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„Antonia“ fegt über Hessen: DWD gibt auch am Montag keine Entwarnung

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Von: Sandra Kathe, Florian Dörr, Luisa Weckesser, Jennifer Greve

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Nach „Ylenia“ und „Zeynep“ fegt nun Sturmtief „Antonia“ über Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst gibt aktuelle Warnungen für Hessen heraus.

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+++ 08.34 Uhr: Auch in Hessen war es in der Nacht zu Montag stürmisch. Die Folgen sind auch noch am Morgen beim Zugverkehr zu spüren. Wegen des Sturms ist es zu Verspätungen und Zugausfällen gekommen. Betroffen waren die Regionalbahnlinien 4, 38, 39 und 97 sowie die Regionalexpress-Linien 39 und 97, wie die Deutsche Bahn auf ihrer Website bekannt gab. Hier sei der Zugverkehr bis voraussichtlich 8.00 Uhr eingestellt.

Beeinträchtigungen gab es auch auf Linien im Rhein-Main-Gebiet. Auf der Regionalexpress-Linie 54/55 zwischen Frankfurt und Würzburg beziehungsweise Bamberg musste die Strecke wegen eines umgestürzten Baums zwischen Dettingen und Aschaffenburg (Bayern) gesperrt werden, Verspätungen und Zugumleitungen waren die Folge. Betroffen von Unwetterauswirkungen war auch die Regionalbahnlinie zwischen Frankfurt und Rödermark-Ober-Roden (Landkreis Offenbach), wo es ebenfalls zu Verspätungen und vereinzelten Teilausfällen kam. Die Fahrgäste wurden gebeten, zwischen Frankfurt und Dreieich-Buchschlag (Kreis Offenbach) auf die S-Bahn-Linien 3 und 4 auszuweichen.

Sturm in Hessen: Einschränkungen im Bahnverkehr – Sturmböen ab Mittag erwartet

Aufgehoben werden konnten die Einschränkungen dagegen nach Bahn-Angaben auf der Regionalexpress-Linie 2 zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Erfurt, bei der Regionalbahn 22 (Frankfurt - Limburg) sowie auf der S-Bahn-Linie 2 zwischen Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) und Dietzenbach Bahnhof (Landkreis Offenbach). Hier seien Unwetterschäden, darunter auch ein umgestürzter Baum, beseitigt worden, hieß es.

Am Montag soll es stürmisch weitergehen in Hessen. Besonders mittags und nachmittags schwere Sturmböen erwartet, in Kammlagen kann es sogar vereinzelt orkanartige Böen geben. Zudem kommt es bei Höchsttemperaturen von sechs bis zehn Grad zu gewittrigen Regen- und Schneeschauern. Gegen Abend lässt der Wind nach. In der Nacht soll auch der Niederschlag weniger werden.

Sturm „Antonia“ fegt über Hessen: DWD gibt auch am Montag keine Entwarnung

Update vom Montag, 21.02.2022, 6.16 Uhr: Der DWD gibt für Hessen noch keine Entwarnung. Denn auch am Montag (21.02.2022) soll es weiterhin zu Sturmböen kommen. Die Warnung gilt von Montag 6 Uhr bis 20 Uhr am Abend. Diese Regionen sind betroffen:

Der Deutsche Wetterdienst warnt in Südhessen vor Dauerregen.
Der Deutsche Wetterdienst warnt in Hessen vor Sturm. (Symbolfoto) © Frank Rumpenhorst/dpa

„Antonia“ fegt am Sonntag über Hessen: DWD gibt aktuelle Warnungen für die Regionen heraus

Update von Sonntag, 20.02.2022, 11.43 Uhr: Auch für die Nacht von Sonntag (20.02.2022) auf Montag (21.02.2022) prognostiziert der DWD für Hessen wieder starke Sturmböen. Vereinzelt können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Passanten sollten besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegeln oder andere lose Gegenstände achten.

Außerdem sind in einigen Regionen in der Nacht zum Montag (21.02.2022) kurzzeitig orkanartige Böen oder Orkanböen zwischen 110 km/h und 120 km/h vor allem in Verbindung mit kräftigen Schauern oder lokalen Gewittern möglich.

