Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Südsee

Vulkanausbruch in Tonga: Regierung spricht von „nie dagewesener Katastrophe“

Nach dem Ausbruch des Unterwasser-Vulkans vor Tonga werden Menschen von kleineren Inseln evakuiert. Die kOmmunikationswege sind nach wie vor gestört.

Update vom Mittwoch, 19.01.2022, 07.10 Uhr: Berichte aus dem laut Regierungsangaben von einer „noch nie dagewesenen Katastrophe“ getroffenen Tonga fließen derzeit nur spärlich. Die Kommunikation mit dem Rest der Welt erfolgt hauptsächlich über Satellitentelefone ausländischer Botschaften in der Hauptstadt Nuku‘alofa. Der lokale Netzbetreiber Digicel hatte berichtet, dass er mittlerweile zumindest vor Ort wieder ein 2G-Netz aufbauen konnte. Bis internationale Telefonanrufe wieder möglich sind, könnte es demnach noch lange dauern.

Unterdessen sind die Bemühungen um eine vorübergehende Breitband-Satellitenverbindung für Tonga offenbar ins Stocken geraten. Der Chef der Betreiberfirma Kacific, Christian Patouraux, erklärte, die Regierung sei noch nicht mit der Firma in Kontakt getreten, „um unseren Service zu besprechen“. Allerdings habe die vorherige Regierung von Tonga ihren Teil des Vertrags nicht erfüllt, weshalb er nun Gegenstand eines Schiedsverfahrens in Singapur sei. „Wir haben eine einfache Botschaft an die Regierung von Tonga“, sagte Patouraux dennoch. „Wir können helfen. Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung.“

Vulkanausbruch vor Tonga: Eine Insel völlig zerstört

Derweil hat die Regierung von Tonga Rettungsteams in die am schlimmsten betroffenen Gebiete geschickt, um die Bewohner zu evakuieren. „Der Evakuierungsprozess hat begonnen“, erklärte die Regierung. Demnach wurden Schiffe mit medizinischem Personal, dringend benötigten Vorräten und Zelten entsandt.

Die Regierung bestätigte UN-Angaben, wonach eine bis zu 15 Meter hohe Welle auf die Westküste mehrerer Inseln, darunter auch die Hauptinsel Tongatapu, traf. Ein Dorf auf der Insel Mango wurde vollständig zerstört, während in mehreren anderen Dörfern, die über den gesamten Archipel verstreut sind, nur wenige Häuser noch stehen. Viele Überlebende müssen in Behelfsunterkünften schlafen.

Vulkanausbruch in Tonga: Regierung äußert sich erstmals - „Alle Häuser zerstört“

+++ 12.25 Uhr:  Erstmals nach dem Vulkanausbruch nahe der Südsee-Inselgruppe Tonga hat sich erstmals die Regierung des Inselstaates geäußert. Wie die BBC berichtet, bestätigte sie in einer Erklärung drei Todesfälle: Zwei Einheimische und ein britischer Staatsangehöriger seien in Folge des Ausbruchs gestorben.

Kleinere, abgelegene Inseln seien besonders stark von dem Vulkanausbruch betroffen, heißt es weiter. So seien auf einer Insel alle Häuser zerstört worden, auf einer anderen Insel sollen nur noch zwei Gebäude übrig sein. Nach wie vor besteht die Sorge der Wasserverschmutzung; die Bevölkerung wurde aufgerufen, nur abgekochtes Wasser zu trinken.

Die Vulkanasche ist über die Hauptinsel Tonga verteilt. Auch die Landebahn ist betroffen.

Vulkanausbruch in Tonga: Erste Bilder zeigen Ausmaß der Katastrophe

+++ 10.15 Uhr: Nach dem Unterwasserausbruch eines Vulkans vor der Inselgruppe Tonga zeigen erste Bilder das Ausmaß der Katastrophe. Eine dicke Ascheschicht bedeckt die ganze Inselgruppe; Bäume, Häuser, Felder und der Hafen sind mit grauer Asche überzogen. Auch in der Hauptstadt Kolofo‘ou sind Bäumen und Häuser aufgrund der vulkanischen Asche vollständig bedeckt. Einige Gebäude scheinen eingestürzt zu sein.

Sorge bereitet den Helfer:innen nun die Wasserverschmutzung und die Ernährungssicherheit auf der Inselgruppe. Außerdem ist nach wie vor ist die Kommunikation stark eingeschränkt, allerdings seien bereits erste Todesfälle bestätigt worden, berichtet CNN.

