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Hochwasserschutzanlage der Stadt Grimma.
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Blick auf die Hochwasserschutzanlage der Stadt Grimma. Die letzte Lücke an der Hochwasserschutzanlage wurde am 17.06.2019 mit einem bis dato fehlenden Tor geschlossen. Seit 2007 war der Überflutungsschutz für die Stadt im Landkreis Leipzig gebaut worden. Grimma an der Mulde ist besonders stark hochwassergefährdet.

Sachsen

Hochwasser: Unbekannte beschädigen Fluttor - „das ist Terrorismus“

  • VonMirko Schmid
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Im sächsischen Grimma beschädigen Unbekannte Teile der Hochwasserschutzanlage. Kurz darauf fällt in der Leipziger Kreisstadt der Strom aus.

Grimma – Die Muldestadt Grimma gilt als besonders hochwassergefährdet. Als 2019 die rund 60 Millionen Euro teure Hochwasserschutzanlage vollendet wurde, wähnte sich die Stadt gewappnet für ein Hochwasser wie etwa in den Jahren 2002 und 2013. Nun jedoch steht die Stadt im Kreis Leipzig vor einer gefährlichen Situation. Unbekannte haben vermutlich in der Nacht zu Sonntag (25. Juli 2021) ein Fluttor sowie angrenzende Teile der Hochwasserschutzanlage beschädigt.

Dabei handle es sich nicht mehr bloß um Vandalismus, gab sich Grimmas parteiloser Oberbürgermeister Matthias Berger „entsetzt“: „Das ist Terrorismus“. Da „bekanntermaßen jede Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied“ sei, sei die Kreisstadt durch das nicht verschließbare Tor „gerade jetzt in der Hochwasserhauptsaison völlig schutzlos“, so Berger. Käme es nun zum Ernstfall, wären „3.300 Menschenleben und 800 Gebäude dem Hochwasser preisgegeben und damit der Bau der Hochwasserschutzanlage umsonst gewesen“.

Gegenüber dem MDR äußerte Axel Bobbe, Betriebsleiter Mulde der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, die Vermutung, dass „auswärtige Feiernde“ für die Schäden verantwortlich seien. Oberbürgermeister Berger richtete umgehend einen dringenden Appell an die zuständigen Behörden wie Polizei und Staatsanwaltschaft, „zeitnah“ zu reagieren und Ermittlungsergebnisse zu „liefern“. Die Unbekannten soll laut Angaben der Stadtverwaltung Eisenteile an einem größeren Fluttor im Bereich des Volkshausplatzes verbogen, wodurch sich dieses nun nicht mehr schließen lasse.

Nach Beschädigungen an Hochwasserschutzmauer fällt in Grimma auch noch der Strom aus

Dies führe dazu, dass sich städtischen Behörden und die örtliche Feuerwehr mit Sandsäcken aushelfen müssten, sollte es zu einem starken Anstieg der Mulde kommen. Insgesamt gehe der angerichtete Schaden an Fluttor und angrenzenden Teilen des Walls wohl in den fünfstelligen Bereich, der Rest der komplexen Hochwasserschutzmauer sei allerdings intakt und nicht gefährdet.

StadtGrimma
LandkreisLeipzig
BundeslandSachsen
Bevölkerung28.149 (Stand 31. Dez. 2020)
Fläche217,4 km²
OberbürgermeisterMatthias Berger (parteilos)

Nur wenige Minuten, nachdem die Beschädigung an der Hochwasserschutzanlage bekannt wurden, twitterte der MDR außerdem, dass in der Kreisstadt und der Umgebung in mehr als 18.000 Haushalten der Strom ausgefallen sei. Dies berichte die Leipziger Volkszeitung unter Berufung auf den Energieversorger enviaM. Grund dafür sei eine Havarie im Umspannwerk Grimma. (Mirko Schmid mit dpa)

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