+
Japan, Kuma: Rettungskräfte retten Anwohner in einem Rettungsboot aus einer überschwemmten Gegend. Schwere Unwetter haben im Südwesten Japans mehrere Menschen in den Tod gerissen und schwere Schäden angerichtet sowie schwere Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst.  

Japan

Im Schlamm versunken

Tote bei schweren Überflutungen in Japan.

Schwere Unwetter haben im Südwesten Japans mindestens 18 Menschen in den Tod gerissen und schwere Schäden angerichtet. Es wurde am Sonntag befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Mehrere Menschen galten in der schwer betroffenen Provinz Kumamoto als vermisst.

Schwerer Regen hatte seit dem Vortag in weiten Gebieten der Provinzen Kumamoto sowie Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst, die die Rettungsarbeiten erschwerten. Die Einsatzkräfte hatten Schwierigkeiten, besonders schwer betroffene Gebiete entlang des Kuma-Flusses zu erreichen. Dessen Ufer waren an mehreren Stellen gebrochen.

Einige Bewohnerinnen und Bewohner der Provinz Kumamoto waren von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem die schlammigen Fluten und Erdrutsche Straßen unzugänglich gemacht und Häuser mit sich gerissen hatten. Tausende Haushalte waren am Sonntag zunächst ohne Strom.

Die örtlichen Behörden hatten am Vortag mehr als 200.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. Auf Luftaufnahmen des staatlichen Fernsehens waren ganze Wohngebiete metertief versunken in schlammigen Wassermassen zu sehen. Viele der Opfer befanden sich in einem Altenpflegeheim im von den Überflutungen stark betroffenen Dorf Kuma. (dpa)

Kommentare