+
Ein Pilzsammler fand hier im Juli 2016 Skelettteile der vermissten Peggy - knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg (Bayern) entfernt.

Peggy

Teilgeständnis im Mordfall Peggy

Das Schicksal von Peggy zählt zu den rätselhaftesten Vermisstenfällen in Deutschland. Nun sprechen die Ermittler von einem Geständnis.

Ein Verdächtiger im Fall des toten Mädchens Peggy aus Oberfranken hat gestanden, die Leiche einst in einen Wald in Thüringen gebracht zu haben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Bayreuth mit. Der 41-Jährige habe angegeben, dass er das leblose Kind von einem anderen Mann an einer Bushaltestelle übernommen habe. Er habe noch versucht, das Mädchen wiederzubeleben, es dann jedoch in eine rote Decke gepackt und in einem goldfarbenen Auto in den Wald gebracht.

Leiche von Peggy 2016 gefunden 

Peggys Schicksal zählt zu den rätselhaftesten Vermisstenfällen in Deutschland. Am 7. Mai 2001 war die damals Neunjährige auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Gut 15 Jahre später – Anfang Juli 2016 – fand ein Pilzsammler Teile ihres Skeletts in einem Waldstück bei Rodacherbrunn in Thüringen – knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg in Oberfranken entfernt.

Vergangene Woche hatte die Polizei mehrere Anwesen des 41 Jahre alten Beschuldigten durchsucht. Der Mann sei schon früher zum „relevanten Personenkreis“ im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Peggy gezählt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft damals mit. Der 41-Jährige sei vernommen und danach wieder entlassen worden. Er bleibe auch auf freiem Fuß, hieß es am Freitag. Die Polizei sehe keinen dringenden Tatverdacht. Die Ermittler suchen nach Zeugen.

Nun teilten die Ermittler mit, Spuren an Peggys Leiche hätten Torfspuren aufgewiesen, die zu Spuren passen von Gehwegplatten aus dem Haus des Verdächtigen. Zudem seien bei einer forensischen Pollenanalyse an der Leiche Farbreste festgestellt worden, die ebenfalls zu Farbspuren aus Renovierungsmüll des 41-Jährigen passten. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion