griechenland. Am Samstagmorgen erreichten 23 Löschfahrzeuge aus Rumänien die Stadt Athen – dort wurde die Verstärkung von völlig überlasteten Rettungskräften lautstark empfangen. Nach Angaben des griechischen Zivilschutzes gehören auch 16 israelische und 100 ukrainische Feuerwehrleute sowie 82 Rettungskräfte und zwei Löschflugzeuge aus Frankreich zu den Helfern. Auch die Schweiz schickte drei Löschhelikopter, Schweden steuerte zwei Löschflugzeuge bei.

LandGriechenland
HauptstadtAthen
Bevölkerungca. 10,72 Millionen (2019)

Am Samstagmittag sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der Deutschen Pressen-Agentur (dpa), Deutschland habe ebenfalls Hilfe angeboten, die Griechenland inzwischen angenommen habe. Zuvor hatten Oppositionsparteien im Bundestag kritisiert, dass Deutschland bislang keine Hilfe nach Griechenland geschickt hat.

Wie das Hessische Innenministerium in Wiesbaden mitteilte, werden am Montag (09.08.2021) insgesamt 164 Einsatzkräfte des Hessischen Katastrophenschutzes nach Athen und in die Region Attica entsandt. Auch zehn geländegängige Tanklöschfahrzeuge sollen aus Hessen geliefert werden. Zudem werden Katastrophenschützer aus Bonn sowie Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) in Griechenland erwartet. Die Kosten des Einsatzes trage der Bund, die Europäische Union hingegen die Transportkosten. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Trotz der schwierigen Lage und der Corona-Pandemie bleibt Griechenland ein beliebtes Urlaubsziel*. Dabei müssten Touristen einiges beachten. Auch bei einer Reise in die Türkei müssen Urlauber* auf gewisse Dinge Acht geben.

Rubriklistenbild: © Lefteris Partsalis/dpa

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