Erste Satellitenbilder zeigen das Ausmaß der Zerstörung in Tonga nach dem Vulkanausbruch.

Der Direktor der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, Alexander Matheou, sagte CNN, dass es neben der Asche „großflächige Küstenschäden infolge der Tsunamiwelle“ gebe. Man mache sich jedoch „besonders Sorgen um die tief liegenden Inseln in der Nähe des Ausbruchs selbst“, fügte er hinzu. „Im Moment wissen wir sehr wenig.“ Bislang sind Hilfslieferungen schwierig, da der Ascheregen ein Landen auf dem Hauptstadt-Flughafen verhindert.

Vorher-Nacher-Aufnahmen zeigen das Ausmaß der Vulkan-Katastrophe auf Tonga.

Vulkanausbruch in Tonga: Insel sendet Notsignal - Ölunfall vor Peru

Update vom Dienstag, 18.01.2022, 06.20 Uhr: Drei Tage nach der gewaltigen Eruption des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha‘apai im Pazifik sind das Ausmaß der Schäden und die Zahl möglicher Opfer weiter unklar. Speziell zur Inselgruppe Ha‘apai gebe es bisher keinen Kontakt, teilte das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) mit. Sorge gebe es nach dem von dem Vulkan ausgelösten Tsunami vor allem um die tiefliegenden Inseln Mango und Fonoi. Von Mango sei ein Notsignal empfangen worden.

„Die Kommunikation ist weiter das größte Problem, da Internet und internationale Telefonleitungen immer noch außer Betrieb sind“, hieß es seitens der UN-Behörde. Satellitentelefone seien das einzige zuverlässige Instrument zur Kommunikation mit der Außenwelt, aber auch sie funktionierten nicht immer zuverlässig. „Insgesamt scheint es auch rund um die Hauptinsel Tongatapu erhebliche Schäden an der Infrastruktur zu geben.“ Viele Inseln sollen von einer Ascheschicht bedeckt sein.

Ein Satellitenbild zeigt aschebedeckte Häuser nach dem Vulkanausbruch in Tonga.

Neuseeland wollte noch am Dienstag zwei Schiffe mit Hilfsgütern nach Tonga schicken. Ein formelles Hilfeersuchen aus Tonga stehe noch aus. „Die durch den Ausbruch verursachten Kommunikationsprobleme machen diese Katastrophenhilfe zu einer besonderen Herausforderung“, teilte die neuseeländische Außenministerin Nanaia Mahuta mit.

Ölpest vor Peru

Derweil wird aus Peru berichtet, dass ungewöhnlich hohe Wellen, die auf den Vulkanausbruch zurückgeführt werden, vor Peru zu einer Ölunfall geführt haben. Der geschah, als ein Schiff am Sonntag Öl in die Raffinerie La Pampilla verlud.
 

Vulkanausbruch in Tonga: Erschütterung in Deutschland messbar

+++ 20.35 Uhr: Die Druckwelle des Vulkanausbruches vor dem südpazifischen Inselstaat Tonga ist auch von Messgeräten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) über Deutschland erfasst worden. Wie der DWD am Montag berichtete, konnte nach der Hauptexplosion am Samstag die Druckwelle zuerst im Norden auf Helgoland, später im Süden im Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg verzeichnet werden.

Nach dem Ausbruch des Vulkans ist zudem eine Britin ums Leben gekommen, wie ihre Familie berichtet. Ihr Mann habe die Leiche gefunden, sagte der Bruder der Vermissten dem Sender Sky News. Die 50-jährige Frau sei von einer Flutwelle erfasst worden, als sie ihre Hunde retten wollte. Demnach lebte das Paar bereits seit mehreren Jahren in dem Inselstaat.

Noch immer herrscht in Tonga Unklarheit über das Ausmaß der Schäden. Der Pazifikstaat war am Montag weiter nahezu komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Die Telefonverbindungen sind unterbrochen, ein unterseeisches Internetkabel wurde bei dem Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai beschädigt. Die Reparatur kann nach Angaben des Betreibers rund zwei Wochen dauern. In Australien und Neuseeland stehen weitere Transportflugzeuge für Hilfsflüge nach Tonga bereit. Australiens Entwicklungsminister Zed Seselja berichtete, ein kleines Kontingent in Tonga stationierter australischer Polizisten habe „ziemlich besorgniserregende“ Schilderungen geliefert.

