Tierschutzbericht

Tierhandel auf dem Prüfstand

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Eine Studie empfiehlt die stärkere Regulierung des Handels mit Heim- und Wildtieren.

Das Bundesagrarministerium prüft strengere Vorschriften für den Handel mit Heim- und Wildtieren. Das geht es aus dem neuen Tierschutzbericht der Bundesregierung hervor, der an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett beraten werden soll. Das Landwirtschaftsministerium sehe „die stärkere Regulierung und Überwachung des Anbietens von Tieren im Internet als wichtig an, um illegale Aktivitäten in Zusammenhang mit Tierkäufen zu verhindern“.

In dem Bericht heißt es, in den vergangenen Jahren sei die private Haltung von Exoten und Wildtieren in die Kritik geraten. In diesem Zusammenhang sei eine stärkere Regulierung gefordert worden. Das Agrarministerium verweist auf eine Studie, die Tierschutz-Handlungsbedarf nicht nur bei Exoten in engerem Sinne, sondern auch bei konventionellen Heimtieren festgestellt habe.

Diese habe unter anderem eine verbesserte Beratung im Zoofachhandel sowie eine Überwachung von Tierbörsen durch ständige Anwesenheit eines Arztes empfohlen. Außerdem müsse es eine stärkere Regulierung des Anbietens von Tieren auf Internet-Kleinanzeigenportalen geben.

Nach Ministeriumsangaben ist in der Untersuchung auch festgestellt worden, dass im Handel – vor Ort und online – eine Vielzahl an tierschutzwidrigem oder nicht korrekt deklariertem Heimtierzubehör wie Käfige, Terrarien, Lichtquellen oder Sitzstangen angeboten würden. „Mit der Umsetzung der Empfehlungen wurde begonnen“, heißt es in dem Bericht mit Blick auf die Studie.

Es gab weniger Tierversuche

Laut Kabinettsvorlage ist die Zahl der zu Forschungszwecken getöteten Tiere in Deutschland zuletzt zurückgegangen – von knapp 790 000 im Jahr 2014 auf 738 484 im Jahr 2017. Zahlen für 2018 enthält der Bericht nicht. 2017 wurden darüber hinaus rund 2,1 Millionen Wirbeltiere in Tierversuchen eingesetzt. 2014 waren es noch 2,57 Millionen gewesen. „Bei etwa 80 Prozent der eingesetzten Versuchstiere handelt es sich um Nagetiere“, heißt es. Die übrigen Versuchstiere sind den Angaben zufolge insbesondere Fische, Kaninchen und Vögel gewesen.

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