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Steigende Corona-Zahlen: Rückkehr zur FFP2-Maskenpflicht gefordert

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Von: Kilian Bäuml

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Die Corona-Inzidenz steigt weiter stark an. Ärztevertreter fordern schnelles Handeln, um die Überlastung von Krankenhäusern zu verhindern.

Frankfurt – Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) liegt die Corona-Inzidenz am Mittwoch (12. Oktober) bei 799 und ein Ende des Anstiegs ist zunächst wohl nicht absehbar. Kliniken in Deutschland bereiten sich bereits auf eine neue Welle vor und Expertinnen und Experten warnen vor einer erneuten Überlastung und einem starken Anstieg der Covid-Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern.

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen fordern Ärztevertreterinnen und -vertreter jetzt ein schnelles Handeln von den Ländern. „Überall dort, wo die Inzidenzen jetzt durch die Decke gehen, müssen die Länder mit einer FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und in öffentlich zugänglichen Innenräumen reagieren“, fordert Susanne Johna, Vorsitzende der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund.

Forderung nach Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht, um Corona einzudämmen

Eine FFP2 Maske an einem Handgelenk
Der Ärzteverband fordert die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht. (Symbolbild) © IMAGO/Michael Gstettenbauer

Der starke Anstieg der Corona-Infektionen könnte die Kliniken sonst überlasten. „Auch wenn es lästig ist: FFP2-Masken schützen vor der Übertragung von aerogenen Infektionserkrankungen“, sagte Johna. „Einen ähnlich schnell wirksamen Schutz haben wir für andere Erkrankungsfälle nicht zur Verfügung.“

Lauterbach spricht sich für Rückkehr der Maskenpflicht als Maßnahme gegen Corona aus

Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) fordert, dass Maßnahmen gegen die erneute Ausbreitung von Corona ergriffen werden. Er hält eine Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen für sinnvoll.

Jedes Bundesland entscheidet eigenständig über Corona-Maßnahmen, die unabhängig vom Bund sind. Lauterbach ruft die Länder deshalb zu einem möglichst einheitlichen Vorgehen auf. „Wenn die Länder sich jetzt einigen könnten, wann der optimale Zeitpunkt ist, wäre das natürlich toll“, äußerte er gegenüber dem ARD-Morgenmagazin. Weiter sagte der Gesundheitsminister, dass es nicht die Haltung der Bundesregierung sei, sich an die steigenden Todeszahlen zu gewöhnen.

Corona-Welle: Personelle Engpässe im Krankenhaus - Rückkehr der Maskenpflicht gefordert

Mehr Patientinnen und Patienten mit Covid-19 bedeuten auch ein höheres Ansteckungsrisiko für Mitarbeitende im Krankenhaus – der deswegen nötige höhere Infektionsschutz bedeutet zugleich einen deutlichen Mehraufwand. Durch die steigenden Inzidenzen wird in den Krankenhäusern bereits jetzt wird mit Personalausfällen gerechnet. Viele Kliniken sind bereits jetzt personell schlecht aufgestellt. Johna äußert sich gegenüber der Funke Mediengruppe folgendermaßen: „Die Politik unterschätzt nach wie vor die personellen Engpässe in der Versorgung“, weiter mahnt sie. „Wir wollen alle Patientinnen und Patienten gut versorgen, aber auch in den Krankenhäusern fällt immer mehr Personal erkrankt aus.“ (Kilian Bäuml/AFP)

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