Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Er ist fast 450 Jahre alt, gut erhalten und sehr selten: Ein wertvoller Seeatlas von 1586.
+
Er ist fast 450 Jahre alt, gut erhalten und sehr selten: Ein wertvoller Seeatlas von 1586.

Auktion

Seltener Seeatlas wird versteigert

Er ist fast 450 Jahre alt, gut erhalten und sehr selten: An diesem Montag können Interessenten in Hamburg einen wertvollen Seeatlas ersteigern. Anfragen gibt es auch aus dem Ausland.

Ein wertvoller Seeatlas von 1586 kommt am Montag in Hamburg unter den Hammer. Ein „Meilenstein der nautischen Kartographie“ - so beschreibt das Auktionshaus Ketterer Kunst das Werk des Holländers Lucas Janszoon Waghenaer. Der Schätzpreis liegt nach Angaben des Auktionshauses bei 180 000 Euro. Anfragen gibt es bereits aus Großbritannien, den USA und Frankreich. Zuvor befand sich das Exemplar mehr als zwanzig Jahren in einer niederländischen Privatsammlung.

Bei „Speculum nauticum“ handelt es sich um die erste lateinische Ausgabe des zuvor als „Spieghel der Zeevaerdt“ (Spiegel der Seefahrt) erschienenen Buches. Was das Objekt so besonders macht: „Es ist der erste gedruckte Seeatlas überhaupt, und das in einer frühen Ausgabe“, sagte Antiquarin Christiane Hottenbacher vom Auktionshaus. „Außerdem ein sehr seltenes koloriertes Exemplar.“ Zudem sei der Atlas vollständig und in einem guten Zustand. Besonders dekorativ seien die Goldakzente auf den Windrosen und Wappen und die Darstellungen von Segelschiffen und skurrilen Seeungeheuern.

„In der heutigen Seefahrt bringen hochmoderne Navigationssysteme die Schiffe sicher ans Ziel - im 16. Jahrhundert waren es Seekarten und zuweilen auch Navigationshandbücher, auf die sich die Kapitäne bei ihren Seereisen in unbekannte Gewässer verlassen mussten“, heißt es in einem Video über das Werk in rotem Ledereinband. Es enthält eine Gesamtkarte von Europa und 44 Teilkarten, die nahezu lückenlos die Atlantik-, Nord- und Ostseeküsten Europas abbilden.

Die meisten Städte sind in der Landessprache, in Holländisch oder Niederdeutsch (Hamborch, Eemden, Flenßborch, Wismer) verzeichnet. Auf einer Karte der nordfriesischen Küste sei auch die große Insel „Strand“ zu sehen, aus der später nach schweren Sturmfluten die heutigen Inseln Nordstrand und Pellworm und die Hallig Nordstrandischmoor entstanden seien, berichtete Hottenbacher. Zudem sei eine Karte der ostfriesischen und westfriesischen Inseln („Wranger oog“, „Spijcker ooch“) ebenso zu sehen wie detailreiche Seekarten der Küste von Pommern, Holstein und Schleswig.

Der um 1533 geborene Waghenaer war den Angaben zufolge selbst schon 30 Jahre zur See gefahren, als er im Jahr 1577 begann, Seekarten herauszugeben. Auch nach seinem Tod um 1606 war sein „Speculum nauticum“ laut Experten für Jahrzehnte maßgebliches Vorbild für alle nachfolgenden Seeatlanten dieser Art. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare