Spiel um Aktenvernichtung

„Stasi raus, es ist aus!“

Ein Kartenspiel um Rettung von Stasi-Akten vor der Vernichtung im Januar 1990 ist in Berlin vorgestellt worden.

Die letzten Tage der Stasi vor rund 30 Jahren können künftig mit einem Kartenspiel nacherlebt werden. In der ehemaligen Zentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) wurde am Donnerstag das Kartenspiel „Stasi raus, es ist aus!“ vorgestellt. In dem Spiel geht es um die Aktenvernichtung durch Stasi-Mitarbeiter und Bürger, die diese zu verhindern suchen. Ziel des Spiels ist es, so viele Unterlagen zu vernichten wie möglich.

Vor fast 30 Jahren, am 15. Januar 1990, retteten mehrere Tausend Demonstranten beim Sturm auf die Berliner Stasi-Zentrale viele Akten vor der Vernichtung. Die ersten MfS-Bezirksverwaltungen wurden aber bereits in der ersten Dezemberwoche 1989 gestürmt. Den Stein ins Rollen brachten am 4. Dezember couragierte Menschen in Erfurt.

Entwickelt wurde das Spiel von Michael Geithner und Martin Thiele-Schwez von der Firma „Playing History“ mit Unterstützung des Stasi-Unterlagen-Archivs und des DDR-Museum. Die ehemalige Stasi-Zentrale an der Normannenstraße im Berliner Bezirk Lichtenberg ist heute unter anderem Sitz des „Campus für Demokratie“ und des Stasi-Museums. (epd)

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