Münster

Schmerzmittel ohne Erlaubnis gespritzt: Heilpraktiker gesteht

  • Monika Gemmer
    vonMonika Gemmer
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Vor dem Landgericht in Münster steht ein Mann vor Gericht, der Patienten ohne Erlaubnis verschreibungspflichtige Medikamente gespritzt und seinen Lebenslauf gefälscht zu haben.

Ein Heilpraktiker aus Greven bei Münster hat am Mittwoch gestanden, dass er Patienten ohne Erlaubnis verschreibungspflichtige Medikamente gespritzt hat. Außerdem gab der 63-Jährige zu, ein Rezept unterschrieben zu haben, auf dem er fälschlicherweise als Arzt aufgeführt war. Auch ein Lebenslauf im Internet, in dem seine angebliche Dissertation aufgeführt sei, habe nicht der Wahrheit entsprochen. Die Spritzen waren nach Angaben des deutschen Angeklagten im Rahmen der sogenannten Neuraltherapie gesetzt worden, um akute Schmerzen zu unterbinden.

Die Methode halte er auch weiterhin für sehr hilfreich. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich Menschen geschadet habe“, so der Heilpraktiker zum Prozessauftakt am Landgericht Münster. „Ich habe viel Zuspruch bekommen.“ Inzwischen setze er keine Spritzen mehr. Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung. (dpa)

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