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Alien-Freaks hatten angekündigt die Area 51 in Nevada/USA zu stürmen. Doch so weit kam es bislang nicht. 

Verschwörungstheorie

Area 51: „Wir haben es gestürmt!“

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Eine Facebook-Gruppe ruft zum Sturm der US-Militärbasis „Area 51“ auf. Ein paar UFO-Fans versuchen es tatsächlich.

Update vom 22. September, 15:30 Uhr: Auf der Suche nach versteckten Aliens haben sich zahlreiche Menschen am Wochenende in einem kleinen Örtchen in Nevada versammelt. Ihr Vorhaben: massenweise die legendäre US-Militärbasis „Area 51“ zu stürmen. Die Aktion hatte als Facebook-Aufruf begonnen und endete in Form eines Festivals.

Doch ein paar Leute nahmen den Aufruf offenbar ernst und versuchten tatsächlich, die Basis der US-Armee zu stürmen. Darunter Jeffrey Gonzalez. Der US-Amerikaner betreibt die Internetseite ParanormalCentral.net und ist den Aliens schon lange auf der Spur. Um 2:30h Ortszeit am Freitag war es soweit. Gonzalez „stürmte“ mit einer Handvoll Gleichgesinnten die Anlage. „Es war historisch“, sagte Gonzalez im Anschluss an die Aktion der US-Internetseite www.gizmodo.com.

Noch bevor die UFO-Fans aber an den Toren der Anlage ankamen, wurden sie von einem wohl erst kürzlich ausgelegten Stacheldraht aufgehalten - anscheinend nahm selbst das US-Militär die Facebook-Ankündigung nicht ganz auf die leichte Schulter. Gonzalez sagte gegenüber Gizmodo, er habe eine Frau gesehen, die versucht habe, unter dem Stacheldraht hindurchzukriechen. Sicherheitskräfte hätten die Frau aber sofort bemerkt und mitgenommen.

Letztlich übrig geblieben vom „historischen“ Sturm auf Area 51 ist nur ein Video von Gonzalez, auf dem eine Gruppe gut gelaunter Menschen vor einem Tor des Stacheldrahtzauns steht, viele davon mit Videokamera, einer sogar mit Aluhut.

Update vom 21. September, 10 Uhr: Eigentlich wollten sie Aliens sehen - und den Geheimstützpunkt des US-Militärs, die sagenumwobene Area 51, stürmen. So weit kam es am Freitag nicht. Allerdings haben es sich trotz Warnungen Hunderte Menschen nicht nehmen lassen, in den 50-Seelen-Ort Rachel im Süden der Wüste des US-Bundesstaates Nevada zu kommen, um ein Festival zu feiern und zu campen - und sich zumindest den hoch gesicherten Eingang der Area 51 anzuschauen.

Ende Juni hatte der Student Matty Roberts aus Kalifornien ein Event auf Facebook erstellt und dazu aufgerufen, das Sperrgebiet zu stürmen, über das sich hartnäckig Gerüchte über Aliens, abgestürzte UFOs und militärische Geheimprojekte halten. Die Resonanz war enorm - zwei Millionen Facebook-Nutzer sagten zu, 1,5 Millionen zeigten sich interessiert. 

Sturm auf Area 51 in Nevada/USA  - alles nur ein Witz? 

Dabei soll alles nur ein Witz gewesen sein. Roberts widmete das Event schließlich in das „Alienstock“-Festival um, was kurz vor dem Termin nach Las Vegas verlegt wurde. Wegen mangelnder Infrastruktur hätte es in Rachel möglicherweise in einer „humanitären Katastrophe“ enden können, hieß es zur Begründung. Nur eine lokale Bar hielt weiterhin an den Festivalplänen fest.

Aufatmen wollten Einwohner wie Joerg Arnu dennoch nicht: Sie befürchteten „Mobszenen“ durch Besucher, die den weiten Weg auf sich genommen und sich von der Veranstaltung mehr erhofft hatten. Vorsorglich hatten sie Warnschilder vor ihren Häusern aufgestellt und Funkverbindungen unter den Nachbarn eingerichtet. Am Ende sei die Lage vor Ort aber „recht ruhig“, schätzungsweise seien 2000 Menschen nach Rachel gekommen, sagte der gebürtige Niedersachse am Freitag (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur. 

Sturm auf Area 51 in den USA: Besucher im Alien-Ganzkörperkostüm

Ein paar „verrückte Typen“ seien dabei, einige Besucher hätten sich mit Ganzkörperkostümen als Aliens verkleidet, ab und zu sei Musik zu hören. Im Grunde seien es Touristen, „die sich alles angucken“ und rege zwischen dem Ort und dem Gate zur Area 51 hin- und herfuhren, sagte er.

Unweit von Rachel gab es eine weitere Veranstaltung, das „Storm Area 51 Basecamp“ in Hiko. Dort sollte es ebenfalls um die Area 51, Ufos und außerirdisches Leben gehen - mit Musik, Foodtrucks und Doku-Film-Vorführung. Nur ohne die große Aufregung.

Update vom 20. September, 19.32 Uhr: Laut Informationen des US-Senders „ABC Action News 13“ haben sich tatsächlich einige Menschen in dem kleinen Ort „Rachel“ im US-Bundesstaat Nevada eingefunden. Es sind aber nicht die 1,5 Millionen Menschen, die ihr Kommen auf Facebook angekündigt hatten. 

Die meisten der Anwesenden seien aber laut mehrere Quellen nicht da, um sich an dem Sturm auf die Militärbasis zu beteiligen, sondern um anderen bei genau diesem zuzusehen. Der Nachrichtenagentur AP zufolge mussten nichtsdestotrotz zwei Personen festgenommen werden.

Update vom 19. Juli, 9.40 Uhr: Wie die „Washington Post“ berichtet, weiß die Air Force von der Facebook-Veranstaltung, die eigentlich als Scherz gemeint ist. Eine Sprecherin äußert gegenüber der Zeitung eine Warnung an alle, die die Veranstaltung doch ernst nehmen und Area 51 stürmen wollen: „Wir würden jedem davon abraten, zu versuchen, in das Gelände zu kommen, auf dem wir bewaffnete Soldaten ausbilden.“ Zu Plänen oder Sicherheitsmaßnahmen nimmt die Sprecherin allerdings nicht Stellung.

Sturm auf Area 51: Gibt es dort Aliens?

Spätestens seit den 1990ern und der Serie „Akte X“ weiß es jeder: Das US-Militär versteckt inmitten der Wüste Nevadas in einem militärischen Sperrgebiet Aliens, mindestens aber deren Waffen, Antriebssysteme oder zumindest Raumschiffe. Das Pentagon tut zwar so, als nutze man die Basis, die laut Wikipedia eigentlich die Namen „Homey Airport“ oder „Groom Lake“ trägt, nur zum Testen neuer Flugzeugtypen. Aber eingefleischte „Truther“, Verschwörungstheoretiker und ganz besonders US-Ufologe Robert Lazar sind sich sicher: Was 1947 in Roswell abstürzte, war eine fliegende Untertasse oder vergleichbares, und wird jetzt strengstens bewacht und von der Menschheit geheim gehalten.

Aktuell: US-Kongress untersucht Buchungen in Trump-Ressorts. Bereichert sich der Präsident persönlich am Amt?

Eine Facebook-Gruppe will dem ein Ende setzen. Ein für allemal. Am 20. September um 3 Uhr morgens startet das Manöver namens „Storm Area 51“, der Sturm auf Area 51.

Sturm auf Area 51: 1,7 Millionen Facebook-Nutzer wollen dabei sein

Die Reaktionen sind überwältigend. 1,7 Millionen Menschen wollen dabei sein (Stand: 19.7., 8 Uhr). Weitere 1,3 Millionen sind an der Teilnahme „interessiert“. Das wären insgesamt 3 Millionen Menschen.

Der US-Nachrichtensender „Fox News“, der immer wieder gerne Pseudo-Wissenschaftler oder ehemalige Angestellte des Verteidigungsministeriums über angebliche UFO-Sichtungen sprechen lässt, versuchte nach eigenen Angaben, ein Statement der US Air Force einzuholen. Bislang erfolglos. Auch Donald Trump schweigt bislang.

Währenddessen planen die Massen ihren Ansturm. Karten mit Angriffsrouten werden veröffentlicht. Pläne geschmiedet, ob man das Militär mit Alienkostümen überrumpeln könnte. Fahrgemeinschaften werden gebildet. 

Die bislang entwickelte Strategie sieht einen so genannten „Naruto-Run“ über die Flanken vor - benannt nach Naruto Uzumaki, Protagonist einer Manga-Serie mit sehr eigenwilligem und gleichzeitig beeindruckendem Laufstil, der ihn schneller als die Kugeln seiner Feinde werden lässt. Währenddessen soll eine andere Gruppe Steine auf den Haupteingang werfen. 

Sturm auf Area 51: Manche freuen sich auf die „Weltall-Drogen“

Über 30.000 Beiträge wurden in der Facebook-Gruppe bisher veröffentlicht. Selbst den Tod fürchten viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht. Andere freuen sich auf die „Weltall-Drogen“, die ganz sicher dort gelagert seien.

So sieht er aus, der Plan zum Sturm auf Area 51.

Getroffen wird sich stilgerecht am „Area 51 Alien Travel Center“, einer Touristen-Attraktion knapp eine Autostunde von Las Vegas entfernt. Von dort geht es los, mutmaßlich mit dem Schlachtruf auf den Lippen: “Let‘s see them Aliens!“ 

Allerdings nur, wenn die 1,2 Millionen Menschen nicht doch noch kalte Füße bekommen.- Genau das scheint nämlich dem vermeintlichen Initiator der Gruppe passiert zu sein. In einem Post schreibt er in Richtung der US-Regierung: „Das ist ein Witz und ich habe nicht wirklich vor, diesen Plan durchzuführen. Sollten sich wirklich Leute dazu entscheiden, Area 51 zu stürmen, bin ich nicht verantwortlich dafür.“ mit dpa 

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