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Ist er schon fertig? Dann hat er sich die Pause mit Zeitung verdient.

Radpflege

Schönheitskur für den Drahtesel

Bus und Bahn sind gerade schlechte Optionen, das Auto sollte eh öfter stehengelassen werden. Höchste Zeit, das Fahrrad richtig zu reinigen.

Als gesunde Alternative zu anderen Verkehrsmitteln und als Helfer gegen den drohenden Lagerkoller zu Hause tut sich dieser Tage das Fahrrad hervor. Dafür hat es sich eine kleine Schönheitskur redlich verdient. Und auch ein Sicherheitscheck sollte noch drin sein.

Wie mache ich das Rad sauber?

Eine Radreinigung ist nicht sicherheitsrelevant, dient aber neben optischen Effekten auch der Pflege. Denn Dreck und anhaftendes Streusalz beschleunigen die Korrosion. Am besten ist es, seinen Drahtesel mit Wasser und Lappen zu reinigen. Es gibt auch spezielle Fahrradreiniger zum Aufsprühen. Von Dampf- oder Hochdruckreinigern raten Expertinnen und Experten ab. Durch den hohen Druck entfernen diese nicht nur Schmutz, sondern auch sämtliches Öl und Fett etwa an der Kette. Zudem kann Wasser eindringen, wo es nicht hingehört.

Wann brauche ich neue Reifen?

Poröse und rissige Reifen sind ein Pannenrisiko. Sind Mäntel und Reifenprofile zu stark abgenutzt, sollten neue Reifen angeschafft werden. Der richtige Reifendruck hat großen Einfluss auf den Fahrkomfort und die Pannensicherheit. Bei längeren Standzeiten verlieren viele Reifen Luft, auch wenn sie kein Loch haben. Lässt sich der Reifen leicht eindrücken, sollte er aufgepumpt werden.

Was ist mit den Schrauben?

Schrauben und andere Verbindungen können sich mit der Zeit lockern und sollten bei Bedarf nachgezogen werden. Vor allem Lenkervorbau, Lenkerstange und Sattel sollten vor dem Start auf ihren Halt geprüft werden.

Wie sieht’s mit den Bremsen aus?

Auch diese müssen dringend geprüft werden. Wichtig ist, dass sie genug Bremskraft entwickeln, sich frei bewegen lassen und die Bremsbeläge in gutem Zustand sind. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) rät, Bremsklötze auszutauschen, wenn die Querrillen nicht mehr deutlich zu erkennen sind oder sich eine Kante eingebremst hat. Die Bremsseile sollten Kappen an den Enden haben und nicht ausgefranst sein. Bei Seilzugbremsen sollte zudem das Drahtseilsystem geprüft und notfalls nachgezogen werden.

Wann braucht das Rad Schmieröl?

Ist die Antriebskette verdreckt und schlecht geschmiert, kostet das Treten unnötig viel Kraft. Fahrradfahrerinnen und -fahrer sollten bei ihrem Frühjahrscheck deshalb ihre Kette mit einem Lappen von Sand und Dreck befreien. Anschließend sollte das Öl dünn und gleichmäßig aufgetragen werden. Wichtig bei Kettenschaltungen ist, anschließend alle Gänge durchzuschalten, damit das Öl sich auch auf allen zugehörigen Zahnrädern verteilen kann.

Wie geht’s der Gangschaltung?

Vor allem Kettenschaltungen können sich während des Betriebs mit der Zeit verstellen, was Schwierigkeiten beim Gangwechsel verursacht. Mit der Schraube am Schalthebel, aus der der Seilzug austritt, kann die Spannung angepasst werden. Die Justierung ist für Laien aber meist schwierig.

Was ist mit dem Licht?

Scheinwerfer und Rücklicht sollten geprüft werden. Ebenso schauen, ob die Stecker des Lichtkabels an den Leuchten und am Dynamo festsitzen. Speichenreflektoren sind nicht nötig, wenn die Reifen reflektierende Streifen haben. Diese nutzen sich aber mit zunehmendem Alter ab. Andrea HENTSCHEL, afp

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