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Superfunken bei der Sternensuche: „Stella“, das neue Spiel im Dixit-Universum

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Von: Hunter & Melli

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Die Spieleexpert:innen Johannes Jaeger und Melanie I. stellen regelmäßig Gesellschaftsspiele in der FR vor.
Die Spielekritik-Serie von Hunter & Melli: Die Spieleexpert:innen Johannes Jaeger und Melanie I. stellen regelmäßig Gesellschaftsspiele in der FR vor. © Roland Weihrauch/dpa

Heute in unserer Spielekritik-Serie: In „Stella“ müssen Spielerinnen und Spieler Bilder mit Begriffen assoziieren. Punkte gibt’s aber nur, wenn man ahnt, wie die Mitspielenden ticken.

Wie der Verlag das Spiel beschreibt: Stella – Dixit Universe ist ein kompetitives Spiel im Dixit-Universum, bei dem ihr Bilder mit einem gemeinsamen Wort assoziieren müsst. Wählt die gleichen Bilder wie eure Mitspieler, um den Sieg zu erringen. Geht kalkulierte Risiken ein, aber hütet euch vor dem freien Fall. In drei Reihen zu je fünf Karten liegen Bildkarten aus dem beliebten Dixit-Universum aus. Vier Wortkarten werden aufgedeckt, die Assoziationen zu den ausliegenden Bildern wecken sollen. Jeder hat ein persönliches Tableau, auf dem geheim eingetragen wird, welche Karten ihr mit den Begriffen verknüpft. Dabei müsst ihr nicht nur für euch selbst überlegen, sondern auch versuchen, Übereinstimmungen mit euren Mitspielern zu erlangen. Denn nur, wenn mehr als ein Spieler eine Karte mit einem der Wörter verbindet, erhaltet ihr beide Punkte. (...)

Rezension von Hunter und Melli: Das Bild-Assoziationsspiel „Dixit“ hat bereits in vielen Familien Generationen gemeinsam an den Tisch gebracht und für viel Spielspaß gesorgt. Die kreativ und liebevoll gestalteten Bildkarten sind jeweils das Herzstück des Spiels, das mit vielen Erweiterungen Mehrwert geschaffen hat. Nun präsentiert der französische Spieleverlag Libellud ein neu-gedachtes Spiel in Dixit-Manier: In „Stella“ liegen Dixitkarten in einem 3x5-Feld aus. Hier assoziieren die Spielerinnen und Spieler vorgegebene Begriffe mit den ausliegenden Bildkarten und markieren sie verdeckt mit Kreuzchen auf ihrem Tableau. In der nächsten Spielphase wird ausgewertet: Wer zu viele, also die meisten Kreuze in der Runde gesetzt hat, bekommt in dieser Auswertung jedoch nur die halbe Punktzahl. Denn bei „Stella“ gilt es möglichst viele Übereinstimmungen mit den Mitspielenden zu haben. Wer es sich mit zu vielen Kreuzen zu leicht macht, hat daher einen Nachteil.

Die oder der Startspieler:in beginnt damit, eine der eigenen gewählten Bildkarten anzusagen. Dabei halten die Spielerinnen und Spieler ihre Tableaus weiterhin verdeckt. Alle anderen prüfen, ob sie dieselbe Bildkarte angekreuzt haben. Es gibt nun drei Wertungsfälle, die eintreten können:

Haben mindestens drei Spielerinnen und Spieler dieselbe Assoziation gewählt, so entsteht ein Funken. Alle beteiligten Spielerinnen und Spieler bekommen für diese Bildkarte dann zwei Punkte.

Der Spezialfall Superfunken setzt voraus, dass genau zwei Spielerinnen und Spieler die entsprechende Bildkarte gekreuzt haben. Sie bekommen dann drei jeweils Punkte.

Der oder die Spieler:in geht in den Sturz, wenn niemand sonst die angesagte Bildkarte markiert hat. Die Person scheidet aus dieser Auswertungsrunde aus, und kann keine weiteren Punkte mehr sammeln.

Anschließend wird der Startmarker weitergereicht und der oder die nächste Spieler:in verkündet die eigene Wahl. Die Runde wird fortgeführt, bis alle Kreuze angesagt wurden oder alle Spielerinnen und Spieler einen Sturz verursacht haben. Die erste Runde ist dann beendet, eine der Bildkarten-Reihen wird ausgetauscht und die Assoziations-Begriffe werden neu aufgedeckt. Das Spiel geht in die nächste Runde und die Spieler:innen setzen erneut ihre Kreuze. Nach vier Runden endet das Spiel und der oder die erfolgreichste Sternensucher:in gewinnt die Partie.

Stella - Dixit Universe

Spieleautoren: Gérald Cattiaux, Jean-Louis Roubira
Verlag: Libellud
Grafik: Jérome Pélissier
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spieleranzahl: 3-6 Spieler:innen
Spielzeit: ca. 30 Min.
Preis: ca. 40, 00 €

Die Serie: Die Spieleexpert:innen Johannes Jaeger und Melanie I. stellen regelmäßig Gesellschaftsspiele in der FR vor. Videorezensionen aller hier vorgestellten Spiele (und weitere) von Hunter & Friends gibt es auf: www.hunter-brettspiele.de und auf Youtube.

„Stella“ bringt mehrere taktische Kniffe mit sich: Wie viele Kreuze sollte ich wagen, ohne dabei die meisten zu setzen und Punkte einzubüßen? Welche meiner Bildkarten haben womöglich meine Mitspieler:innen am ehesten gewählt und sollten als erstes angesagt werden? Das Spiel regt durch seine verträumt-gestalteten Bildkarten die Kreativität und das Assoziationsvermögen an. Und das Einschätzen der Mitspieler:innen wird geschult.

„Stella“ erleichtert den Zugang zum Spielen noch mehr als „Dixit“ es bereits konnte. Denn es müssen keine eigenen Begriffe erdacht werden, sondern lediglich Bilder mit vorgegebenen Begriffen zusammengebracht werden. Bereits Vorschulkinder können sich so an den Spieletisch setzen und ihre Kreuze setzen.

Das Spielmaterial überzeugt durch seine hohe Qualität und die schöne Aufmachung. Minuspunkte bekommt lediglich die Spielepackung, die für den Inhalt wesentlich kleiner hätte sein dürfen.

„Stella“ ist ein gelungenes Familienspiel, bei dem Groß und Klein ihre Spielfreude haben. Die Karten können zusätzlich als Erweiterungs-Set für schon vorhandene „Dixit“-Spiele verwendet werden und bringen so frische Abwechslung in den liebgewonnenen Klassiker.

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