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Eine Polizistin weist in Rom auf die neuen Regeln hin.

Rom

Touristen dürfen nicht mehr auf Spanischer Treppe in Rom sitzen

Für Besucher in der italienischen Hauptstadt gelten nun strengere Regeln. Verstöße können teuer werden.

Touristen dürfen nicht mehr auf der berühmten Spanischen Treppe in Rom sitzen und La Dolce Vita genießen. Polizisten vertrieben am Dienstag mit Trillerpfeifen Besucher, die sich auf den berühmten Marmorstufen im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt ausruhen wollten. Der Stadtrat hatte im Sommer einen Erlass verabschiedet, der es untersagt, sich auf Monumente zu setzen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Strafen von bis zu 400 Euro.

Verboten wurden auch weitere Verhaltensweisen, die den Stadtverantwortlichen ein Dorn im Auge sind – etwa das Baden in Brunnen und das Spazierengehen ohne T-Shirt oder Hemd. Auch das ratternde Rollkoffer-Ziehen treppab und treppauf ist verboten. Rom will damit die Auswirkungen des Massentourismus unter Kontrolle bringen.

Die im 18. Jahrhundert errichtete Spanische Treppe, die zur Kirche Trinita dei Monti führt, ist eine der berühmtesten Touristenattraktionen Roms. Entworfen und gebaut wurde sie von dem Architekten Franceso de Sanctis zwischen 1723 und 1726. 2016 wurden sie für 1,5 Millionen Euro renoviert. Die Freitreppe war nicht nur durch Luftverschmutzung, sondern auch durch Kaugummis, Kaffee- und Rotweinflecken in Mitleidenschaft gezogen worden.

Auch andere italienische Städten versuchen mit strengeren Regeln des Touristenansturms Herr zu werden. In Venedig beschloss der Stadtrat im Mai strikte Maßnahmen, um die Unesco-Welterbestadt besser zu schützen. Das bekamen kürzlich zwei deutsche Touristen zu spüren: Sie mussten 950 Euro Strafe zahlen, weil sie an der berühmten Rialtobrücke Kaffee kochten. (afp)

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