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Brände in Russland
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Brände in der Region Volgograd.

Klimakatastrophe

„Tote Taiga“: Verheerende Brände wüten in Russland

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Die Brände in Russland weiten sich aus. Ein Umweltaktivist warnt nun davor, die Flammen zu unterschätzen.

Moskau – Die Lage in Russland spitzt sich zu. Die Waldbrände erreichen mittlerweile ein verheerendes Ausmaß. „Die Lage ist diesmal viel schlimmer als 2020 und im Jahr davor“, betont Grigori Kuksin, Aktivist der Organisation Greenpeace in Russland, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Brände ereignen sich insbesondere in der Teilrepublik Jakutien, die in Ost-Sibirien liegt.

Laut Kuksin wüten die Flammen in vielen Teilen Russlands seit Monaten ungehindert. Eine Fläche von 16,5 Millionen Hektar sei bereits erfasst worden. Davon sollen circa sechs Millionen Hektar Wald sein. Die russische Forstschutzbehörde spricht von rund vier Millionen Hektar Wald. „Sehen Sie, die tote Taiga. Alles ist verbrannt, kein einziger grüner Baum mehr kilometerweit“, erklärt eine Anwohnerin der russischen Zeitung Komsomolskaja Prawda.

Brände in Russland: „Ausmaß wird unterschätzt“

„Das Ausmaß der Brände wird in den Regionen oft unterschätzt“, erklärt Brandschutzexperte Kuksin. Zwar bemühen sich regionale Feuerwehrkräfte die Waldbrände zu bekämpfen, 9000 Helfende sollen im Einsatz sein – das gelingt jedoch nicht immer. Zuletzt wurden im Ort Bjass-Kjuel rund 40 Wohnhäuser von den Flammen zerstört. Viele Tiere, vor allem Vieh, verendete qualvoll.

Hunderte Dörfer und Städte in Russland sind zwar noch nicht unmittelbar von den Flammen betroffen. Doch vor Ort spüren die Menschen die Auswirkungen. Rauchschwaden ziehen über die Wohnhäuser. Die dpa berichtet, dass der Qualm bereits Tausende Kilometer ins Landesinnere Russland gezogen sei. Kuksin betont, dass der Rauch beispielsweise zu schweren Verläufen bei Corona-Erkrankungen führen könne. Russische Behörden warnen nun deshalb davor, das Haus zu verlassen.

Umweltaktivist Kuksin fordert eine Aufstockung der Mittel für den Waldschutz: „Ohne eine Aufstockung der Mittel für den Waldschutz wird es nicht möglich sein, Brände unter den neuen Klimabedingungen zu bekämpfen.“ Präsident Wladimir Putin hatte bislang lediglich eine personelle Aufstockung der Feuerwehr angeordnet und seinen Minister für Zivilschutz nach Ost-Sibirien entsandt. (tu)

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