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Ein Polizeiauto wartet vor einem Gerichtsgebäude in Amsterdam am Tag des ersten Gerichtstermins gegen die mutmaßlichen Mörder von Peter de Vries.
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Ein Polizeiauto wartet vor einem Gerichtsgebäude in Amsterdam am Tag des ersten Gerichtstermins gegen die mutmaßlichen Mörder von Peter de Vries.

Mord an Peter de Vries

Nach tödlichem Attentat auf Investigativreporter: Verdächtige vor Gericht

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Die beiden Beschuldigten im Mordfall Peter de Vries sind am Montag (18.10.2021) erstmals vor Gericht erschienen. Die Hauptverhandlung soll im Frühjahr beginnen.

Amsterdam - Bei einer Anhörung zur Vorbereitung des Gerichtsprozesses zum Mord am niederländischen Investigativreporter Peter de Vries sind die beiden Verdächtigen am Montag (18.10.2021) erstmals vor einem Amsterdamer Gericht erschienen. Ein Tatverdächtiger schweigt, der andere beteuert seine Unschuld. Beginn der Verhandlung ist voraussichtlich im Frühjahr 2022 - bis dahin bleiben die Angeklagten laut Gerichtsentscheidung von Montag in Untersuchungshaft.

Den beiden zum Tatzeitpunkt 21 und 35 Jahre alten Verdächtigen wird vorgeworfen, den niederländischen Investigativreporter am 6. Juli dieses Jahres ermordet zu haben. Ermittlern zufolge soll einer der beiden Beschuldigten, der 21-Jährige Delano G., de Vries beim Verlassen eines Fernsehstudios auf offener Straße niedergeschossen haben. Der zweite Verdächtige, Kamil E., soll laut Berichten der Staatsanwaltschaft den Fluchtwagen gefahren haben.

Nach Mord an Investigativreporter Peter de Vries: Staatsanwaltschaft sieht viele Beweise

Während der 21-jährige mutmaßliche Schütze sich bei dem ersten Gerichtstermin nicht äußerte, beteuerte Kamil E. seine Unschuld: „Ich habe niemanden umgebracht, ich wusste nichts von dem Mord, ich habe keine Waffe gesehen“, sagte der gebürtige Pole E., der von einem Dolmetscher bei seiner Aussage begleitet wurde. Das Auto hätte er von zwei unbekannten Männern erhalten - dazu hätte man ihn instruiert, jemanden von einem Teil Amsterdams in einen anderen zu bringen.

Die Staatsanwaltschaft in Amsterdam berichtet von einer Vielzahl von Beweisen, die auf die Schuld der beiden hindeuteten, darunter Aufnahmen von Überwachungskameras, Zeugenaussagen, Telefonaufzeichnungen und DNA-Spuren. Beide Verdächtige seien am Tatabend beim Verlassen des Wagens gesehen worden. Wenig später hätten sie in einem Treppenhaus beim TV-Studio gewartet, bis de Vries vorbeiging, und ihn dann erschossen haben.

Vertrauensperson von Kronzeugen gegen Drogenboss: Warum wurde Peter de Vries ermordet?

Die Polizei hielt das Auto der Verdächtigen weniger als eine Stunde nach der Tat auf einer Autobahn in der Nähe von Den Haag an und nahm die beiden Männer fest. Vier Patronenhülsen, die am Tatort gefunden wurden, stammen mutmaßlich aus einer Waffe, die im Auto gefunden wurde. Auch DNA-Spuren von G. hätten die Ermittler an der Waffe entdeckt. Zusätzlich gebe es Beweise, dass E. de Vries vor der Tat ausspionierte, heißt es seitens der Staatsanwaltschaft.

De Vries hatte sich durch seine Rolle bei der Aufklärung hochkarätiger Kriminalfälle sowie als Sprecher von Opfern einen Namen gemacht. Der Reporter war zuletzt Vertrauensperson des wichtigsten Kronzeugen in einem Prozess gegen den mutmaßlichen Drogenboss Ridouan Taghi. Dieser gilt als meistgesuchter Verbrecher der Niederlande, seine Organisation wird von Staatsanwälten als „gut geölte Tötungsmaschine“ beschrieben. Nach früheren Angaben von de Vries stand er auf Taghis „Abschussliste“. (ska/AFP)

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