Vulkanausbruch verwandelt Tonga in „Mondlandschaft“ - Höhepunkt des Ausbruchs könnte noch folgen

+++ 11.10 Uhr: Nach der gigantischen Eruption des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha‘apai in der Südsee sind weite Teile des Inselreichs Tonga weiter von der Außenwelt abgeschnitten. Ob es Tote oder Verletzte gab, ist ebenso unklar wie das Ausmaß der Schäden. Nach Angaben des neuseeländischen Hochkommissars in dem Archipel, Peter Lund, lag die Hauptstadt Nuku‘alofa unter einer Ascheschicht begraben und wirkte wie eine „Mondlandschaft“. Schwer betroffen sei die Westküste der Hauptinsel Tongatapu, wo sich viele Urlaubshotels befinden.

Aber es hätte noch viel schlimmer kommen können. Wenn der Vulkan seine zerstörerische Kraft an Land entfaltet hätte, dann wären die Auswirkungen geradezu „apokalyptisch“ gewesen, sagte der Vulkanologe Shane Cronin von der University of Auckland dem Sender Radio New Zealand. Dem Experten zufolge handelte es sich um den weltweit stärksten Ausbruch seit der Eruption des Pinatubo auf den Philippinen im Jahr 1991. Unklar sei, ob der jüngste Ausbruch den Höhepunkt der Aktivität darstelle - möglicherweise bleibe der Vulkan Wochen oder sogar Jahre unruhig. 

Ob der Untersee-Vulkan vor Tonga wieder ausbrechen wird, ist Forschenden zufolge unklar.

Vulkansubruch vor Tonga: Militärflugzeuge erkunden die Lage

+++ 07.33 Uhr: Zwei Tage nach dem gewaltigen Ausbruch eines unterseeischen Vulkans in der Nähe des Inselreichs Tonga im Pazifik haben Militärflugzeuge aus Neuseeland und Australien die Lage aus der Luft erkundet. Das Ausmaß der Schäden in dem Südseearchipel ist weiter unklar.

Die Kommunikationsverbindungen dorthin waren am Montag weiter stark beeinträchtigt - speziell auf einigen der abgelegeneren Inseln Tongas, zu denen seit der Eruption des Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai keinerlei Kontakt hergestellt werden konnte. Die Regierung dort sende Schiffe aus, um die Lage zu erkunden, meldete Radio New Zealand am Montag. Zu Tonga gehören etwa 170 Inseln, 36 davon sind unbewohnt.

Ob der Untersee-Vulkan vor Tonga wieder ausbrechen wird, ist Forschenden zufolge unklar.

Tonga: Erneuter Ausbruch des Unterwasservulkans nicht bestätigt

Update vom Montag, 17.01.2022, 06.20 Uhr: Die Informationen des Warnzentrums Darwin Volcanic Ash Advisory Centre über eine weitere „große Eruption“ des Unterwasser-Vulkans in Tonga wurden von Warnzentren nicht bestätigt, wie die afp berichtet. Zunächst hieß es, dass zwei Tage nach dem verheerenden Ausbruch eines Unterwasser-Vulkans in Tonga im Südpazifik eine Überwachungsstation in Australien eine weitere „große Eruption“ festgestellt habe. Der jüngste Ausbruch sei Sonntagabend um 22.10 Uhr GMT (23.10 Uhr MEZ) registriert worden, teilte das Warnzentrum Darwin Volcanic Ash Advisory Centre mit.

Auch das Pazifische Tsunami-Warnzentrum teilte mit, es habe große Wellen in dem Gebiet entdeckt: "Dies könnte von einer weiteren Explosion des Vulkans Tonga herrühren." Es seien "keine Erdbeben von signifikanter Größe bekannt, die diese Welle erzeugen könnten".

Nach dem schweren Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai am Samstag hatten hohe Wellen schwere Schäden in dem Pazifikstaat Tonga angerichtet. Wegen unterbrochener Kommunikationsleitungen ist das Ausmaß der Verwüstung in Tonga noch nicht ersichtlich. Der Internetausfall könnte laut dem Netzwerkbetreiber noch tagelang andauern.  

Massive Brandung nach dem Ausbruch eines Unterwasser-Vulkans in der Nähe des Inselreichs Tonga.

Tonga: Giftiger Rauch und Asche des Vulkans werden zur Gesundheitsgefahr

+++ 19.00 Uhr: Der Ausbruch eines Unterwasser-Vulkans in Tonga im Südpazifik hat in dem Inselstaat schwere Schäden angerichtet und Tsunami-Alarm in mehreren Weltregionen ausgelöst. Das gesamte Ausmaß der Verwüstungen in Tonga war am Sonntag wegen unterbrochener Kommunikationsleitungen noch nicht ersichtlich, Berichte über Verletzte und Todesopfer lagen zunächst nicht vor.

