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Eine Bürgerrechtsbewegung hat einer Schülerin in den USA zu 70.000 Dollar verholfen.
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Eine Bürgerrechtsbewegung hat einer Schülerin in den USA zu 70.000 Dollar verholfen.

USA Facebook

Schule muss Schülerin 70.000 Dollar zahlen

Ein abfälliger Kommentar über eine Lehrerin hat sich für eine Schülerin in der USA gerechnet. Weil ihre Schule darauf ihren Facebook-Account durchsuchte, ging es vor Gericht. Dass die Eltern zuvor für die Facebook-Kontrolle ihr Einverständnis gegeben hatte, spielte keine Rolle.

Weil sie eine Schülerin wegen deren Facebook-Einträgen bestrafte, muss die Schule im US-Staat Minnesota einer heute 15-Jährigen 70 000 Dollar (rund 50 800 Euro) zahlen. Darauf einigten sich das Mädchen und die Schulleitung in der Nähe von Minneapolis in einem gerichtlichen Vergleich. Das Mädchen hatte laut Medienberichten von ihrem Computer vor drei Jahren einen abfälligen Kommentar über eine Aufsichtsperson der Schule auf Facebook gepostet - und musste dafür nachsitzen

Bürgerrechtsbewegung schaltet sich ein

Später habe die Schule sogar verlangt, dass sie ihr Facebook-Passwort preisgebe, sagte die Schülerin dem TV-Sender ABC am Freitag. Mit den Zugangsdaten habe die Schulleitung die privaten Facebook-Nachrichten durchsucht.

Nach Ansicht der Bürgerrechtsbewegung «American Civil Liberties Union», die das Mädchen vor Gericht vertrat, verletzte die Schule mit ihrem Vorgehen das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Privatsphäre. Dies stritt die Schule zwar ab und machte geltend, die Eltern der Schülerin hätten ihr Einverständnis zur Durchsuchung des Accounts gegeben - dennoch ist die Schule bereit zu zahlen. Außerdem wolle sie ihre Richtlinien zum Umgang mit sozialen Medien überarbeiten. (dpa)

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