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Eine philippinische Mutter auf der Flucht vor dem herannahenden Taifun.

Tausende auf der Flucht

Taifun "Parma" rast auf die Philippinen zu

Auf den Philippinen sind am Freitag Tausende vor dem gefürchteten Taifun geflüchtet. Das Unwetter mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern in der Stunde bewegt sich auf die Nordostküste des Inselstaates zu.

Manila. Auf den Philippinen sind am Freitag tausende Menschen vor dem gefürchteten Taifun "Parma" geflüchtet. Das Unwetter mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern in der Stunde bewegte sich auf die Nordostküste des Inselstaates zu.

Nach den Berechnungen der Meteorologen erreicht der Taifun am Samstag die Provinz Aurora - genau eine Woche, nachdem Tropensturm "Ketsana" ein paar hundert Kilometer weiter südlich die schwersten Überschwemmungen seit 40 Jahren verursachte und fast 300 Menschenleben forderte. 32 Provinzen wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Tausende Passagiere saßen im Osten des Landes fest, weil die Behörden zahlreiche Fährverbindungen einstellten. Mehr als 20 Flüge wurden gestrichen.

Die Regierung verhängte vorsorglich den Notstand in den Provinzen der Insel Luzon, die wahrscheinlich in der Einfallschneise des Taifuns liegen. Damit kann sie die Preise von Grundnahrungsmitteln kontrollieren und zusätzliche Gelder für Schutzmaßnahmen bereitstellen. Verteidigungsminister Gilberto Teodoro forderte die Einwohner an Ufern und in niedrig gelegenen Gebieten auf, sich an die Anweisungen zur Evakuierung zu halten. "Niemand sollte erwarten, dass andere ihr Leben riskieren, um sie später zu retten", sagte er.

Der Wetterdienst warnte eindringlich vor der zerstörerischen Kraft des Taifuns. "Parma ist ein äußerst starker Taifun. Er kann ein Desaster auslösen", sagte Chef-Meteorologe Nathaniel Cruz. Einzelne Böen könnten Spitzengeschwindigkeiten von 230 Kilometern in der Stunde erreichen. Auch in den bereits durch "Ketsana" überschwemmten Regionen droht neue Gefahr: die Ausläufer von "Parma" könnten auch dort erneut heftige Regenfälle verursachen. Viele Flüsse führen ohnehin nach den schweren Regenfällen des vergangenen Wochenendes noch immer Hochwasser. (dpa)

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