Im mehr als 10.000 Kilometer entfernten Peru ertranken jedoch zwei Frauen durch ungewöhnlich hohe Wellen. Das peruanische Zentrum für nationale Notfallmaßnahmen machte die Vulkanaktivität in Tonga dafür verantwortlich. Die Erschütterungen verursachte auch Flutwellen in Japan, den USA, Neuseeland und mehreren südamerikanischen Pazifik-Anrainern.

Nach Angaben der neuseeländischen Botschaft in Tonga beschädigte der Tsunami vor allem die Küste im Norden der Hauptstadt Nuku‘alofa. Boote und große Felsbrocken seien an Land gespült worden. Nuku‘alofa sei zudem mit einer „dicken Schicht aus Vulkanasche bedeckt, aber ansonsten ist die Lage ruhig und stabil“, sagte Neuseelands Regierungschefin Jacinda Adern.

Tonga: Giftiger Rauch und Asche des Vulkans werden zur Gesundheitsgefahr

+++ 16.05 Uhr: Wegen giftiger Asche und giftigen Rauchs des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai sind Familien und Kinder Gesundheitsgefahren ausgesetzt, wie das Kinderhilfswerk Save the Children mitteilt. Die Organisation stehe zu Hilfe für die Betroffenen des Ausbruchs und des dadurch ausgelösten Tsunami bereit, allerdings seien die Kommunikationsverbindungen zerstört, erklärte der Verantwortliche für Fidschi, Shairana Ali, in Suva. In Tonga unterstütze die Organisation Bildungsprojekte.

Der Unterwasser-Vulkan Hunga-Tonga-Hunga-Ha‘apai war am Samstag ausgebrochen. In Tonga und anderen Teilen des Pazifik wurden Tsunami-Warnungen ausgelöst. Nach Angaben von Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern wurde die Nordseite der Hauptstadt von Tonga, Nuku‘alofa, von einer 1,20 Meter hohen Flutwelle „erheblich getroffen“. Ardern kündigte umgerechnet rund 300.000 Euro Soforthilfe an. Australien entsendete am Sonntag Flugzeuge nach Tonga, um mit Luftaufnahmen das Ausmaß der Schäden festzustellen.

Auswirkungen des Vulkanausbruchs in Tonga waren auch Tausende Kilometer entfernt zu spüren. Neuseeland, Japan und Fidschi registrierten Tsunami-Wellen an ihren Küsten. Im US-Bundesstaat Kalifornien wurden Überschwemmungen auf den Ausbruch zurückgeführt. Tonga selbst besteht aus mehr als 170 Inseln, von denen aber nur etwas mehr als 30 von den rund 100.000 Einwohnern des Königreichs bewohnt sind. 

Tonga: Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai bricht aus

Update vom Sonntag, 16.01.2022, 07.40 Uhr: Der gewaltige Ausbruch eines unterseeischen Vulkans in der Nähe des Inselreichs Tonga hat im Pazifik-Gebiet Flutwellen ausgelöst. Tsunami-Wellen wurden nicht nur in Tonga, sondern auch in Neuseeland, Japan und Fidschi registriert. Auch Überschwemmungen in Santa Cruz im US-Staat Kalifornien wurden auf den Ausbruch zurückgeführt. Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern sagte am Sonntag, bislang gebe es keine offiziellen Berichte über Verletzte und Tote. Die USA und die Vereinten Nationen sagten Hilfe zu. 

Durch den Vulkanausbruch sei Tonga in vulkanischen Staub gehüllt, die Kommunikationsverbindungen mit dem Inselreich im Südpazifik seien eingeschränkt, da ein Unterseekabel in Mitleidenschaft gezogen sei. Lokale Medien in Tonga berichteten über einen Ascheregen, die Überflutung von Häusern und die Unterbrechung von Telefon- und Stromverbindungen.

Ardern sagte, die Behörden arbeiteten daran, die Kommunikation schnellstmöglich wiederherzustellen. Im Moment erhalte man „von den äußeren Inseln (...) leider nicht viele Informationen“. Die Wasserversorgung von Tonga habe Priorität. Die neuseeländischen Verteidigungskräfte würden am Montag versuchen, einen Überwachungsflug zu starten. In knapp 20 Kilometern Höhe sei Asche gesichtet worden, die das Fliegen derzeit unsicher mache. Auch ein Marineschiff sei in Bereitschaft versetzt worden, um bei Bedarf zu helfen.  

