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Flug mit SpaceX

Kommerzielle Raumfahrt: Milliardär bucht SpaceX-Raumflug – und verlost die Tickets

  • Tanja Banner
    vonTanja Banner
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Der Milliardär Jared Isaacman bucht bei SpaceX einen privaten Raumflug. Der soll noch in diesem Jahr starten – zwei der Plätze im Raumschiff sind noch frei und werden verlost.

  • Der Milliardär Jared Isaacman bucht bei SpaceX von Elon Musk einen privaten Raumflug.
  • Drei der vier Plätze stellt er wohltätigen Zwecken zur Verfügung – er sammelt Spenden für ein Kinderkrankenhaus.
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Bisher sind nur Nasa-Astronaut:innen mit dem Raumschiff „Crew Dragon“ von SpaceX ins All geflogen – doch das könnte sich bereits in diesem Jahr ändern. Der US-Milliardär Jared Isaacman hat beim privaten Raumfahrtunternehmen von Milliardär Elon Musk einen Raumflug gebucht. Einen Sitz hat der 37-Jährige dabei für sich selbst reserviert, zwei der anderen drei Plätze in der Raumkapsel will der Milliardär für den guten Zweck vergeben, während der vierte Platz einer Person vorbehalten bleibt, die Isaacmans eigenes Unternehmen, die Zahlungsabwicklungsfirma „Shift4 Payments“, nutzt.

„Ich bin Weltraum-Fan seit dem Kindergarten“, wird Isaacman zitiert. Mit der Mission, der er den Namen „Inspiration4“ gegeben hat, will der Milliardär eine „humanitäre Botschaft“ senden: Die Reise repräsentiere eine neue Ära der menschlichen Raumfahrt und Erforschung. Hauptziel der Mission ist es jedoch, Geld für das Kinderkrankenhaus St. Jude in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee zu sammeln. „Ich will diesen historischen Moment nutzen und die Menschheit inspirieren, während ich dabei helfe, Krebs bei Kindern hier auf der Erde zu bekämpfen“, so Isaacman in einer Mitteilung. Der Milliardär hat angekündigt, selbst 100 Millionen US-Dollar an das Krankenhaus zu spenden und hofft, dass durch seinen Spendenaufruf, der an die Mission „Inspiration4“ gekoppelt ist, mehr als 200 Millionen US-Dollar zusammenkommen.

Der Milliardär Jared Isaacman hat viel Geld für einen privaten Raumflug mit SpaceX ausgegeben. Damit will er sich einen Kindheitstraum erfüllen und Geld für ein Kinderkrankenhaus sammeln.

Milliardär Isaacman stellt Sitze im SpaceX-Raumschiff für wohltätige Zwecke zur Verfügung

Während zwei der vier Sitze im SpaceX-Raumschiff bereits vergeben sind – neben Jared Isaacman soll eine noch unbekannte Angestellte des Kinderkrankenhauses St. Jude mitfliegen – sind zwei Sitze noch nicht besetzt. US-Amerikaner, die älter als 18 Jahre sind, können an Wettbewerben teilnehmen, um einen der Plätze für den Raumflug zu ergattern.

Bei dem Raumflug soll es sich um den ersten vollständig privaten Raumflug handeln: Er ist privat finanziert – wie viel Geld Isaacman an SpaceX gezahlt hat, ist nicht bekannt – und soll aus einer privaten Crew bestehen. Isaacman selbst ist ein erfahrener Pilot und Inhaber mehrerer Flugrekorde, außerdem hat er mit Draken International die größte private Luftwaffe der Welt gegründet, die unter anderem die US-Luftwaffe trainiert. Unterstützt wird er während des Flugs in dem automatisierten Raumschiff von einem SpaceX-Kontrollzentrum auf der Erde.

Raumschiff von SpaceX fliegt private Crew ins Weltall – Mehrtägiger Flug um die Erde

Wie genau der Flug ablaufen wird, ist noch nicht bekannt. Fest steht jedoch bereits, dass die vier Crewmitglieder im SpaceX-Raumschiff „Resilience“ starten sollen, das derzeit noch an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt ist. Zur ISS soll der Flug nicht führen, er soll nur die Erde umkreisen. Starten soll das Raumschiff mit einer „Falcon 9“-Rakete von SpaceX vom historischen Startplatz 39A im Kennedy Space Center in Florida. Dort starteten in der Vergangenheit unter anderem die „Apollo“-Missionen zum Mond und die Space Shuttles, mittlerweile startet SpaceX von diesem Starplatz.

Mit einer „Falcon 9“-Rakete von SpaceX sollen die vier privaten Astronaut:innen vom Kennedy Space Center in Florida abheben.

Für den Start ist ein Termin im vierten Quartal 2021 vorgesehen, die genaue Dauer der Mission von „Inspiration4“ ist noch nicht bekannt. Bei SpaceX ist bisher nur von einem „mehrtägigen Flug“ die Rede, der die Erde alle 90 Minuten umrunden wird. Am Ende der Reise soll die Mission „Inspiration4“ vor der Küste Floridas wassern.

Vor dem Weltraum-Abenteuer wartet das Training von SpaceX

Die künftigen Astronaut:innen sollen vor ihrem Weltraum-Abenteuer von SpaceX trainiert werden. Sie sollen nach Unternehmensangaben die Rakete „Falcon 9“ und das „Dragon“-Raumschiff kennenlernen, sich mit Orbitalmechanik vertraut machen und lernen, wie man sich in der Schwerelosigkeit bewegt. Auch Notfalltraining, der Ein- und Ausstieg in den Raumanzug und die Raumkapsel und Missions-Simulationen stehen demnach auf dem Übungsplan. Bereits Anfang März soll bekanntgegeben werden, wer für die Mission ausgewählt wurde, so dass noch genügend Zeit für das Training bleiben soll.

Im kommenden Jahr sollen ebenfalls mit einem „Dragon“-Raumschiff von SpaceX vier Männer aus den USA, Kanada und Israel als Weltraumtouristen zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Tickets für diese Mission, die von SpaceX, der Nasa und dem Unternehmen Axom Space organisiert wird, sollen je rund 55 Millionen US-Dollar (etwa 45 Millionen Euro) gekostet haben. Was Jared Isaacman für die Erfüllung seines Kindheitstraums und den wohltätigen Zweck an SpaceX gezahlt hat, ist dagegen nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass der Milliardär fleißig die Werbetrommel rührt – schließlich geht es für ihn auch darum, Werbung für sein eigenes Unternehmen zu machen. Beim Super Bowl am kommenden Wochenende soll ein Werbespot auf die Aktion hinweisen und zum Mitmachen und Spenden auffordern. (Tanja Banner)

Rubriklistenbild: © dpa/St. Jude Children’s Research Hospital

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