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Ein umgekippter Baum liegt auf einem Fußweg im Stadtteil Neustadt in Halle/Saale. Derzeit zieht der erste starke Herbststurm des Jahres über Deutschland.
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Ein umgekippter Baum liegt auf einem Fußweg im Stadtteil Neustadt in Halle/Saale. Derzeit zieht der erste starke Herbststurm des Jahres über Deutschland.

Wetter

Sturm „Ignatz“ sorgt für Chaos bei der Bahn – Weiterhin viele Menschen ohne Strom

  • Andreas Apetz
    VonAndreas Apetz
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  • Marvin Ziegele
    Marvin Ziegele
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Das Wetter in Deutschland ist ungemütlich. Sturm „Ignatz“ sorgt für Zug- und Stromausfälle.

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+++ 20.30 Uhr: Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste haben im Osten Deutschlands Stromleitungen beschädigt und so für einen Stromausfall gesorgt. In der Spitze waren etwa 55.000 Kunden ohne Strom, wie ein Sprecher der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mitteilte. Am Abend seien noch etwa 7000 Kunden ohne Strom gewesen. Am stärksten betroffen seien noch die Landkreise Spree-Neiße in Brandenburg und die Landkreise Bautzen, Görlitz und Leipzig in Sachsen. Die Situation verbessere sich stündlich, die einsetzende Dunkelheit erschwere aber die Arbeiten, hieß es. Der Ausfall betraf Teile Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens. 

+++ 16:50 Uhr: Der Zugverkehr der DB Regio in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wird langsam wieder in Gang gesetzt. „Bis sich der Verkehr normalisiert hat, dauert es noch. Aber wir fahren wieder“, sagte ein Bahn-Sprecher. Deutschlandweit warnt die Bahn weiterhin vor Verspätungen und Zugausfällen.

Aufgrund des Sturmtief „Ignatz“ hat die Berliner Feuerwehr den Ausnahmezustand ausgerufen. (Symbolbild)

+++ 16:00 Uhr: „Ignatz“ fegt weiterhin über das Land und auch am Freitag bleibt es stürmisch. Am Wochenende wird es dann endlich ruhiger. Die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienst prognostiziert mildes Herbstwetter. Im Süden soll in einem breiten Streifen vom Schwarzwald bis nach Ostbayern sogar die Sonne scheinen. Die Höchstwerte werden zwischen 8 und 13 Grad liegen. An den Küsten und in einigen Hochlagen muss noch mit schweren Sturmböen gerechnet werden.

Sturmtief in Deutschland: 50.000 Menschen ohne Strom – Bahnverkerhr in drei Bundesländern eingestellt

+++ 14:30 Uhr: In mehreren Bundesländern kommt es zu Stromausfällen. Grund dafür seien umgestürzte Bäume und herabfallende Äste, die mehrere Stromleitungen beschädigt hätten. Etwa 50.000 Kunden seien ohne Strom, teilte ein Sprecher der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom am Donnerstagnachmittag mit. Betroffen seien Teile Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringen. „Alle Mitarbeiter (...) sind im Einsatz, um die Stromversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen“, teilte der Sprecher mit.

+++ 13:55 Uhr: Die deutschlandweiten Sturmböen beeinträchtigen nun auch im Südosten des Landes den Fernverkehr der Deutschen Bahn. Nachdem der Bahnverkehr in NRW wieder hochgefahren wurde, fallen nun Züge in gleich drei Bundesländern aus. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sei der Bahnverkehr bis auf Weiteres eingestellt, teilte die Deutsche Bahn mit. In Thüringen war die Höchstgeschwindigkeit zunächst auf 80 Kilometer pro Stunde gesenkt worden. Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass es aufgrund der Wetterlage bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen kommt.

Sturm „Ignatz“ löst Tornado aus – Bundesamt warnt vor Sturmfluten

+++ 13:05 Uhr: In Kiel hat am Donnerstagmorgen ein Tornado schwer Schäden in Schwentinental angerichtet. Ein Feuerwehr-Einsatzleiter berichtet davon, den Rüssel des Wirbelsturms selbst gesehen zu haben. Der Sturm habe im Ort eine „Schneise der Verwüstung“ auf etwa 100 Metern Breite hinterlassen. Dabei seien mehrere Häuser schwer beschädigt worden, schreibt die Deutsche Presseagentur. Bäume seien umgestürzt und hätten Autos unter sich begraben. Außerdem seien Gartenhäuser, Wintergärten und Gewächshäuser zerstört worden.

+++ 11:50 Uhr: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie warnt vor Sturmfluten an der Nordsee sowie im Weser- und Elbegebiet. Das Nachmittag- beziehungsweise Abend-Hochwasser werde am Donnerstag an der Nordseeküste einen bis 1,50 Meter und im Weser- und Elbegebiet etwa 1,50 Meter über dem Mittleren Hochwasser eintreten, heißt es in der Sturmflutwarnung. Die Sturmflutgefahr besteht bis etwa Donnerstagabend 18.10 Uhr.

Sturmtief „Ignatz“ blockiert Deutsche Bahn: Nach NRW – weitere Bundesländer von Ausfällen betroffen

Auch beider Deutschen Bahn sorgt Orkantief „Ignatz“ weiterhin für Chaos. Nachdem der Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen komplett eingestellt, sind nun auch das Saarland, Hessen, Rheinlands-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Teile Sachsens. Bahnfahrer müssen mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. „Hunderte Mitarbeitende sind im Einsatz, um Bäume und andere Hindernisse aus den Gleisen zu räumen, Oberleitungen zu reparieren und Schäden aufzunehmen“, teilte eine Sprecherin der Bahn mit. Kunden sollen sich online online über ihre Verbindungen informieren, bittet der Eisenbahnkonzern auf twitter.

