Clemens Tönnies hält sich im Vordergrund die Nase zu. Im Hintergrund sind geschlachtete Schweine aufgereiht.
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Clemens Tönnies hat Ärger wegen seiner Fleischerhöfe. Strengere Gesetze und Hygienemaßnahmen kommen. Im Internet tobt ein Shitstorm. (24hamburg.de-Montage)

Dreiste Masche?

Tönnies: 15 Tochterfirmen gegründet – so trickst der Schlachtriese Gesetz aus

Tönnies Holding gründet 15 Tochterfirmen. Verdacht kommt auf, Unternehmen wolle neues Werkvertrag-Gesetz umgehen. Twitter-User fordern Enteignung.

Hamburg/Rheda-Wiedenbrück - Ab Freitag, 1. Januar 2021, gilt ein neues Gesetz. Es verschärft den Mitarbeiterschutz in Schlachthöfen. Firmen mit mehr als 49 Angestellten dürfen keine Leiharbeiter mehr anstellen. Am Mittwoch, 29. Juli 2020, brachte das Kabinett den Vorschlag auf den Weg. Plötzlich lässt die Tönnies Holding insgesamt 15 Tochtergesellschaften beim Amtsgericht in Gütersloh eintragen*. Der Vorwurf wird laut, dass das Unternehmen damit das neue Gesetz umgehen möchte.

In Schleswig-Holstein betreibt die Tönnies Holding drei Schlachthöfe. Einer davon nur 65 Kilometer entfernt von Hamburg*. Während des Coronavirus*-Skandals in Gütersloh gab es deswegen auch im Norden Angst vor dem Lockdown*. In der Talkshow von Markus Lanz* kritisierte Anton Hofreiter, Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Grünen, die Fleischindustrie und die Tönnies Holding scharf*. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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