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Der entgleiste Personenzug steht neben einem Erdrutsch bei Vacarisses.

Spanien

Ein Toter bei Zugunglück bei Barcelona

Rund 130 Pendler sitzen in Katalonien zwischen Terrassa und Manresa in dem Zug, der aus den Schienen springt. Ein Reisender stirbt dabei, Dutzende werden verletzt.

Bei einem Zugunglück in der Nähe von Barcelona ist ein Passagier ums Leben gekommen. Weitere 49 Menschen seien leicht verletzt worden, als vier Waggons der Pendlerbahn am frühen Dienstagmorgen plötzlich aus den Gleisen sprangen, wie spanische Behörden berichteten. Die meisten Betroffenen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Das Unglück ereignete sich zwischen den katalanischen Städten Terrassa und Manresa. Starker Regen in den vergangenen Tagen hatte nach Angaben der Einsatzkräfte offenbar einen Erdrutsch ausgelöst. 

Laut Medienberichten hatte der Zugführer die auf den Schienen liegenden Felsbrocken gesehen und eine Notbremsung eingeleitet, den Unfall aber nicht mehr verhindern können. Der Zug habe „hart gebremst“, sagte die Passagierin Mari Carmen der Zeitung „La Vanguardia“. „Die Lichter gingen aus, und es gab ein großes Durcheinander. Wir haben Felsen auf den Schienen gesehen. Ich hatte Angst, aber die Rettungskräfte sind sehr schnell gekommen.“

Insgesamt waren rund 130 Menschen in dem Nahverkehrszug unterwegs. Feuerwehr, Polizei und Ärzte waren im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen. Der Zugverkehr wurde unterbrochen. Regionalpräsident Quim Torra begab sich am Morgen zur Unglücksstelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen. 

Tote nach Erdrutschen ebenfalls in Portugal 

In Portugal kamen ebenfalls bei Erdrutschen sind mindestens zwei Menschen ums Leben. Arbeiter starben in einem Marmor-Steinbruch. Vier weitere Menschen wurden nach dem Unglück am Montagabend in der Region Borba im Südosten des Landes vermisst, wie der Zivilschutz mitteilte.

Nach Angaben der Rettungsdienste waren die vier vermissten Menschen in zwei Autos am Rande des Marmor-Steinbruchs auf einer Straße unterwegs, die plötzlich wegbrach. Die Autos stürzten 50 Meter in die Tiefe. Weil sich im Steinbruch ein Wasserbecken gebildet hatte, gestalteten sich die Rettungsarbeiten schwierig. Die rund 200 Kilometer östlich von Lissabon gelegene Region Borba ist seit der Antike bekannt für ihren Marmor. (dpa/afp)

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