Nach „Zeynep“ und „Ylenia“: Das nächste Sturmtief droht (Symbolbild).
Nach „Zeynep“ und „Ylenia“: Das nächste Sturmtief droht (Symbolbild). © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-Bildfunk

Sturm am Sonntag in Hessen: Tief „Antonia kommt mit Dauerregen, Schnee und Sturmböen

+++ 19.10 Uhr: Am Samstagabend flacht der Wind nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hessen vorerst etwas ab. Orkantief „Zeynep“ ist abgezogen. Dennoch bleibt es auch in den kommenden Tagen stürmisch. Ursache dafür ist nach Angaben des DWD Sturmtief „Antonia“, dessen Ausläufer schon am Sonntag (20.02.2022) spürbar werden. „Antonia“ bringt neben starken Winden auch jede Menge Regen nach Hessen.

Ab dem späten Sonntagvormittag kommt es verbreitet wieder zu starken Windböen, in exponierten Lagen und den Staulagen der Mittelgebirge auch zu stürmischen und orkanartigen Böen bis 90 km/h. „Nach dem Sturm ist vor dem Sturm“, sagt auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung bei wetter.net. Besonders in der Nacht zum Montag, sei wieder mit schwerem Sturm zu rechnen. Oberhalb von 400 bis 600 Metern geht der Regen dann auch in Schnee über. Erst in der Nacht zum Dienstag wird sich das Wetter laut DWD wieder etwas entspannen: Dann klingen die Niederschläge ab und der Wind lässt nach.

Am Samstagabend flacht der Wind in Hessen vorerst etwas ab. Der DWD warnt dennoch in weiten Teilen vor starken Wind- und Sturmböen.
Am Samstagabend flacht der Wind in Hessen vorerst etwas ab. Der DWD warnt dennoch in weiten Teilen vor starken Wind- und Sturmböen. © Deutscher Wetterdienst (DWD)

Tief „Zeynep“: Sturm in Hessen lässt nach – Doch DWD veröffentlicht neue Warnungen

+++ 16.10 Uhr: Sturm „Zeynep“ lässt in Hessen allmählich nach. Allerdings werden noch immer amtliche Warnungen vom DWD gemeldet. Der Wetterdienst warnt besonders im Main-Kinzig-Kreis und im Wetteraukreis vor Dauerregen (Stufe 2 von 4).

Ab den Abendstunden soll es dann von Nordwesten aufkommenden, teilweise langandauernde Regenschauer geben. Die Warnung gilt in beiden Landkreisen voraussichtlich von Samstagabend (19.02.2022) 20 Uhr bis Montagabend (21.02.2022) 20 Uhr.

Umgestürzte Bäume im Taunus: Die Sturmtiefs „Ylenia“ und „Zeynep“ haben in Hessen teilweise für Verwüstung gesorgt.
Die Sturmtiefs „Ylenia“ und „Zeynep“ haben in Hessen teilweise für Verwüstung gesorgt. © Jan Eifert/Imago

+++ 13.30 Uhr: Sturm „Zeynep“ hat in Hessen für viel Arbeit gesorgt – auch im Main-Kinzig-Kreis. Landrat Thorsten Stolz informierte über Zahl und Schwere der Einsätze. Rund 30 Einsätze haben im Zusammenhang mit Zeynep stattgefunden, bei 22 davon ging es um umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste auf verschiedenen Fahrbahnen. „Es waren Einsatzkräfte in allen Teilen des Kreises gefordert. Zum Glück ist durch das Orkantief aber in unserem Kreis niemand verletzt oder gravierend zu Schaden gekommen“, sagte Thorsten Stolz.

Sturm „Zeynep“ über Hessen: Regenfälle und Hochwasser auch am Sonntag zu erwarten

+++ 10.31 Uhr: Gesperrte Straßen, gestörter Bahnverkehr, Gefahr vor Hochwasser – Hessen spürt die Auswirkungen von Sturmtief „Zeynep“. Wie Polizei und Feuerwehr in Hessen berichten, verletzen sich bisher mindestens sieben Menschen. In der Nacht zum Samstag (19.02.2022) zogen Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 132 km/h (gemessen in Frankenberg) über Hessen hinweg. Allein die Polizei in Nordhessen berichtete von über 120 Einsätzen. Das meldet die Hessenschau. Im Nachbarbundesland Niedersachsen kam es wegen Sturm Zeynep in einem einzelnen Landkreis sogar zu über 500 Einsätzen.

