Flutkatastrophe

Spezialausrüstung aus Deutschland für den Iran 

Bei den Überschwemmungen der vergangenen drei Wochen starben nach amtlichen Angaben mindestens 70 Menschen.

Schlauchboote aus Deutschland sollen nach der großen Flutkatastrophe im Iran endlich mehr Hilfe zu den vielen Menschen bringen, die vom Wasser eingeschlossen sind. 40 aufblasbare Rettungsboote und 40 Außenbordmotoren wurden am Montag vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) an den iranischen Roten Halbmond (IRRCS) übergeben.

Bei den Überschwemmungen der vergangenen drei Wochen starben nach amtlichen Angaben mindestens 70 Menschen. Es gibt immer noch zahlreiche Vermisste, die mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr am Leben sind, deren Leichen aber noch nicht gefunden sind. Daher könnten laut IRRCS die Opferzahlen noch deutlich steigen.

In 23 der 31 iranischen Provinzen sind fast eine halbe Million Menschen von der Flut betroffen. Die Lage im Südwesten des Landes ist weiterhin dramatisch. Dort mussten rund ein Dutzend Kleinstädte und Dörfer geräumt werden. Überschwemmungen haben mehr als 25 000 Häuser zerstört. Mindestens 60 000 Familien mussten ihre Häuser verlassen und in Notunterkünften unterkommen. Die Flut überraschte die Iraner ausgerechnet zum persischen Neujahrsfest am 21. März.

Mit den deutschen Booten haben die Rettungsdienste nun besseren Zugang zu den Flutgebieten. Genau das war eines der Hauptprobleme des IRRCS in den letzten Tagen. Den Angaben zufolge haben neben Deutschland auch Kuwait, die Schweiz und die Türkei bereits Hilfsgüter in den Iran geschickt. Ausländische Geldspenden gab es laut IRRCS keine, weil wegen der US-Sanktionen der internationale Bankkanal für Überweisungen in den Iran blockiert sei. (dpa)

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