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Pandemie

Skiurlaub trotz Corona? Angela Merkel fordert Schließung aller Skigebiete in Europa

  • Luisa Ebbrecht
    vonLuisa Ebbrecht
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Wegen der Corona-Pandemie steht auch der Ski-Urlaub auf der Kippe. Die Skigebiete bereiten sich auf die Saison vor - nun hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel geäußert. 

  • Die Corona-Pandemie hat weitreichende Konsequenzen für Freizeitaktivitäten zur Folge.
  • Auch der Skiurlaub im Winter 2020/2021 steht wegen Covid-19 auf der Kippe.
  • Die meisten Skigebiete in Deutschland, Österreich und Italien sind derzeit noch geschlossen.

Update vom Donnerstag, 26.11.2020, 10.55 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich im Rahmen einer Regierungserklärung vor dem Bundestag zum Thema Skiurlaub in der Saison 2020/21 geäußert. Sie forderte, alle Skigebiete in Europa zu schließen, um einer Explosion der Corona-Neuinfektionen entgegenzuwirken. Demnach sollten touristische Reisen abgesagt werden, um nicht notwendige Kontakte zu vermeiden. „Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten. Es sieht leider nicht so aus, wenn man die österreichischen Verlautbarungen hört, dass uns das so einfach gelingen könnte, aber wir werden es noch einmal versuchen“, so Merkel.

Einige Länder fordern die Skigebiete aufgrund der Corona-Pandemie europaweit zu schließen. Österreich ist nicht einverstanden.

Laut der Nachrichtenagentur AFP wies die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger den Vorschlag der Schließung der Skigebiete zurück. „Ich kann den Vorstößen nach der Schließung von Skigebieten über Weihnachten nichts abgewinnen“, sagte Köstinger der Funke Mediengruppe. „Winterurlaub in Österreich wird sicher sein. Unsere Betriebe haben bereits umfassende Sicherheitskonzepte für den Skiurlaub.“ Die Ministerin brachte auch mögliche Schadenersatzforderungen ins Spiel für den Fall, dass Verbote verhängt werden.

Skiurlaub absagen wegen Corona? So ist die Lage

Erstmeldung vom Mittwoch, 25.11.2020: Der Winter steht vor der Tür. Neben der Frage wie wir Weihnachten und Silvester in diesem Corona-Jahr verbringen, fragen sich viele, ob sie ihren gebuchten Skiurlaub auch antreten können. Viele Deutsche nutzen die Weihnachtsferien für einen Ausflug ins nahegelegene Skigebiet oder einen Aufenthalt in Österreich oder der Schweiz. Aber wie sieht die Situation derzeit in den Lieblings-Skigebieten der Deutschen aus? Ist der Skiurlaub möglich oder muss auch dieser Urlaub wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt werden? Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Skiurlaub trotz Corona? So sieht die Situation in deutschen Skigebieten aus

Die Skigebiete rund um den höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze, sollten eigentlich schon am 13. November öffnen. Dann kam der Lockdown-Light dazwischen. Alle Hotels, Gastronomien, Freizeiteinrichtungen sowie die Bergbahnen mussten schließen. Nach Informationen von Focus musste die Bayrische Zugspitzbahn sogar schon einige Tage vor dem Lockdown wegen zu großen Andrangs schließen.

Die Hoffnung, die Skisaison Anfang Dezember starten zu können, schwindet im Hinblick auf die Verlängerung des Corona-Lockdowns stetig. Nach Angaben auf der Webseite stehe ein Sicherheits- und Hygienekonzept für die beiden Skigebiete „Zugspitze“ und „Garmisch Classic“ bereit. Demnach muss eine Mund-Nasen-Bedeckung in allen Gebäuden, Wartebereichen, Gondeln und Liften getragen werden. Außerdem dürfen Wind- und Wetterschutzabdeckungen an Sesselliften nicht heruntergeklappt werden. Die Zahl der Pendelbahn-Fahrgäste soll zudem reduziert werden.

Die Skigebiete bereiten sich auf eine Corona-Saison vor. (Symbolbild)

Skigebiete in Österreich: Das sind die Corona-Maßnahmen

In den Skigebieten in Österreich sieht es nicht anders aus. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Start der Skisaison schon mehrfach nach hinten verschoben. Derzeit gilt auch hier ein verschärfter Lockdown. Bis mindestens zum 6. Dezember sind Geschäfte und Einrichtungen, die nicht dem täglichen Bedarf dienen, geschlossen. Es gilt eine Ausgangssperre. Auch die Skigebiete sind demnach noch nicht geöffnet. Die Tourismusverbände zeigen sich positiv und legen ausgefeilte Corona-Hygienekonzepte vor.

So auch das beliebte Skigebiet Ischgl. Noch Anfang des Jahres stand es als Corona-Hotspot in den Schlagzeilen. Dies soll diese Skisaison nicht noch einmal passieren. Über 700.000 Euro wurden in neue Gesundheits- und Sicherheitsstandards investiert. Beispielsweise wurden Kameras an den Liftstationen installiert, um Gruppenbildungen beim Anstehen entgegenzuwirken. Nach Angaben des Tourismusverbandes soll die Saison am 17. Dezember starten. Après-Ski in der bisherigen Form ist in Ischgl dieses Jahr nicht möglich. Darauf müssen sich die Tourist:innen einstellen.

Skigebiete in Österreich: Hygienekonzepte im Kampf gegen Corona

Auch das Skigebiet St. Anton am Arlberg in Tirol möchte am 17. Dezember in die Wintersaison starten. Das Gebiet dient als Modellregion für das Projekt „Covid-19 – Risikomanagement Wintertourismus“ des Landes Tirol. In enger Zusammenarbeit mit dem Center for Social and Health Innovation (CSHI) in Innsbruck wurde in den letzten Monaten ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet. Beispielsweise werden in der kommenden Saison die Fahrgastkapazitäten reduziert, die Besucherströme in den Wartebereichen gelenkt und mehr Skibusse eingesetzt.

Ähnliche Maßnahmen wurden auch für andere österreichische Skigebiete wie das Zillertal oder Saalbach-Hinterklemm beschlossen. Unklar ist auch hier, wann eine Öffnung der Skigebiete wegen der steigenden Zahlen der Corona-Infizierten möglich ist.

Skiurlaub in Corona-Zeiten: Südtirol im Lockdown - Skigebiete sind noch geschlossen

Auch im italienischen Südtirol gilt noch bis zum 29. November ein Lockdown. Es gilt eine Ausgangssperre und die Hotels und Restaurants bleiben zu. Die Skigebiete sollen laut Landesverordnung bis mindestens zum 3. Dezember geschlossen bleiben. Genauso wie der Corona-Lockdown in Deutschland kann die Schließung noch verlängert werden. Um einer Verlängerung entgegenzuwirken, wurde am vergangenen Wochenende ein Corona-Massentest in der Bevölkerung durchgeführt. Von den 340.000 Menschen wurden nur knapp 3200 Personen positiv getestet.

Italien denkt zudem über eine Verschiebung der Skisaison bis mindestens zum 10. Januar nach. Im Falle einer tatsächlichen Verschiebung käme es zu einem Umsatzausfall in Milliardenhöhe. Besonders betroffen wäre auch Österreich, da sich das Land viele Skigebiete mit Italien teilt. In Abstimmung mit den Nachbarländern will Italien nun einen gemeinsamen Corona-Plan erarbeiten.

Skiurlaub in Corona-Zeiten: Kein Lockdown in der Schweiz

Lediglich die Schweiz befindet sich trotz steigender Fallzahlen nicht in einem Corona-Lockdown. In den Skigebieten Zermatt, Engelberg, Saas-Fee und Les Diablerets hat der Skibetrieb sogar schon begonnen. Allerdings gibt es auch hier eine Gastronomie-Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr. Ebenfalls gelten die üblichen Abstandsregeln und die Maskenpflicht.

Falls Sie in Betracht ziehen, in den Skiurlaub zu fahren, sollten Sie die weitreichenden Konsequenzen für die Zeit nach dem Urlaub nicht außer Acht lassen. Da laut dem RKI Österreich, Italien, Frankreich und die Schweiz als Risikogebiete gelten, müssen Sie sich nach der Reise in häusliche Quarantäne begeben. In den meisten Bundesländern ist ein Test erst nach frühstens fünf Tagen Isolation möglich. Auch nach einem negativen Test kann eine häusliche Quarantäne angeordnet werden. (Luisa Ebbrecht)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Leandre Duggan/KEYSTONE/dpa

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