Auch in Frankfurt* musste die Polizei am Freitagabend (19.02.2022) verschiedene Straßen und Plätze sperren. Da trotz Sturmtief Zeynep Demonstrationen stattfanden, wurden diese durch die Versammlungsleitungen für beendet erklärt. Das berichtet die Polizei Frankfurt. In der Stadt kam es nach Angaben der ansässigen Feuerwehr zu keinerlei größeren Schäden oder verletzen Personen.

Wie das Hochwasserportal Hessen berichtet, führten die mitgebrachten Regenmengen des Sturmtiefs in Hessen vereinzelt zu ansteigenden Wasserpegel. Derzeit hat ein Pegel die Meldestufe 1 überschritten: Bad Karlshafen (Stand: 10.29 Uhr, Quelle: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie). Es wird vor einem weiteren Sturmtief am Sonntag und damit einhergehenden Regenfällen und Hochwasser-Potenzial gewarnt: „Die erneute Hochwasserlage wird dabei wahrscheinlich im Laufe des Montags ihren Höhepunkt erreichen.“

Sturm „Zeynep“ über Hessen: Der DWD warnt in diesen Regionen vor Sturm-/Windböen

Update vom Samstag, 19.02.2022, 7.35 Uhr: Noch immer gelten in ganz Hessen amtliche Wetter-Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Während gen Norden vor Sturm- und Windböen gewarnt wird, wurden die Warnungen im Süden Hessens bereits angepasst. Hier wird nur noch vor Windböen gewarnt. Diese Regionen sind derzeit von Wetter-Warnungen betroffen:

Wegen des Sturms kam es in Hessen zwischen Freitagabend (18.0.2.2022) und Samstagmorgen (19.02.2022) vermehrt zu Feuerwehreinsätzen. Die vor Ort eingesetzten Feuerwehrkräfte mussten Bäume von Fahrbahnen räumen, abgedeckte Dächer sichern und notdürftig reparieren sowie Wasser aus Kellern pumpen. In der Region Darmstadt musste zwischenzeitlich der Straßenbahnverkehr eingestellt werden.

Wegen des Sturms in Hessen musste die Feuerwehr Darmstadt mehrfach ausrücken.
Wegen des Sturms in Hessen musste die Feuerwehr Darmstadt mehrfach ausrücken. © 5vision.media

Auch der DWD warnt vor den Gefahren, die mit Sturmböen einhergehen können: Menschen sollten auf lose Gegenstände wie Ziegel und Äste achten. Bei größeren Windstärken können auch Bäume entwurzeln werden.

Sturm über Hessen: Autobahnen wegen Orkantief „Zeynep“ blockiert

+++ 21.59 Uhr: Nachdem der DWD seine Sturm-Warnungen für weite Teile Mittel- und Südhessens heruntergestuft hatte, geht es nun wieder in die Gegenrichtung: In Teilen der Landkreise Gießen, Wetterau, Marburg-Biedenkopf Vogelsberg und Main-Kinzig gilt aktuell (Stand: 21.59 Uhr) wieder eine Unwetterwarnung vor „orkanartigen Böen“ in den betroffenen Gebieten. „Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien“, heißt es beim DWD.

Währenddessen kam es zu mehreren Zwischenfällen auf den Straßen in Hessen. So wurde auf der A7 ein Auto von einem umfallenden Baum getroffen. Zwei Personen wurden verletzt. Auch auf einer Landstraße zwischen Braunfels und Weilburg in Mittelhessen traf nach Angaben des hr ein Baum ein Auto während. Zwei Insassen wurden leicht verletzt. Weitere Bäume oder Fahrzeuge, denen der Sturm über Hessen die normale Fahrt unmöglich gemacht hatte, blockierten Autobahnen in Hessen. So kam es auf der A661, der A671, der A648 sowie der A44 zu Sperrungen.

