Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

och im Juli wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.
+
Noch im Juli wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Großbritannien

Sorge um Corona-Held Captain Tom in Großbritannien

Tom Moore sammelte mit einem Rollator-Spendenlauf Millionen für den Gesundheitsdienst in Großbritannien – nun leidet er selbst an CoVid-19.

  • Captain Tom wurde in der Corona-Krise zum Helden in Großbritannien.
  • Er sammelte eine Rekordsumme an Spenden in Zeiten von Corona.
  • Jetzt ist Captain Tom alias Tom Moore selbst mit dem Virus infiziert.

London - Der 100 Jahre alte britische Rekordspendensammler Tom Moore alias Captain Tom ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus in ein Krankenhaus gebracht worden. Das teilte seine Tochter am Sonntagabend per Twitter mit. Ihr Vater leide bereits seit Wochen an einer Lungenentzündung, schrieb sie. „Er war bis heute zu Hause, brauchte aber zusätzliche Hilfe beim Atmen.“ Er sei allerdings nicht auf der Intensivstation.

Captain Tom: Spendenlauf mit Rollator

Der Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf in der Corona-Pandemie knapp 32,8 Millionen britische Pfund – umgerechnet etwa 37 Millionen Euro – für den Nationalen Gesundheitsdienst NHS gesammelt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert und erhielt dafür sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Innerhalb kürzester Zeit wurde er mit dieser Aktion zu einem nationalen Symbol für Solidarität und Optimismus.

Eine Impfung gegen Covid-19 habe Moore nicht erhalten, berichtete die „BBC“ unter Berufung auf eine Sprecherin des 100-Jährigen. Grund dafür seien die Medikamente gewesen, die Moore zur Behandlung seiner Lungenentzündung erhalten habe.

„Meine Gedanken sind sehr mit Captain Tom Moore und seiner Familie. Sie haben die ganze Nation inspiriert und ich weiß, dass wir Ihnen alle eine vollständige Genesung wünschen“, twitterte Premierminister Boris Johnson.

Captian Tom über die Grenzen Großbritanniens hinaus bekannt

„Hoffe auf eine schnelle Genesung und darauf, Captain Tom bald wieder bei seiner Familie zu sehen“, schrieb der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan ebenfalls auf Twitter. Auch etliche andere Fans des 100-jährigen Moore, der im vergangenen Jahr auch weit über die Grenzen Großbritanniens hinaus bekannt geworden war, äußerten in den sozialen Medien ihr Mitgefühl. Queen Elizabeth II. (94) hatte Moore im Sommer auf Schloss Windsor zum Ritter geschlagen. Der stets zu Scherzen aufgelegte Senior witzelte damals, die Königin möge sich hoffentlich mit dem Schwert nicht ungeschickt anstellen.

Zu seinem 100. Geburtstag im April 2020 hatte er insgesamt rund 125 000 Glückwunschkarten aus Großbritannien und der ganzen Welt erhalten. Über sein Haus in dem beschaulichen Örtchen Marston Moretaine in der Grafschaft Bedfordshire donnerten damals zu seinen Ehren Kampfflugzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Captain Tom, ehrenhalber auch noch zum Colonel befördert, stürmte sogar mit seiner eigenen Version der Fußball-Hymne „You‘ll Never Walk Alone“ an die Spitze der Charts in Großbritannien. Den Song nahm er gemeinsam mit dem britischen Sänger und Schauspieler Michael Ball und einem NHS-Chor auf. „Was für wundervolle Neuigkeiten“, sagte Moore damals. „Meine Enkelkinder können nicht glauben, dass ich die Charts anführe!“ (Christoph Meyer, dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare