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Durch Zufall fand der Superstar 2001 das weitläufige Anwesen direkt am See.
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Durch Zufall fand der Superstar 2001 das weitläufige Anwesen direkt am See.

George Clooney

Spekulationen um Hochzeitsort

  • Regina Kerner
    VonRegina Kerner
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Die Einwohner von Laglio am Comer See, wo George Clooney eine Villa besitzt, würden sich freuen, wenn der Hollywoodstar seine Verlobte Amal Alamuddin in ihrem Ort heiratet. Bisher gibt es aber keine Anzeichen dafür. Dabei soll die Hochzeit Gerüchten zufolge am 20. September sein.

"Also ich traue George Clooney nicht“, sagt Serena Brivio, „am Ende heiratet er doch in Venedig oder in Schottland.“ Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich die Italienerin mit dem Hollywoodstar und seinem Anwesen in Laglio am Comer See – rein beruflich und für die Lokalzeitung „La Provincia“. Die Gerüchte, die von der internationalen und italienischen Klatschpresse hartnäckig verbreitet werden, verfolgt sie mit Skepsis: Dass Clooney seiner Verlobten Amal Alamuddin am 20. September das Ja-Wort geben wird. Und zwar in seiner Villa Oleandra in Laglio.

Bisher gebe es keine Anzeichen dafür, dass hinter den Kulissen dort irgendetwas vorbereitet wird, sagt Serena Brivio. Trotzdem hofft die Mode- und Gesellschaftsreporterin natürlich, dass der bisher als notorischer Junggeselle geltende 53 Jahre alte US-Schauspieler den Schritt ins Eheleben in seiner norditalienischen Wahlheimat tut. So eine Feier, zu der Stars wie Brad Pitt und Angelina Jolie erwartet werden, wäre ein Höhepunkt ihrer Karriere. Und außerdem wären die 926 Einwohner von Laglio, „die Clooney lieben“, wie Serena Brivio sagt, arg enttäuscht, wenn ihr berühmtester Mitbürger anderswo heiraten würde.

Bürgermeister Roberto Pozzi hat schon für gute Voraussetzungen gesorgt. Im Juni ließ er eine Schutzzone rund um Clooneys Villa einrichten. Ausflugsschiffe, Privatboote und Schwimmer müssen jetzt eine Distanz von 100 Metern einhalten, Schaulustige und Fotografen dürfen nicht in den Straßen rundum lungern. Vor allem auf einem kleinen Parkplatz hinter der Villa Oleandra hätten sich früher Tag und Nacht Paparazzi postiert, um mit Riesenobjektiven Fotos zu schießen, erzählt Serena Brivio. Jetzt sind Kameras installiert und bei Verstößen gegen das Verbot schreitet die Polizei ein. „Sollte er bei uns heiraten wollen, erwarten wir ihn mit offenen Armen“, sagt der Bürgermeister. „Wir werden ihm größtmögliche Diskretion garantieren.“

Laglio und der Bürgermeister haben großes Interesse daran, Clooney bei Laune zu halten. Er sei „einer, den uns der gute Gott des Tourismus geschenkt hat“, hat Pozzi gesagt. Seit Clooney hier residiert, pilgern Touristen und Neugierige nach Laglio. „Früher war Laglio überhaupt nicht ,in‘“, sagt Serena Brivio, „es war kein Ort für VIPs.“ Einer der ersten, die eine noble Ferienresidenz kauften, war der Modedesigner Gianni Versace, aber ihn zog es nach Cernobbio. Inzwischen haben viele internationale Prominente und reiche Russen Villen am See erworben. Doch keiner hat die Anziehungskraft eines George Clooney. „Laglio ist durch ihn der Nabel der Welt geworden“, sagt Serena Brivio. Und es verdient daran.

Dass Clooney in Laglio landete, war Zufall. 2001 hatte der Schauspieler bei einer Motorradtour vor der Villa eine Panne.

Am Kiosk getroffen

Er habe geklingelt, erzählte er in Interviews, und die Eigentümer hätten ihn hereingebeten. Wenig später kaufte er den Erben des Ketchup-Königs John Heinz das Anwesen für zehn Millionen Dollar ab. Das 25-Zimmer-Haus aus dem 19. Jahrhundert, eierschalenfarben mit dunklem Schieferdach, liegt direkt am Seeufer und hat einen weitläufigen Park. Treppchen führen ins Wasser, seine Motoryacht kann Clooney vorm Haus ankern. Als Gästehaus kaufte er die angrenzende Jugendstil-Villa Margherita dazu. Wenn er in Laglio weilt, lässt sich das leicht erkennen: Dann sind die Fensterläden der Villa Oleandra geöffnet.

Früher ließ Clooney keine Gelegenheit aus, um seine zweite Heimat zu preisen. „Es ist der schönste Ort der Welt“, schwärmte er 2008 in einem TV-Interview. Italien habe außerdem das beste Essen und den besten Wein der Welt. Daraufhin schossen die Immobilienpreise am Comer See in die Höhe. Aber die Leute in Laglio eroberte er nicht nur mit solchen Sätzen. „Bis vor zwei, drei Jahren hatte er viele persönliche Kontakte, er unterhielt sich, ging in die Bar, zum Zeitungskiosk, machte Fahrrad-Ausflüge“, erzählt Serena Brivio. Auch sie hat ihn oft getroffen. „Ein wirklich netter Mann“, sagt sie. Deshalb hätten die Leute in Laglio immer versucht, seine Privatsphäre zu schützen. „Aber spätestens als er mit dem italienischen Model Elisabetta Canalis liiert war, nahm der mediale Druck extrem zu.“ Neugierige mieteten Schlauchboote, um mit Ferngläsern einen Blick zu erhaschen und riefen unter den Fenstern nach „George“, Paparazzi lagen auf der Lauer. Clooney zeigte sich immer häufiger genervt. Es gab Gerüchte, er wolle die Villa verkaufen.

In diesem Sommer war er dann doch recht häufig in Laglio, zuletzt vergangene Woche, um einen neuen Kaffee-Werbespot zu drehen. Auch seine Verlobte reiste an. Der künftigen Schwiegermutter hatte Clooney sein Anwesen schon im Juni gezeigt. Genug Anlass für Spekulationen also. Eine italienische Internetseite behauptet, es seien 20 Millionen Euro Kaution bei einem exklusiven Resort hinterlegt, das die Party organisiere. Andere angebliche Insider berichten, statt einer großen Party sei eine intime Feier in der Villa geplant.

Auch Serena Brivio hat Clooney und seine Verlobte kürzlich gesehen, im Restaurant Harry’s Bar in Cernobbio. Früher hätte sie ihn vielleicht fragen können, wo er denn nun heiraten wird. Aber daran ist nicht mehr zu denken. „Er ist komplett abgeschirmt von Leibwächtern“, sagt Serena. „man sieht ihn nur noch von weitem“.

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