Sturm über Hessen: DWD passt Warnung an – Bahnverbindungen gekappt

+++ 20.24 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Warnungen für Hessen aktualisiert. Demnach wurde die „Vorabinformation Unwetter vor Orkanböen“ von Freitag (18.02.2022) für eine Vielzahl von Landkreisen und kreisfreien Städten aufgehoben. Die entsprechende amtliche Unwetterwarnung gilt aktuell (Stand: 20.27 Uhr) nur noch für wenige Regionen in Nord- und Osthessen.

Für das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt, Offenbach oder Wiesbaden gilt ebenso wie für die meisten anderen Regionen in Hessen aktuell „nur noch“ eine DWD-Warnung vor Sturmböen. Auch zu diesem erklären die Experten jedoch: „Es können zum Beispiel einzelne Äste herabstürzen. Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände.“

Sturm über Hessen: Zugverbindungen gekappt, Flüge gestrichen, Publikumsmagnet bleibt geschlossen

+++ 18.59 Uhr: Nachdem aufgrund des Sturmtiefs „Zeynep“ mehrere Bahnverbindungen in Hessen eingestellt wurden, ist inzwischen auch der Frankfurter Flughafen betroffen. Nach Angaben des hr wurden bereits mehrere Flüge unter anderem nach Hamburg, Hannover, Amsterdam und London gestrichen oder verschoben. Auch zahlreiche ankommende Flüge seien ausgefallen.

Derweil bleibt ein Publikumsmagnet in Frankfurt auch am Samstag geschlossen: Der Palmengarten öffnet mit Blick auf Sturm „Zeynep“ nicht. Friedhöfe können nach Angaben der Stadt erst am Sonntag (20.02.2022) wieder betreten werden. Hintergrund: „Auch nach Abklingen des Sturms besteht weiterhin die Gefahr herabstürzender Bäume.“ Die Bevölkerung wird gebeten, Spaziergänge in Parks und dem Stadtwald zu vermeiden.

DWD warnt vor Orkanböen in Südhessen – HLB stellt mehrere Zuglinien ein

Erstmeldung vom Freitag, 18.02.2022, 11.20 Uhr: Nach den heftigen Böen, mit denen „Ylenia“ bereits seit Mittwoch (16.02.2022) über Hessen gefegt ist, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach nun auch vor einem stürmischen Start ins Wochenende. Verantwortlich dafür ist ab Freitag (18.02.2022) Sturmtief „Zeynep“. Nach Einschätzung der Meteorologen werden die Böen aber etwas schwächer ausfallen als bei „Ylenia“.

Der Wetterdienst gab bereits in der Nacht zu Freitag für Freitagnachmittag eine Warnung vor orkanartigen Böen heraus. Gefahr bestehe insbesondere durch entwurzelte Bäume, herabstürzende Äste und lose Dachziegel. Gegenstände auf Balkonen und Terrassen sollten aus Sicherheitsgründen gesichert werden, hieß es. Nach Angaben der Polizei habe es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zunächst keine größeren Unwetterschäden mehr gegeben.

Sturm in Hessen: Hessische Landesbahn stellt mehrere Linien ein

Die Hessische Landesbahn (HLB) stellt aufgrund des Sturms über Hessen mehrere Linien in ganz Hessen ein. Das teilte die HLB am Freitagnachmittag mit. Dies geschehe ab 17 Uhr zur Sicherheit der Fahrgäste, teilte das Unternehmen mit. Sofern die Situation es erlaubt, sollen die Züge ab Samstagvormittag (19.02.2022) wieder regulär rollen.

Folgende Linien sind betroffen:

Orkanartige Böen in Hessen: In Gipfellagen erreicht der Sturm Windgeschwindigkeiten bis zu 130 km/h

Schon für Freitagvormittag prognostizierte der DWD für Hessen auffrischenden Südwestwind mit Windböen. Bei Höchstwerten zwischen 10 und 14 Grad sei auch mit Regenschauern und vereinzelten Gewittern zu rechnen. Im Bergland seien tagsüber bereits stürmische Böen möglich.

Am Abend und in der Nacht nehme der Sturm dann zu. Vereinzelt seien in Gipfellagen auch Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 110 und 130 Kilometern pro Stunde zu rechnen. Schwerpunkte sollen demnach in Nord- und Mittelhessen bis zum Raum Gießen sein. Die Unwetterwarnung gilt zunächst bis 1 Uhr am Samstag. (ska mit dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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