Anklage

Tödlicher Unfall bei mindestens Tempo 286

Tatvorwurf sei fahrlässige Tötung, teilte die Staatsanwaltschaft Essen mit.

Die Staatsanwaltschaft Essen hat einen 24 Jahre alten Autofahrer angeklagt, der mit einem Sportwagen bei mindestens Tempo 286 auf der Autobahn einen tödlichen Unfall verursacht haben soll. Dabei starb im März die 18-jährige Beifahrerin, der Fahrer wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock. Tatvorwurf sei fahrlässige Tötung, teilte die Staatsanwaltschaft Essen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Essener war in einem 570 PS starken Sportwagen unterwegs. Der Unfall geschah an einer Stelle in Essen, an der es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.

Der Wagen sei laut einem Sachverständigen-Gutachten zwischen 286 und 314 Kilometern pro Stunde schnell gewesen, als er über eine kleine Bodenwelle fuhr, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Jürgens. Dadurch könne es zu einer unbeabsichtigten Lenkbewegung gekommen sein. "Laut Gutachten hätte er noch Zeit gehabt, das Fahrzeug in die Mitte des Fahrstreifens zurückzubewegen." Dies habe er aber nicht geschafft. "Er war offenbar durch die hohe Geschwindigkeit überfordert."

Die angeschnallte Beifahrerin war bei dem Unfall am Abend des 20. März aus dem Auto geschleudert und tödlich verletzt worden. Es habe sich bei ihr um die Freundin des Mannes gehandelt, sagte Jürgens. Der Wagen sei ein Leasingfahrzeug gewesen, das auf den damals 23-Jährigen zugelassen war. Das Landgericht Essen prüft nun, ob es die Anklage zur Hauptverhandlung zulässt. Das Strafgesetzbuch sieht für fahrlässige Tötung bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe vor. (dpa)

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