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USA

Skulptur von betendem Hitler versteigert

Das Auktionshaus Christie's hat die umstrittene Hitler-Skulptur für knapp 17,2 Millionen Dollar versteigert. Der italienische Bildhauer Maurizio Cattelan ist für seine Provokationen bekannt.

Von hinten erinnert die Skulptur an einen betenden Jungen auf Knien - von vorne jedoch ist der markante Schnauzbart und der böse Blick unverkennbar: Eine umstrittene Hitler-Skulptur des italienischen Bildhauers Maurizio Cattelan ist am Sonntagabend vom Auktionshaus Christie's für knapp 17,2 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) versteigert worden. Es ist die höchste Summe, die ein Werk des 55-jährigen Künstlers jemals erzielte.

Cattelan ist für seine Provokationen bekannt. Doch mit seiner im Jahr 2001 aus Wachs und Harz geschaffenen Hitler-Skulptur habe er selbst lange Zeit gehadert, gestand er einmal: Er habe sie "zerstören wollen und seine Meinung tausend Mal" geändert. Der Schätzwert von "Er" - wie Cattelan sein Werk nennt - lag bei zehn bis 15 Millionen Dollar. Der bisherige Rekordpreis für ein Werk des Italieners belief sich auf 7,9 Millionen Dollar.

2012 hatte das New Yorker Guggenheim-Museum die Hitler-Plastik im Rahmen einer Cattelan-Retrospektive ausgestellt. Bei der Christie's-Auktion gehörte sie zu den Hauptattraktionen. Insgesamt wurden unter dem Titel "Bound to fail" (Zum Scheitern verurteilt) 39 Werke moderner und zeitgenössischer Kunst versteigert. Die Auktion setzte sich mit dem Thema des kommerziellen Misserfolgs und bewussten Grenzverstoßes von Kunstwerken auseinander.

Die Versteigerung sei eine "Herausforderung" gewesen, sagte der für die Zusammenstellung verantwortliche Christie's-Vertreter Loic Gouzer. Doch sei sie sehr gut gelaufen. Er fügt hinzu, noch vor ein paar Jahren wäre die Skulptur eines betenden Hitlers unverkäuflich gewesen.

Das Werk "One Ball Total Equilibrium Tank" des US-Künstlers Jeff Koons erzielte 15 Millionen Dollar. Es zeigt einen in einem Tank mit einer Kochsalzlösung schwimmenden Basketball. Bis auf eines fanden alle Kunstwerke der Auktion ihre Käufer - für eine Gesamtsumme von 78,1 Millionen Dollar und damit deutlich über den geschätzten 59,4 Millionen Dollar. (afp)

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