Vulkanausbruch in Tonga: Tsunami-Welle trifft Japan

+++ 20.38 Uhr: Der Vulkanausbruch im Inselstaat Tonga hat einen Tsunami in Japan ausgelöst. Eine 1,2 Meter hohe Flutwelle sei am späten Samstagabend (15.01.2022) auf der abgelegenen Insel Amami Oshima im Süden des Landes verzeichnet worden, teilte der japanische Wetterdienst mit. An mehreren Orten entlang der Pazifikküste Japans seien zudem kleinere Flutwellen registriert worden.

Der Wetterdienst gab eine Warnung vor bis zu drei Meter hohen Wellen heraus. Der Fernsehsender NHK rief die Bewohner der betroffenen Küstengebiete in einer Sondersendung dazu auf, sich in höher gelegenen Gegenden in Sicherheit zu bringen.

Vulkanausbruch in der Südsee: Menschen auf Tonga fliehen vor Tsunami

+++ 13.30 Uhr: Nach einem Vulkanausbruch und einem Tsunami sind im Inselstaat Tonga im Südpazifik zahlreiche Menschen in höher gelegene Gebiete geflohen. „Eine 1,2 Meter hohe Tsunami-Welle wurde in Nuku‘alofa beobachtet“, teilte der australische Wetterdienst am Samstag mit. Wie lokale Medien unter Berufung auf Anwohner berichteten, überschwemmte die Flutwelle zahlreiche Häuser in der Inselhauptstadt. 

Die Eruption am Samstag dauerte acht Minuten lang und war so stark, dass sie selbst auf den mehr als 800 Kilometer entfernten Fidschi-Inseln noch „wie ein weit entferntes Donnergrollen“ zu hören war, wie Behördenvertreter aus Fidschi mitteilten.
 

Untersee-Vulkan in der Südsee ausgebrochen - Tsunami vor Tonga

+++ Update, 11.03 Uhr: Lokale Medien berichten, Flutwellen hätten nach dem Ausbruch des Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai Grundstücke auf der Hauptinsel Tongatapu überschwemmt. Es habe Asche geregnet und Telefonverbindungen seien ausgefallen. Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar.

Medienberichten zufolge wurde Tongas König Tupou VI. aus dem Königspalast in der Hauptstadt Nuku'alofa in Sicherheit gebracht. Der australischen Wetterbehörde zufolge wurde in der Stadt eine 1,2 Meter hohe Welle beobachtet. Auch die Behörden weiterer Pazifik-Staaten gaben Tsunami-Warnungen heraus, darunter Fidschi, Samoa und Neuseeland. Menschen wurden aufgefordert, von Küstengebieten fernzubleiben.

Dieses Satellitenbild zeigt den Vulkanausbruch im Inselstaat Tonga.

Für Amerikanisch-Samoa hob der Nationale Wetterdienst der USA (NOAA) die Tsunami-Warnung wieder auf. Der Vulkan-Ausbruch führte demnach zu einem Tsunami. Anhand der vorliegenden Daten sei davon auszugehen, dass die Tsunami-Gefahr vorbei sei, es aber noch zu Schwankungen des Meeresspiegels kommen könne, hieß es weiter.

Untersee-Vulkan in der Südsee ausgebrochen - Tsunami-Warnung

Erstmeldung: Nuku'alofa - Wegen des Ausbruchs eines unterseeischen Vulkans in der Nähe des Inselreichs Tonga in der Südsee haben die Behörden eine Tsunami-Warnung verhängt. Der Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai habe am Freitag Asche, Dampf und Gas bis zu 20 Kilometer in die Luft geschleudert, teilte die Geologiebehörde von Tonga (TGS) mit. Die Menschen wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und draußen Masken zu tragen. Für Fidschi, Samoa und Neuseeland gab es keine Tsunami-Warnung.

Der Vulkan ist seit Dezember immer wieder aktiv. Jedoch war die jüngste Eruption laut TGS sieben Mal stärker als der letzte Ausbruch. Die Behörde warnte auch vor möglichem saurem Regen in der Region. Zunächst seien nur kleine Tsunami-Wellen von bis zu 30 Zentimetern registriert worden, so das örtliche Wetteramt. Der Vulkan liegt etwa 30 Kilometer südöstlich der zu Tonga gehörenden Insel Fonuafo'ou (auch als Falcon Island bekannt). (ktho/lrg/dpa/epd)

Rubriklistenbild: © HANDOUT/afp

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare