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Regelmäßig zum Jahreswechsel liegt über vielen Großstädten schon kurz nach Mitternacht ein Nebel aus schädlichem Feinstaub.
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Regelmäßig zum Jahreswechsel liegt über vielen Großstädten schon kurz nach Mitternacht ein Nebel aus schädlichem Feinstaub. (Archivfoto)

Feiern zum neuen Jahr

Böller-Verkaufsverbot: 90 Prozent weniger Luftverschmutzung an Silvester

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Zwar wurde trotz Feuerwerk-Verkaufsverbot auch zum Jahreswechsel 2022 wieder geböllert, die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung war jedoch deutlich geringer.

Berlin – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat das Verkaufsverbot für Silvesterböller als Erfolg bewertet. Das berichtet die Nachrichtenagentur epd. Im Vergleich zu den Vorjahren ohne Verkaufsverbot sei die stark gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung laut Informationen der Umweltschutzorganisation im Schnitt um mehr als 90 Prozent gesunken. Die Umwelthilfe stützt sich dabei nach eigenen Angaben auf eine erste Auswertung behördlicher Messdaten.

Einen besonders hohen Rückgang der stündlichen Spitzenbelastung für Feinstaub hätte demnach etwa eine Messstation in Bremen verzeichnet, wo zusätzlich zum Verkauf auch der Gebrauch von Böllern und Raketen stadtweit verboten worden war. Hier wurden demnach in der Nacht zum 1. Januar 2022 nur noch 46 Mikrogramm je Kubikmeter gemessen – was einem Rückgang von 96 Prozent entspricht.

Feinstaub-Belastung zu Silvester: Böller-Verkaufsverbot bringt deutliche Entspannung

Nahezu ähnliche Rückgänge von 94 Prozent seien an der Landshuter Allee in München verzeichnet worden, wo Böllern den Angaben zufolge im gesamten inneren Ring verboten war. An der Frankfurter Allee in Berlin lag der Rückgang laut Umwelthilfe bei immerhin 87 Prozent.

Umwelthilfe-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch mahnte auch mit Blick auf durch Feuerwerk Verletzte und Getötete für die Zukunft ein vollständiges Böllerverbot in ganz Deutschland an. Die neue Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) solle die Sprengstoffverordnung überarbeiten und den privaten Gebrauch von Pyrotechnik zu Silvester so dauerhaft beenden.

Verkaufsverbot für Feuerwerk zu Silvester sollte Kliniken entlasten – Dennoch Verletzte

Verboten worden war der Verkauf von Böllern zu diesem Jahreswechsel jedoch nicht wegen der jährlich massiv hohen Feinstaubbelastung, sondern für die Entlastung von Kliniken, die durch Feuerwerkunfälle jährlich eine Menge zusätzlicher Arbeit bekommen. Während der Corona-Krise waren diese jedoch zuletzt ohnehin überdurchschnittlich ausgelastet. Bereits zum Jahreswechsel 2020/2021 war der Verkauf von Silvester-Feuerwerk aus diesem Grund untersagt gewesen.

Einer Studie der Krankenkasse Barmer zufolge, hatte dieses Verbot vor einem Jahr auch tatsächlich Besserung gebracht. Im Vergleich zu den Vorjahren habe es deutschlandweit im ersten Jahr der Corona-Pandemie rund 40 Prozent weniger Krankenhausbehandlungen nach Silvesterunfällen gegeben. Obwohl die Zahl auch in diesem Jahr geringer ausfallen dürfte, haben einige Städte und Gemeinden nach der Silvesternacht schwere Unfälle gemeldet. Wenige gingen sogar tödlich aus. (ska mit epd)

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