Kathmandu

Tiger tötet Mann

Ein Tiger hat einen 71 Jahre alten Mann neben seinem Haus in Nepal getötet.

Das Tier habe den Mann in Hals und Brust gebissen, nachdem es dessen Schweine gefressen hatte, sagte ein Wildhüter des nahe gelegenen Bardia Nationalparks der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Der Tiger lebte demnach in einem nicht umzäunten Waldgebiet des Nationalparks. Es sei am Sonntag wohl in Richtung der Häuser gezogen, weil es zuvor sein Revier an einen jüngeren, stärken Artgenossen verloren hätte, sagte der Wildhüter.

Angriffe von Wildtieren auf Menschen haben in den vergangenen Jahren in Nepal zugenommen. Schuld daran ist laut Wildhütern vor allem der Mensch, der gefährdeten Tieren zunehmend den Lebensraum wegnimmt, indem er etwa Wälder abholzt. So gibt es weniger Beutetiere, und Raubtiere weichen teils in besiedelte Gebiete aus. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF leben weltweit noch rund 3900 Tiger in freier Wildbahn. Zwar stieg die Zahl wegen Schutzbemühungen in den vergangenen Jahren. Die Tiere sind aber weiterhin bedroht.

Am Montag fingen 30 Mitarbeiter des Bardia Nationalparks und Sicherheitskräfte die 15 Jahre alte Tigerin, die den Mann getötet hatte, ein. Sie sei in einem sehr schlechten Zustand gewesen, sagte der Wildhüter. Ihre Klauen waren etwa gebrochen. Künftig soll sie in einem eingezäunten Gebiet wohnen. (dpa)

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