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Waldbrand wütet an der Costa del Sol – Tausende Menschen evakuiert

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Von: Martina Lippl

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Waldbrand in Spanien: Waldbrände wüten in Spanien: Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen.
Waldbrände wüten in Spanien: Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. © Álex Zea/dpa

Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen Waldbrände im Süden Spaniens. Starke Winde fachen die Flammen an der Costa del Sol immer wieder an. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Marbella – An der Costa del Sol brennen die Wälder. In der vergangenen Nacht mussten mehr als 3.000 Menschen in Spanien in Sicherheit gebracht werden. Starke Winde und Hitze erschweren die Löscharbeiten. Warum das Feuer am Mittwoch (8. Juni) ausbrach, ist unklar. Die Flammen bedrohen die 8000-Einwohner-Gemeinde Benahavis sowie das 300-Einwohner-Dorf Pujerra.

Beide Dörfer liegen rund hundert Kilometer westlich von Málaga im Süden Spaniens. Ob Touristen von den Evakuierungen betroffen waren, war zunächst unbekannt – die Region gilt als Urlauber-Hochburg. Wie die spanische Zeitung El País versuchen die Einsatzkräfte das Feuer einzukreisen, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Spanien: Feuer in der Urlaubsregion an der Costa del Sol breitet sich weiter aus

Das Gebiet ist steil und schwer zugänglich. Das Löschen aus der Luft mit Flugzeugen und Hubschrauber aufgrund der thermischen Inversion bisher unmöglich. Man erwarte aber im Laufe des Tages eine Besserung der Lage mit schwächeren Winden.

500 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Militärischen Nothilfeeinheit UME sind in der Region im Einsatz, wie der Notdienst der Region Andalusien auf Twitter mitteilte. Gebäude wurden den amtlichen Angaben zufolge vorerst nicht in Mitleidenschaft gezogen. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt, berichtet die spanische El Pais.

Waldbrände in Spanien: Ministerpräsident Pedro Sánchez spricht von einer „schwierigen Nacht“ für die Bewohner

Die Bewohner der Sierra Bermeja hätten nun erneut „eine schwierige Nacht“ erlebt, schrieb Ministerpräsident Pedro Sánchez auf Twitter. Der sozialistische Politiker drückte den Betroffenen seine Solidarität aus. Das betroffene Gebiet an der Bergkette Sierra Bermeja war erst im vorigen September von einem sechstägigen Waldbrand verwüstet worden.

Damals wurden mehr als 9000 Hektar Wald zerstört. Das entspricht der Fläche von etwa 13.000 Fußballfeldern. Die Behörden waren seinerzeit davon überzeugt, dass das Feuer das Werk von Brandstiftern war. Die Täter konnten aber nicht ermittelt werden. (dpa/ml)

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