Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Beim Röntgen wurden 50 Nadeln im Körper des Jungen entdeckt.
+
Beim Röntgen wurden 50 Nadeln im Körper des Jungen entdeckt.

Kind mit 50 Nadeln unter der Haut

Schwarze Magie als Racheakt

In Brasilien hat der Stiefvater eines Zweijährigen gestanden, 50 Nadeln in den Körper des Kindes gestochen zu haben. Er wollte ihn so rituell töten. Nun muss das Kind am Herzen operiert werden.

Sao Paulo. In Brasilien muss ein Kleinkind nach einem grausigen Ritual mit dutzenden Metallnadeln am Herzen operiert werden. Der zweijährige Junge sei in ein Spezialkrankenhaus verlegt worden, wo ihm zwei Nadeln aus einer Herzkammer entfernt werden sollten, teilte ein Kliniksprecher am Donnerstag mit. Der Stiefvater des Jungen hatte gestanden, dem Kleinen in einem Ritual schwarzer Magie Nadeln in den Körper gebohrt zu haben.Die Nadeln in der linken Herzkammer des Kindes müssten entfernt werden, sagte der Arzt Fabio Contelle im nordostbrasilianischen Barreiras einem örtlichen Fernsehsender. Da es sich um einen komplizierteren Eingriff handele und das Krankenhaus in Barreiras keinen Herzchirurgen habe, müsse der Zweijährige in ein Krankenhaus in Salvador, der Hauptstadt des Bundesstaates Bahia, geflogen werden.

Nach der geplanten Operation in der Herzstation des Krankenhauses in Salvador sollte nach Angaben der Ärzte geprüft werden, ob weitere Nadeln entfernt werden müssten. Dies könnte aber noch gefährlicher sein als sie steckenzulassen.

Das Kind, dessen Name nicht öffentlich gemacht wurde, war am Sonntag mit Erbrechen und Schmerzen ins Krankenhaus gebracht worden. Dort entdeckten die entsetzten Ärzte beim Röntgen die Nadeln. Bei einer genaueren Untersuchung wurden 42 Stück gezählt.

Von der Geliebten zu der Tat überredet

Einer Krankenhaussprecherin zufolge waren die Ärzte gleich sicher, dass das Kind die Nadeln nicht geschluckt hatte. Röntgenbilder hätten gezeigt, dass sie überall in seinen Körper gestochen worden seien - auch in Hals, Oberkörper und Beine. Sogar die Lunge des Kindes wurde von einer Nadel verletzt. Im Magen-Darm-Trakt fand sich dagegen keine Nadel. Der Junge wurde auf der Intensivstation behandelt. Nach Angaben des Krankenhauses in Barreiras war sein Zustand "ernst, aber stabil". Der Junge werde über eine Sonde ernährt.

Der Stiefvater des Kindes, Roberto Carlos Magalhaes, legte kurz nach seiner Festnahme ein Geständnis ab. Er habe sich an seiner Frau rächen wollen. Der Mann sei von einer Geliebten zu der Tat angetrieben worden, die ihm geraten habe, das Kind durch das Ritual zu töten, teilte der Ermittler Helder Fernandes Santana mit.

Magalhaes war am Dienstag abgetaucht, nachdem die Ermittler Verwandte des Kindes befragt hatten. Daraufhin hatte die Polizei eine groß angelegte Suche gestartet und ihn ausfindig gemacht.

Die 38-jährige Mutter des Kindes hatte zuvor gegenüber der Zeitung "A Tarde de Salvador de Bahia" den Verdacht geäußert, ihr Sohn sei Opfer schwarzer Magie geworden. Sie habe entsprechende Gegenstände in ihrem Haus gefunden. In dem Haus lebte sie mit ihren sechs Kindern, ihrer eigenen Mutter und ihrem nun festgenommenen Ehemann, den sie erst vor einem halben Jahr geheiratet hatte.

Brasilien ist ein überwiegend katholisches Land, jedoch sind Aberglaube und heidnische Kulte vor allem in den ärmeren nördlichen Regionen weit verbreitet. (afp)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare