+
Ein US-Militärjet vom Typ F16, wie er bei Trier am Dienstag abgestürzt ist.

Rheinland-Pfalz

US-Kampfjet nahe Trier abgestürzt

Zu dem Absturz der F16-Maschine kam es auf einem Übungsflug in Rheinland-Pfalz. Der Pilot konnte sich retten.

Ein US-Kampfflugzeug ist am Dienstagnachmittag in Rheinland-Pfalz abgestürzt. „Ich kann den Absturz einer unserer F16-Maschinen bestätigen“, sagte eine Sprecherin vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel. Die Maschine sei von dem Stützpunkt gestartet und während eines Routine-Trainingsflugs abgestürzt. Der Pilot habe sich über den Schleudersitz gerettet und sei mit kleineren Verletzungen geborgen worden, hieß es in einer Mitteilung. Er kam in ein Krankenhaus.

Die Polizei Trier teilte mit, die Absturzstelle bei Zemmer im Kreis Trier-Saarburg sei weiträumig abgesperrt worden. Zu Schäden gebe es keine Hinweise. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Zemmer, Edgar Schmitt, ging der Jet über einem Waldstück zu Boden. Der Unfall wird untersucht.

Absturz in Trier ist zweiter Unfall binnen weniger Monate

Anwohner wurden aufgefordert, die Absturzstelle zu meiden. Fahrzeuge sollten den Bereich großräumig umfahren. Mehrere Kreisstraßen wurden für den Verkehr gesperrt.

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur US-Base gehören rund 4000 US-Soldaten.

Es ist der zweite Unfall mit Militärflugzeugen in Deutschland binnen weniger Monate. Bei einer Luftkampfübung waren im Juni an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter der Bundes-Luftwaffe in größerer Höhe kollidiert und abgestürzt. 

Soldatin starb bei Unglück

Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere - ein 27-Jähriger - starb. Eine Woche danach stürzte zudem ein Schulungshubschrauber der Bundeswehr vom Typ Eurocopter EC 135 nahe Hameln in Niedersachsen ab. Eine Soldatin starb, ein weiterer Soldat überlebte verletzt.

Zuletzt verlor ein Tornado der Luftwaffe bei einem Übungsflug zwei leere Zusatztanks in der Luft

dpa/tom

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion