Maxwell K., Musiker und Rapper, am 2. Juni 2020 zu Beginn eines Prozesses im Sitzungssaal des Amtsgerichts St.Georg. 
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Maxwell K., Musiker und Rapper, am 2. Juni 2020 zu Beginn eines Prozesses im Sitzungssaal des Amtsgerichts St.Georg. 

Hamburg

Der Stoff der anderen

Ein Gericht verurteilt den Hamburger Rapper Maxwell wegen Drogen- und Waffenbesitzes zu einer Geldstrafe.

Der Hamburger Rapper Maxwell von der Band 187 Strassenbande ist vom Amtsgericht St. Georg wegen Drogen- und Waffenbesitzes zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden. Die Vorwürfe gegen das Mitglied der Rap-Gruppe hätten sich im Wesentlichen bestätigt, begründete die Richterin am Dienstag ihr Urteil.

Im April 2018 waren bei dem heute 27-Jährigen Marihuana, Kokain, ein Schlagring sowie ein verbotenes Klappmesser gefunden worden. Im Juli 2018 waren zudem Marihuana und Konsumentenutensilien in einem Auto sichergestellt worden, in dem der Verurteilte als Beifahrer mitgefahren war.

Freunde als Zwischenmieter

Ein Teil der sichergestellten Drogen habe nicht dem Angeklagten gehört, ließ dieser in der Verhandlung durch seinen Anwalt erklären. Als Musiker sei er zur fraglichen Zeit regelmäßig auf Tour gewesen und habe Bekannte bei sich wohnen lassen. Laut Richterin war das nicht zu widerlegen. Mit der Geldstrafe von 100 Tagessätzen à 200 Euro blieb sie unter der Forderung der Staatsanwältin, die mehr als 31.000 Euro gefordert hatte – nämlich 115 Tagessätze à 270 Euro.

Es sei schwierig, einen angemessenen Betrag auf Basis des Einkommens des Musikers zu schätzen, erklärte die Richterin. Das ist laut früherer Ermittlungen zwar erheblich, aber stark schwankend. Auf Grund der Corona-Pandemie dürfte es nach Einschätzung der Richterin derzeit geringer ausfallen. Ob man Rechtsmittel einlegen werde, sei noch nicht abschließend geklärt, sagte Maxwells Anwalt. (dpa)

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