In Nordrhein-Westfalen kommt es neben dem Ausfall der Deutschen Bahn auch zu Einschränkungen auf mehreren Autobahnen*, berichtet wa.de. Manche Streckenabschnitte wurden aufgrund starker Windböen gesperrt.

+++ 10:45 Uhr: Auch in Nordrhein-Westfalen wütet das Sturmtief „Ignatz“. Dies hat Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Wie die Deutsche Bahn um 10.15 Uhr mitteilte, fallen bis auf weiteres alle Fernverbindungen in NRW aus.  „Dadurch gibt es derzeit keine Reisemöglichkeiten mit dem Fernverkehr von/nach NRW Richtung Hamburg, Hannover, Kassel-Wilhelmshöhe und Frankfurt/Main. Die ICE-Züge von/nach Amsterdam und von/nach Brüssel fallen komplett aus“, hieß es auf der Homepage der Deutschen Bahn.

„Ignatz“ wütet in Berlin: Feuerwehr ruft Ausnahmezustand aus

+++ 10.35 Uhr: Die Berliner Feuerwehr hat am Donnerstagmorgen den Ausnahmezustand ausgerufen. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, habe es in Berlin seit 8 Uhr insgesamt 49 wetterbedingte Einsätze gegeben. Im Laufe des Donnerstags rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Berlin und Brandenburg mit Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Mit dem Ausruf des Ausnahmezustandes werden in Berlin ab sofort Einsatz-Notrufe nach Priorität bearbeitet, wo Menschen in Gefahr sind.

Wegen des Sturmtiefs „Ignatz“ hatte der DWD bereits am Mittwoch ausdrücklich gewarnt vor herabstürzenden Ästen am Donnerstag und Freitag. Auch die Ferwehr rief noch einmal dazu auf, Balklone und Terrassen frei zu halten.

Strum „Ignatz“ reisst Stromleitung nieder: A5 voll gesperrt

+++ 10.05 Uhr: Sturmtief „Ignatz“ fegt über Deutschland hinweg und hinterlässt erste Spuren. Die Autobahn A5 Heidelberg-Darmstadt musste am Morgen zwischen Hemsbach und Heppenheim aufgrund von Sturmschäden in beide Richtungen gesperrt. Wie die Hessenschau berichtet, hatte der Sturm dort eine Starkstromleitung beschädigt. Die gerissene Starkstromleitung stürzte auf die Straße und traf dabei einen Lkw. Bisher gibt es keine Informationen über Verletzte.

Außerdem werden Fahrbahnabschnitte immer wieder durch entwurzelte Bäume blockiert. Autofahrer können über die parallelverlaufende A67 ausweichen.

„Ignatz“ fegt über Deutschland: Deutscher Wetterdienst warnt vor schweren Sturmböen

Erstmeldung vom Donnerstag, 21.10.2021, 7.10 Uhr: Offenbach – Das Sturmtief „Ignatz“ hat am frühen Donnerstagmorgen (21.10.2021) seinen Zug über Deutschland begonnen. Der erste kräftige Herbststurm des Jahres brachte vielerorts heftige Böen mit sich, teils auch Gewitter und Regen. Im Laufe des Donnerstags (21.10.2021) rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einem Streifen über die Mitte bis in den Osten und Nordosten Deutschlands mit schweren Sturmböen und teilweise orkanartigen Böen von bis zu 105 Kilometern pro Stunde. Im Bergland könne es sogar Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern geben.

Den Lagezentren der Polizei lagen zunächst keine größeren Schadensmeldungen vor; vereinzelt habe der Wind Bäume ausgerissen, Schlimmeres sei jedoch nicht passiert, hieß es etwa aus Thüringen und Baden-Württemberg. Im niedersächsischen Delmenhorst war am Mittwochabend (20.10.2021) ein Mann von einem herabstürzenden Ast getroffen, aber nur leicht verletzt worden, wie die Polizei mitteilte.

Sturm Ignatz: Deutsche Bahn warnt vor Zugausfällen

Die Deutsche Bahn warnte vor möglichen Zugausfällen oder Verspätungen wegen des Sturms. Allerdings lagen am Morgen noch keine Meldungen über tatsächliche Störungen im Bahnverkehr vor.
In der Nordhälfte Deutschlands warnte der Wetterdienst vor ostwärts ziehenden Gewittern, bei denen orkanartige Böen mit bis zu 105 Kilometern pro Stunde wehen könnten. „Kurzlebige Tornados“ seien dabei nicht ausgeschlossen, hieß es.

In Rheinland-Pfalz und im Saarland hat der Sturm am Morgen und in der Nacht viele Einsätze von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. „Feuerwehr und Straßenmeisterei hatten alle Hände voll zu tun“, sagte ein Sprecher der Polizei in Trier gegenüber der dpa am Donnerstagmorgen (21.10.2021). Allein in seinem Präsidium habe es aufgrund des Sturms in den vergangenen Stunden 65 Einsätze gegeben. Meist sei nur ein kleiner Sachschaden entstanden. In Rheinland-Pfalz kam es wegen Ästen, Bäumen oder Mülltonnen auf der Straße zu mehreren Verkehrsunfällen. Menschen wurden nach Angaben verschiedener Polizeistellen dabei nicht verletzt. (marv/dpa)

Auch in Frankfurt hinterließ der Sturm „Ignatz“ erste Schäden*. Eine Straßenbahnlinie ist beeinträchtigt. *fnp.de, fr.de und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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